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Per Mertesacker (l.) und Werder warten seit fünf Spielen auf einen Sieg © getty

Wie in der Hinserie müssen sich die Hanseaten Eintracht Frankfurt geschlagen geben. Ein Verteidiger macht das entscheidende Tor.

Frankfurt - Pokalsieger Werder Bremen hat wie in den vergangenen beiden Jahren den Rückrunden-Auftakt verpatzt und die Tabellenspitze zunächst aus den Augen verloren.

Das Team von Trainer Thomas Schaaf musste sich bei Eintracht Frankfurt trotz Überlegenheit 0:1 (0:0) geschlagen geben und wartet seit fünf Bundesliga-Partien auf einen "Dreier".

Verteidiger Marco Russ (57.) besiegelte den vierten Heimsieg für die Eintracht. Nach den verbalen Attacken von Coach Michael Skibbe gegen Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen in der Winterpause dürfte der vierte Heimsieg am Main für etwas Ruhe sorgen.

Die Bremer, bei denen der Vertragspoker um Nationalspieler Mesut Özil seine Spuren zu hinterlassen scheint, konnten sich nicht für die Saisonauftaktpleite gegen die Hessen (2:3) revanchieren.

Die Norddeutschen übernahmen von Beginn an die Initiative und suchten den direkten Weg nach vorne.

Premiere für Abdennour

Trotz deutlicher Überlegenheit blieben die Gäste, bei denen der tunesische Außenverteidiger Aymen Abdennour (Etoile Sportive du Sahel) bereits einen Tag nach seiner Verpflichtung ein ordentliches Debüt gab, zunächst zu harmlos.

Besonders der für Stürmer Claudio Pizarro (Kniebeschwerden) in die Werder-Startelf gerückte Markus Rosenberg blieb blass. In einer mittelmäßigen Partie vor rund 45.600 Zuschauern waren klare Chancen lange Mangelware.

Nicht zuletzt, weil sich die Frankfurter weit in die eigene Hälfte zurückzogen. Die Personalnot der Hessen im Angriff, wo die Langzeitverletzten Ioannis Amanatidis (Knie-OP) und Martin Fenin (Leisten-OP) fehlen, machte sich erneut deutlich bemerkbar.

Wiese rettet gegen Ochs

Trotzdem hatte die Eintracht in der ersten Halbzeit die beste Möglichkeit zur Führung. Doch Patrick Ochs scheiterte aus kurzer Entfernung an Nationalkeeper Tim Wiese (22.). Quasi im Gegenzug prüfte Aaron Hunt Frankfurts Torhüter Oka Nikolov (24.).

Nach dem Wechsel stellten die Frankfurter den Spielverlauf auf den Kopf. Nach einer Hereingabe von Chris verwertete Innenverteidiger Russ aus rund sechs Metern zur überraschenden Eintracht-Führung.

Nur fünf Minuten später hatte der nur Sekunden zuvor eingewechselte Pizarro die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Nikolov (62.). In der Skibbe-Elf überzeugten Chris und Nikolov. Hunt und Marko Marin verdienten sich bei Bremen die besten Noten.

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