vergrößernverkleinern
Franck Ribery wechselte 2007 für 25 Millionen Euro von Marseille nach München © imago

Real? Chelsea? Oder doch FC Bayern? Bis zur WM will Ribery längst Klarheit. Die Entscheidung über seine Zukunft fällt bald.

Von Daniel Rathjen

München - Seifenopern sind endlos.

Wöchentlich oder sogar täglich winden sich die Erzählstränge und Spannungsbögen umeinander.Genau das will Franck Ribery bei den Verhandlungen um einen neuen Vertrag nicht.

Der Superstar des FC Bayern verspricht: "Es wird schnell gehen."

"Wir werden in zwei bis zweieinhalb Monaten wissen, wie es für mich weitergeht", sagte der 26-Jährige in der französischen TV-Sendung "Stade 2".

Bis zur Weltmeisterschaft im Juni will er Klarheit. Doch wohin zieht es ihn?

Real Madrid ist weiterhin stark interessiert an "König Franck", auch der FC Chelsea hat sich eingeklinkt.

"Es wird viel über diese beiden Klubs geredet. Aber klar, es sind zwei große Vereine", betont Ribery.

So oder so: Ein Verbleib beim FC Bayern ist sehr fraglich.

50 bis 60 Millionen Ablöse

2011 endet Riberys Arbeitsverhältnis beim Rekordmeister. Präsident Uli Hoeneß hat bereits angekündigt, wenn der Dribbel-Filou im Frühjahr keiner Verlängerung zustimme, werde man ihn verkaufen.

50 bis 60 Millionen Euro Ablöse stellt er sich vor. Ein Jahr später bekämen die Münchner gar nichts mehr. Das wäre kaufmännisch nicht zu vertreten.

"Wir werden eine saubere Lösung finden", sagt Sportchef Christian Nerlinger dazu.

Vorstoß von Real wird erfolgen

Ribery selbst, so heißt es in seinem Umfeld, sitzt bereits auf gepackten Koffern. Der nächste Vorstoß - speziell von Real - wird erfolgen.

Aktuell schiebt der Offensivakteur aber noch eine Menge Frust vor sich her.

Er hat bei den Bayern in der Hinrunde aufgrund diverser Verletzungen sehr viel verpasst. Zuletzt entzündeten sich seine Zehen 191578(DIASHOW: Franck und seine Zehen).

Während im Trainingslager in Dubai eine echte Mannschaft zusammen wuchs, hockte der Top-Star schlecht gelaunt im Abseits.

"Es war schwer für mich"

"Ich würde am liebsten alles zerfetzen, den Ball fressen. Ich kann wieder lachen, aber vor zwei Monaten war ich wirklich am Boden zerstört. Es war wirklich sehr schwer für mich."

Immerhin: Es gibt eine aufstrebende Tendenz. Am Montag trainierte Ribery erstmals wieder in Fußballschuhen mit der Mannschaft.

Fakt ist: Am Dienstag, beim letzten und einzigen Test in Basel wird er nicht dabei sein, stattdessen weiter in München trainieren.

Als Joker gegen Hoffenheim?

Trainer Louis van Gaal weiß die Qualitäten des Filigrantechnikers aber durchaus zu schätzen.

"Ribery setzt auf dem Platz alle meine Vorgaben um, sogar besser als Robben. Enttäuschend sind natürlich seine Verletzungen. Da wurde früher etwas versäumt. Profis müssen ihren Körper pflegen", mahnte der 58-Jährige.

Trainiert der Nationalspieler nun weiter konsequent, sitzt er beim Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim (Freitag, ab 20 Uhr LIVE) vielleicht doch als Joker auf der Bank.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel