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Martin Demichelis (r.) erzielte gegen Hoffenheim sein erstes Saisontor © getty

Der FC Bayern ist wieder da, wo er sich am liebsten sieht: auf Platz eins. Martin Demichelis und Miro Klose treffen.

Aus der Allianz Arena berichtet Daniel Rathjen

München - Der FC Bayern steht wieder da, wo er sehr lange nicht mehr war.

An der Tabellenspitze. Nun können sich die Münchner zumindest für 19 Stunden "sonnen".

Zum Rückrundenauftakt besiegten sie 1899 Hoffenheim am Freitagabend mit 2:0 (1:0).

Die Treffer für die über weite Strecken sehr dominanten Gastgeber erzielten Martin Demichelis (35.) und Miroslav Klose (86.).

Leverkusen kann wieder vorbeiziehen

Am Samstag können die Bayern von Bayer Leverkusen, das den FSV Mainz empfängt, wieder verdrängt werden.

Angst wollten die Bayern laut Trainer Louis van Gaal wieder verbreiten, ein Signal an die Liga senden.

"Wir können jetzt bestätigen, was wir zum Ende der Hinrunde gezeigt haben", hatte der Niederländer im Vorfeld der Partie auf Nachfrage von Sport1.de gesagt.

Van Gaal sieht Zeichen an die Konkurrenz

Nach der Partie kommentierte van Gaal:

"In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, da haben wir viele Fehlpässe gespielt. In der zweiten Halbzeit war das viel besser."

Und weiter: "Ich denke, die Konkurrenz hat heute gesehen, dass wir eine gute Mannschaft haben."

Rangnick mit Standards unzufrieden

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick sagte: "Was mir in der ersten Halbzeit nicht gut gefallen hat, war, dass wir zu viele Standardsituationen zugelassen haben und auch ein paar Fouls zu viel hatten."

Er ergänzte: "Dadurch fiel dann auch das Tor, weil wir zu früh die Zuordnung aufgegeben haben. Am Ende hatten wir noch unsere Möglichkeiten. Wenn Demba Ba an den Ball kommt, ist das 1:1 da, sicher glücklich, aber möglich."

Hoffenheim fängt gut an

Es dauerte ein wenig, bis die Münchner bei Minusgraden in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena warm liefen.

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Hoffenheim begann auch ohne den verletzten Spielmacher Carlos Eduardo ohne Respekt.

Die TSG präsentierte sich zum Rückrunden-Auftakt in der Anfangsphase viel wacher und laufbereiter.

Nach Flanke von Boris Vukcevic hatte Demba Ba in der 6. Minute auch die erste Chance der Gäste, traf den Ball aus kurzer Distanz aber nicht richtig.

Die Bayern, die die letzten sechs Spiele vor der Winterpause gewonnen hatten, taten sich zunächst schwer.

Robben braucht Anlaufszeit

Auch Mittelfeldstar Arjen Robben, der wie erwartet nach auskurierter Sprunggelenksverletzung in der Startformation stand, konnte mit seinen giftgrünen Schuhen zunächst keine Akzente setzen.

Der deutsche Rekordmeister war in einer zerfahrenen Partie zwar optisch überlegen, dem dominanten Spiel der Münchner fehlte aber oft die Präzision beim finalen Pass.

Hoffenheim hatte dadurch erst einmal wenig Mühe, die Bayern-Offensive, in der der verletzte Franck Ribery fehlte, in Schach zu halten.

Zudem gingen die Gäste in der Defensive kompromisslos zu Werke.

Bayern erhöht Druck

Ein abgefälschter Freistoß von Bastian Schweinsteiger (18.) war die erste Gelegenheit der Münchner.

Die Hausherren wurden agiler, Robben zündete einige Male den Turbo und gehörte zu den auffälligsten Akteuren.

Das Zusammenspiel wurde ansehnlicher, Hoffenheim geriet zusehends unter Druck.

Schweinsteiger war es dann, der 1899-Keeper Timo Hildebrand prüfte (29.) und in der 35. Minute die dann auch verdiente Führung einleitete.

Eine Flanke des Mittelfeldspielers verlängerte Hoffenheims Kapitän Josip Simunic mit dem Kopf, Martin Demichelis vollendete aus halbrechter Position zum 1:0.

Butt zur Stelle

Auf der anderen Seite hatte Jörg Butt bei einem Schuss von Vedad Ibisevic (28.) erhebliche Mühe.

Zudem traf Sejad Salihovic per Kopf kurz nach dem 0:1 nur das Außennetz des Münchner Gehäuses.

Der zweite Abschnitt begann gemäßigt. Bis zur 57. Minute: Da vergab Bayern-Stürmer Mario Gomez zwei ausgezeichnete Möglichkeiten.

Zunächst hatte Robben ihn nach einem Konter mustergültig bedient, doch der Ex-Stuttgarter brachte den Ball nicht unter Kontrolle - Hildebrand fischte ihn ihm vom Fuß.

Robben als geschickter Passgeber

Eine Minute später scheiterte Gomez mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am Hoffenheimer Keeper, wieder hatte Robben die präzise Vorarbeit geleistet.

Mit Klose, der in der 63. Minute für Ivica Olic in die Partie kam, erhoffte sich van Gaal einen weiteren Impuls in der Offensive.

Allerdings war es Thomas Müller, der die nächste Chance zum 2:0 besaß. Sein Schuss mit links war durchaus gefährlich.

Dass Hoffenheim zu diesem Zeitpunkt nicht schon ausgeknockt war, lag allein daran, dass die Bayern nicht eiskalt zuschlugen.

Klose erzielt die Entscheidung

Doch dann fiel die endgültige Entscheidung. In der 86. Minute beförderte Klose eine van-Bommel-Hereingabe ins Tor.

Wenig später hatte Gomez nach einer schönen Einzelleistung noch Pech mit einem Pfostenschuss.

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