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In Gedanken schon in Mailand? Wolfsburgs Torjäger Edin Dzeko © getty

Meister Wolfsburg ist nur Achter. Gelingt die Aufholjagd? In der Rückrundenvorschau analysiert Sport1.de die Teams im Mittelfeld.

Von Thorsten Mesch

München - Im zweiten Teil der Rückrundenvorschau nimmt Sport1.de die Mannschaften von Platz elf bis Platz sieben unter die Lupe.

Mit dem Abstieg wird von ihnen niemand etwas zu tun haben, zwei Teams könnten sich in der zweiten Saisonende noch weiter nach vorn arbeiten.

11. Mönchengladbach (21 Punkte, 24:29 Tore):

Sieg im Wintercup in Düsseldorf, dabei 1:0 gegen Herbstmeister Leverkusen gewonnen und im Trainingslager 2:0 gegen Dortmund gewonnen - die Borussia scheint gut gerüstet für die Rückrunde. 192448(DIASHOW: Bundesliga-Formbarometer)

Doch vor dem Auftakt gegen Bochum plagen Trainer Michael Frontzeck Sturm-Probleme.

Rob Friend fällt mit einer Risswunde in der Ferse aus, Karim Matmour spielt für Algerien beim Afrika-Cup.

Zudem sind Roberto Colautti und Oliver Neuville nach muskulären Problemen nicht bei 100 Prozent.

Rechtzeitig fit ist aber Filip Daems. Der Kapitän blickt voller Zuversicht in die zweite Saisonhälfte.

"In der Rückrunde wollen wir uns stabilisieren. Ich hoffe, dass es uns gelingt, in der Tabelle noch ein Stück höher zu klettern", sagt der Belgier.

Sport1.de meint:

Gladbach hat sich in der Hinrunde nach anfänglichen Problemen stabilisiert und wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Es könnte sogar zu einem einstelligen Tabellenplatz reichen.

10. Frankfurt (24, 22:24):

Die Aussprache ist erfolgt, Trainer Michael Skibbe und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen demonstrieren vor dem Rückrundenstart gegen Bremen Einigkeit.

Er sei sehr zufrieden mit Skibbe, der Trainer stehe nicht zur Dispostion. "Das wäre einfach lächerlich", sagte Bruchhagen zu Sport1.de.

So weit, so gut. Aber es bleibt dabei: Skibbe hat keine Verstärkung für seinen durch Verletzungen arg ausgedünnten Kader bekommen.

Gegen Werder muss er auf Ioannis Amanatidis (Knie-OP) und Martin Fenin (Hüft-OP) verzichten. Dass doch noch personell nachgebessert wird, ist unwahrscheinlich.

"Wir sondieren den Markt. Aber ich bin nicht gerade optimistisch, dass es uns gelingt, adäquaten Ersatz zu finden", sagte Bruchhagen.

Sport1.de meint:

24 Punkte hat die Eintracht, mit etwas Glück kann die angepeilte Marke von 46 erreicht werden. Mit dem Abstiegskampf wird Frankfurt auf jeden Fall nichts zu tun bekommen.

9. Mainz (24, 21:22):

Wer hätte gedacht, dass Mainz nach der Hinrunde auf einem einstelligen Tabellenplatz steht?

Der Aufsteiger und sein junger Trainer Thomas Tuchel haben alle Experten eines Besseren belehrt und sogar Spitzenteams wie Bayern (2:0) oder Wolfsburg (auswärts 2:2) das Fürchten gelehrt.

Nach Leverkusen und Bayern sind die Mainzer die drittbeste Heimmannschaft (18 Punkte) - und das soll auch der Garant für eine erfolgreiche Rückrunde sein.

Mit der Verpflichtung des ungarischen Stürmers Adam Szalai von Real Madrid und der Vertragsverlängerung von Nikolce Noveski wurden Weichen für die Zukunft gestellt, Daniel Gunkel (Koblenz) und Srdjan Baljak (Duisburg) haben den Verein verlassen.

Tim Hoogland, mit fünf Treffern überraschenderweise zweitbester Torschütze, bleibt den Mainzern bis zum Saisonende erhalten, dann kehrt er zu Schalke 04 zurück.

Sport1.de meint:

Dank der Heimstärke wird Mainz nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben, die 24 Punkte der Hinrunde werden aber nicht erreicht.

8. Wolfsburg (24, 32:32):

Elf Punkte trennen den VfL von Platz eins, die Titelverteidigung wird für den Deutschen Meister ein fast unmögliches Unterfangen. Dennoch sagt Trainer Armin Veh: "Wir haben in der Rückrunde noch einiges vor." Die Defensive, mit 32 Gegentoren eine der schlechtesten der Liga, soll verstärkt werden.

"Wir werden auf dem Transfermarkt eventuell tätig werden. Wir dürfen in der Rückrunde nicht so viele Gegentore bekommen, da muss etwas passieren", sagte Veh nach dem Winterturnier in Düsseldorf.

Die Unterstützung im Management durch Dieter Hoeneß kann Veh bei seinem Vorhaben gut gebrauchen.

Seit Dienstag ist Hoeneß in Amt und Würden. Am Donnerstag ist er nach Informationen der "Bild" mit Volker Struth, dem Geschäftsführer der Agentur "SportsTotal", zu einem Treffen verabredet.

Struth vertritt unter anderem den Schalker Innenverteidiger Benedikt Höwedes, Hamburgs Mladen Petric und Gladbachs Marco Reus. Für einen Wechsel im Januar kommt aber wohl niemand von ihnen in Frage. 110436(DIASHOW: Die Bundesliga-Wechselbörse)

Sport1.de meint:

Wenn Wolfsburg sich in der Abwehr stabilisiert und in der Offensive wieder halbwegs in die Spur findet, ist ein Platz unter den ersten Fünf möglich. Dafür muss aber Grafite wieder treffen und Edin Dzeko sich auf den VfL und nicht auf einen Wechsel zum AC Mailand konzentrieren.

7. Hoffenheim (25, 27:17):

Die Vorbereitung fand zu einem großen Teil ohne Trainer Ralf Rangnick statt, der aus Sorge um seinen Vater fehlte.

Rangnick ist wieder da, und wird wohl gleich die Zügel straffen. Schließlich erwartet 1899 ein knüppelhartes Auftaktprogramm. Am Freitag spielt Hoffenheim in München, als nächste Gegner folgen Leverkusen und Schalke.

Die Partie in München sieht Jan Schindelmeiser als richtungweisend. "Wir haben die Chance, die Basis für eine gute Rückrunde zu legen. Das wird extrem schwer", sagt der Manager.

In der Hinrunde hätten Disziplin und Teamgeist gefehlt, hatte Sejad Salihovic zuletzt kritisiert. Nun soll ausgerechnet beim FC Bayern die Wende zum Guten beginnen. "Wir wollen eine Serie starten", kündigt der Mittelfeldspieler an. Das muss zunächst ohne Chinedu Obasi und Isaac Vorsah gehen, die beim Afrika Cup weilen.

Sport1.de meint:

Hoffenheims Kader hat das Potenzial, um einen Platz im internationalen Geschäft zu erreichen. Aber das wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.

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