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Robben (r.) und Ribery spielten zuletzt im September gegen den HSV zusammen © imago

Der Franzose muss noch auf sein Comeback an der Seite des Holländers warten. Für seine Zukunft sei Bayern der erste Ansprechpartner.

Von Martin Volkmar

München - Gemeinsames Interview, gemeinsames Training - aber bis zum ersten gemeinsamen Auftritt von Arjen Robben und Franck Ribbery für den FC Bayern 2010 wird es noch etwas dauern.

Trotz Riberys Rückkehr ins Mannschaftstraining schloss Trainer Louis van Gaal einen Einsatz zum Rückrunden-Auftakt am Freitag gegen 1899 Hoffenheim (ab 20 Uhr LIVE) aus.

"Franck hat zwei Monate nicht trainiert, er muss erst etwas Ausdauer aufbauen. Das macht er diese Woche. Ich denke, er wird dann nächste Woche gegen Bremen soweit sein", sagte der Coach nach dem 3:1 im letzten Test beim FC Basel dem DSF.

Zusammen spielten "Robbery" zuletzt am 26. September 2009 beim 0:1 gegen den Hamburger SV.

Einsatzgarantie für Robben

Dem ebenfalls angeschlagenen Robben gab van Gaal allerdings - im Gegensatz zu den Testspiel-Torschützen Miroslav Klose (2) und Hamit Altintop eine Einsatzgarantie: "Ich denke, dass er noch fit wird. Dann wird er auch spielen."

Dabei plagten den Niederländer nach dem rund 80-minütigen Sondertraining mit Ribery am Dienstag erneut Probleme am rechten Sprunggelenk. Auch Ribery erklärte laut "Bild", es laufe gut, aber noch nicht perfekt.

Zwar ist die Nagelbettentzündung abgeklungen, aber das linke Knie sorgte wieder für Beschwerden. Daher bat der 25-Jährige darum, etwas weniger intensiv zu trainieren: "Ich will mich nicht wieder verletzen."

Ziel ist der Champions-League-Sieg

Schließlich hat Ribery große Pläne für die Rückserie, wie er im Doppel-Interview mit Robben der "Sport Bild" verriet: Den Gewinn der Champions League. "Ich denke, wir können das mit dieser Mannschaft schaffen", sagte er.

"Allerdings muss wirklich alles stimmen, es darf keine großen Verletzungen geben."

Solche internationalen Erfolge und der weitere Einkauf von Top-Stars wie Robben könnten ihn demnach von einem Verbleib beim FC Bayern überzeugen. Noch sei die Entscheidung über seine Zukunft völlig offen:

Noch keine Entscheidung über Zukunft

"Ich habe mich gegenüber Real zu nichts verpflichtet und werde mir alles in Ruhe anhören", widersprach Ribery Meldungen über ein Vorvertrag mit den "Königlichen".

"Mein erster Ansprechpartner ist aber Bayern. Neben Real sind auch andere Topklubs an mir interessiert, die ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen möchte."

Robben appellierte derweil an den Verein, "dass er alles macht, ihn zu halten".

Schließlich gehöre Ribery für ihn neben Cristiano Ronaldo und Lionel Messi zu den besten Spielern der Welt.

Er selber fühle sich in München pudelwohl, meinte der 25-Jährige weiter:

"Bayern ist fast wie eine zweite Familie. Ich glaube, auch Franck weiß das zu schätzen."

Zuletzt hatte Ribery das Interesse von Real und des FC Chelsea bestätigt und erklärt, er werde in den nächsten zwei bis drei Monaten über seine Zukunft entscheiden. Aufgrund des im Sommer 2011 auslaufenden Vertrages gilt ein Wechsel im Sommer nach wie vor als wahrscheinlich.

Görlitz und Lell vor Absprung - Salzburg interessiert

Den FC Bayern sogar noch in der Winterpause verlassen könnten die beiden Dauer-Reservisten Christian Lell und Andreas Görlitz.

"Eines ist klar: Ich bleibe nicht allein deswegen hier, damit der Verein genug deutsche Spieler hat. Das sollte nicht meine Funktion hier sein", sagte Görlitz der "tz", die über Verhandlungen seines Beraters Fritz Bischoff mit Red Bull Salzburg berichtete.

Ähnlich äußerte sich Lell, der aber über das angebliche Interesse des Hamburger SV nichts weiß: "Ich bin nicht als Quoten-Deutscher hier beim FC Bayern. Ich will spielen - und zwar schon in der Rückrunde."

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