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Klaus Allofs (l.) holte Mesut Özil zur Rückrunde 2008 von Schalke nach Bremen © imago

Bremens Sportdirektor stellt sich auf Münchner Avancen ein. Hertha-Manager Michael Preetz soll für nur einen Euro arbeiten.

München - Im Poker um Nationalspieler Mesut Özil rechnet Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs in absehbarer Zeit auch mit einem Werben des deutschen Rekordmeisters Bayern München.

"Wir wissen, dass sich viele Top-Klubs Gedanken in Richtung Mesut Özil machen. Da wäre es keine große Überraschung, wenn darunter auch Bayern München wäre", sagte der Werder-Manager der "Sport Bild".

Dennoch gibt sich Allofs weiterhin zuversichtlich, den Mittelfeldspieler langfristig an die Bremer binden zu können.

"Ich bin der Meinung, dass die Karte Bremen für Mesut Özil noch längst nicht ausgespielt ist. Denn man darf nicht vergessen, dass er nach Diegos Abgang erst ein halbes Jahr bei uns eine größere Verantwortung trägt", meinte Allofs:

"Er ist zudem erst 21 Jahre alt. Ich sehe da noch eine ganze Menge Entwicklungspotenzial des Besserwerdens, des Reiferwerdens."

Özils Kontrakt in Bremen endet zwar erst im Juni 2011, Spekulationen zufolge plant der Spielmacher aber bereits nach der WM in Südafrika im kommenden Sommer den Wechsel zu einem europäischen Spitzenverein.

Allofs hatte Özil und dessen Berater Reza Fazeli kürzlich aufgefordert, sich bis kommenden März bezüglich einer vorzeitigen Vertragsverlängerung zu entscheiden. Sollte Özil nicht in Bremen bleiben wollen, müsste Werder ihn in diesem Sommer abgeben, um noch eine Ablösesumme zu kassieren.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga:

Steffel will Preetz zur Kasse bitten

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel hat einen Tag nach Bekanntwerden seines Rettungsplans für den sportlich und finanziell angeschlagenen Bundesligisten Hertha BSC mit neuen Ideen für weiteren Gesprächsstoff gesorgt.

In der Berliner Tageszeitung "BZ" forderte der CDU-Politiker Herthas Manager Michael Preetz dazu auf, den Rest der Saison für nur einen Euro zu arbeiten. Damit soll der finanzielle Spielraum des Vereins auf dem Transfermarkt vergrößert werden.

"Das wäre ein Zeichen. Besser in der Rückrunde ein paar Monate auf Geld verzichten, als dauerhaft ein leeres Olympiastadion und als einzige europäische Hauptstadt keinen Erstligafußball mehr", sagte Steffel.

Sein ursprüngliches Gehalt solle Preetz im Falle des Klassenerhaltes nachgezahlt bekommen. "Meinetwegen auch auch noch eine Prämie", sagte der 43-Jährige.

Preetz hatte zuletzt betont, neben den drei Winterzugängen Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Levan Kobiashvili (Schalke 04) und Roman Hubnik (FK Moskau) keine weiteren Spieler für die Rückrunde holen zu wollen.

CDU-Politiker Steffel hatte in einem Brief an Hertha-Boss Werner Gegenbauer ein Konzept mit zehn Maßnahmen vorgestellt, die angeblich bis zu 21,6 Millionen Euro in die leeren Kassen des Hauptstadt-Klubs spülen sollten.

Demnach sollten die Profis und der Trainerstab auf zehn Prozent ihrer Gehälter verzichten. Auch die Fans sollten zur Kasse gebeten werden. Gegenbauer und Steffel sollen sich laut Medienberichten für die kommende Woche zu einem Gespräch verabredet haben.

Berlin mit Verletzungssorgen

Berlin startet die Aufholjagd in Bundesliga mit großen Verletzungssorgen. Die Hauptstädter müssen zum Beginn der Rückrunde am Samstag bei Hannover 96 auf die Mittelfeldspieler Gojko Kacar, Maximilian Nicu und Pal Dardai verzichten.

Kacar klagt weiterhin über Kniebeschwerden, ein Einsatz gegen 96 kommt für den serbischen Nationalspieler noch zu früh. Im Hinspiel hatte Kacar das einzige Tor des Spiels erzielt und damit den letzten Sieg der Berliner in der laufenden Saison gesichert.

Nicu (Rückenprobleme) und Dardai (Sprunggelenksverletzung) fallen ebenfalls aus. Berlin geht mit einem Rückstand von zehn Punkten auf den Relegationsplatz in die letzten 17 Spiele der Saison.

Hoffenheim sieht sich als internationale Marke

Die Chefetage von 1899 Hoffenheim sieht den Klub nach nur eineinhalb Jahren Erstliga-Zugehörigkeit und trotz der durchwachsenen Hinrunde bereits als Top-Adresse im internationalen Fußball.

"1899 Hoffenheim ist im internationalen Fußball zu einer Marke geworden. Die Entwicklung der vergangenen drei Jahre, der Stadionneubau, das neue Trainingszentrum - das alles spricht sich bei Spielern, Beratern und Klubs herum", sagte Manager Jan Schindelmeiser dem "Mannheimer Morgen" vor dem Start in die Rückrunde bei Bayern München (Fr., ab 20 Uhr LIVE).

Die Partie in München sieht Schindelmeiser als richtungweisend für den Tabellensiebten. "Wir haben die Chance, die Basis für eine gute Rückrunde zu legen. Das wird extrem schwer. Bei den Bayern sind wir alles andere als Favorit", erklärte der der 46-Jährige.

Von seinen Profis erwartet er im Vergleich zur Hinrunde mehr Teamgeist: "Die Spieler müssen sich stärker in die Gemeinschaft einbringen und Respekt vor den Stärken der Kollegen zeigen sowie Schwächen respektieren."

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