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Schalkes Vorstandsboss Josef Schnusenberg (l.) ist gerüstet - das Stadion noch nicht © getty

Tief "Daisy" wird keine Spielausfälle in der Bundesliga verursachen. Auch die Partie Schalke gegen Nürnberg kann stattfinden.

Berlin - Die Bundesliga trotzt den eisigen Temperaturen. Selbst ein Dachschaden in der Schalker Veltins-Arena führt nicht zu einem Spielausfall. Alle Partien des 18. Spieltags können stattfinden.

Auch die Begegnung zwischen zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg am Sonntag (17. Januar) ist nicht gefährdet.

Das Dach in der Veltins-Arena weist ein gut 150 Quadratmeter großes Loch auf. Nach Angaben des Vereins soll allerdings nicht die Schneelast für den Schaden verantwortlich sein.

Das Loch in dem mit Teflon beschichteten Glasfasergewebe befindet sich auf der Haupttribünenseite in Richtung Nordkurve.

Zuschauer ohne Dach über dem Kopf

Nach Ansicht der Sachverständigen sei es ausgeschlossen, dass die Schneelast die Ursache für die Beschädigung war. Der gesamte in Mitleidenschaft gezogene Teil der Dachmembran soll in den nächsten Tagen demontiert und analysiert werden.

In vier Blöcken werden die Zuschauer damit am Sonntag unüberdacht sitzen.

Schneefall in Köln

Die Sorgen der Fans über Spielabsagen zerstreut hat das Hochdruckgebiet "Bob", das Tief "Daisy" vertrieben hat.

"Aus meteorologischer Sicht steht dem Rückrundenstart nichts im Wege", sagt Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst DWD.

Mit Ausnahme von Köln, wo vor dem Spiel am Sonntag gegen Borussia Dortmund (ab 17.15 Uhr LIVE) mit leichtem Schneefall zu rechnen sei, werde es niederschlagsfreie Spielstätten geben, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Die Kälte gebe aber keinen Anlass zur Sorge: "Nachdem beim Hinrundenabschluss in Frankfurt bei minus 13 Grad Celsius gespielt wurde, sind die Temperaturen kein Thema", sagte Malewski.

Stadionbesucher sollten sich allerdings warm einpacken. Malewski empfiehlt die "Zwiebeltechnik": "Am besten fünf Lagen übereinander anziehen. Dazu festes Schuhwerk, das sollte reichen". Die Frage des richtigen Schuhwerks stellen sich auch die Zeugwarte der Bundesliga-Vereine.

"Die Pflanze ist im Stress"

Durch den teils wochenlangen Betrieb der Rasenheizungen gleicht das Spielfeld vielerorts mehr einem umgepflügten Acker als einem bundesligatauglichen Grün. Dazu trägt nach Meinung von Experten auch die verkürzte Winterpause bei.

"Eigentlich hätte der Rasen im Winter seine Ruhe. Durch die Heizung ist die Pflanze im Stress", sagte Greenkeeper Hermann Schulz vom Hamburger SV der "Frankfurter Rundschau".

Kritik am Terminkalender der Bundesliga wies Geschäftsführer Christian Seifert von der DFL zurück. "Vor der Verkürzung wurde alle Jahre wieder diskutiert, warum wir doppelt so lange pausieren wie die anderen Top-Ligen. Die Verkürzung wurde von Klubs und Gremien getragen."

Hieronymus sorgt sich um die Fans

Wegen des internationalen Terminplans und des DFB-Pokal-Finals müsse die Saison schon am 8. Mai enden. Außerdem habe niemand ahnen können, dass der härteste Winter seit 30 Jahren drohe.

Ganz andere Sorgen als einen schlecht bespielbaren Rasen hat indes Holger Hieronymus, ebenfalls Geschäftsführer bei der DFL. Er fürchtet angesichts vereister Zufahrtswege zu den Stadien und zugeschneiter Stadiondächer um die Sicherheit der Zuschauer.

"Wir beobachten die Situation genau und werden handeln, wenn die Sicherheit der Zuschauer in Gefahr ist", sagte Hieronymus.

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