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Toni Kroos wurde 2009 von Bayern nach Leverkusen verliehen © getty

Die Personalplanungen bei den Bayern laufen heiß: Kroos soll "zu 100 Prozent" zurück, ein Torwart aus Slowenien wird beobachtet.

Von Martin Hoffmann

München - Die Mission Meisterschaft 2010 geht am Abend wieder los für den FC Bayern.

Aber die Gedanken des Rekordmeisters kreisen nicht nur um die Gegenwart, sondern auch schon wieder um die nächste Saison.

Rechtzeitig zum Rückrundenstart laufen beim Rekordmeister wieder einige Personalplanungen heiß.

Es geht um Toni Kroos, um einen neuen Keeper - und auch um die Zukunft von einem, der bisher noch nicht ganz angekommen ist 192448(DIASHOW: Das Bundesliga-Formbarometer).

Kroos "zu 100 Prozent" zurück

Das Top-Talent Kroos will Bayer Leverkusen bekanntlich gern behalten, auch wenn im Sommer der Leih-Deal mit dem Titelkonkurrenten endet.

Dem Wunsch schiebt FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "tz" nun aber einen ganz klaren Riegel vor

"Es gibt überhaupt keine Diskussion beim FC Bayern, dass Toni in Leverkusen bleibt", erklärt er: "Er wird zu 100 Prozent nach dieser Saison zum FC Bayern zurückkehren."

Kroos' Vater ist skeptisch

Auf hundertprozentige Begeisterung scheint die Aussicht beim Umfeld des Mittelfeld-Youngsters nicht zu stoßen.

"Bei einer Rückkehr müssen alle äußeren Umstände passen", meint Kroos' Vater Roland: "Da hängen ja auch viele Personalentscheidungen dran, es geht ja nicht nur um Toni."

Vater Kroos fürchtet, dass sein Sohn bei den Bayern in der Masse der Offensivkräfte im Mittelfeld untergehen könnte, wenn beispielsweise ein Franck Ribery weiter in München bleibt.

Schweigen zu Özil

Oder wenn zum Beispiel auch noch ein direkter Spielmacher-Konkurrent wie Bremens Mesut Özil verpflichtet wird.

Zu dem Thema sagt Rummenigge nur: "Kein Kommentar."

Kroos will er dagegen demnächst in einem Gespräch mit Trainer Louis van Gaal und Manager Christian Nerlinger "seine Perspektiven beim FC Bayern aufzeigen".

Slowenischer Keeper beobachtet

In Gang scheinen auch die Bemühungen um einen neuen Keeper zu kommen.

Im Visier des FCB steht der slowenische Nationaltorwart Samir Handanovic von Udinese Calcio, von "Bild" wie immer sogleich zum "neuen Kahn" ausgerufen.

Chefscout Paul Breitner bestätigt dort Medienberichte aus Handanovics Heimat, dass er ihn unter die Lupe genommen hat.

"Ich habe ihn beim Länderspiel Slowenien gegen Polen beobachtet", erklärt er.

Angebot noch im Januar?

Handanovic käme mit der Empfehlung seines Landsmanns Branko Oblak, einst Breitners Teamkollege in München: "Ich habe ihn Paul empfohlen. Es wäre ein sehr guter Wechsel."

Und Handanovics Berater Federico Pastorello wartet schon auf eine Offerte aus München:

"Ich denke, dass das offizielle Bayern-Angebot in diesem Monat unterbreitet wird. Der Transfer könnte dann im Sommer fix gemacht werden."

Der Marktwert des Schlussmanns wird zwischen sieben und zehn Millionen Euro eingeschätzt.

Tymoshchuk weckt Interesse

Zuguterletzt gibt es auch Wirbel um Anatoliy Tymoshchuk, der sich bei den Bayern bisher noch keinen Stammplatz hat erkämpfen können.

Die "Bild" berichtet von vier ausländischen Klubs, die um den Ukrainer werben würden - womöglich schon mit Blick einen sofortigen Wechsel: Manchester City, Liverpool, Spartak Moskau und Ex-Klub Zenit St. Petersburg.

Manager Nerlinger aber stellt sogleich klar: "Es wird kein Spieler mehr abgegeben." Man sei "nicht gesprächsbereit".

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