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Toni Kroos wurde 2009 von Bayern nach Leverkusen verliehen © imago

Eigentlich soll das Mitteld-Juwel im Sommer zurück zum FC Bayern. Doch ausgerechnet der "Kaiser" stellt den Sinn in Frage.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Momentan ist der deutsche Rekordmeister obenauf.

Trainer Louis van Gaal nimmt es mit Wohlwollen auf, dass sein Team wieder "Angst" in der Liga verbreitet.

Doch parallel laufen beim FC Bayern auch die Planungen für die neue Saison 110436(DIASHOW: Die Wechselbörse).

Ein heißes Thema: Toni Kroos. Um die Rückkehr herrscht trotz klarer Ansagen wieder Verwirrung.

Der 20-Jährige ist noch bis zum Saisonende an Bayer Leverkusen ausgeliehen 62605 (Diashow: Kroos' Aufstieg in Bildern).

Ehrenpräsident Franz Beckenbauer meldete sich jetzt am Rande des 2:0 gegen 1899 Hoffenheim zum Rückrundenstart bei "Sky" zu Wort.

"Momentan sehe ich keinen Platz für Kroos. Es macht keinen Sinn, einen Spieler zurückzuholen, wenn er nicht eingesetzt wird", sagte der "Kaiser".

Sein Ratschlag: "Van Gaal muss ihm eine Perspektive aufzeigen. Der Junge braucht Spielpraxis. Auf der Bank ist noch nie einer besser geworden", weiß er.

Bleibt das Mittelfeld-Juwel vielleicht also doch noch ein weiteres Jahr unter dem Bayer-Kreuz?

Klare Ansage von Rummenigge

Dabei hatte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge doch eine klare Ansage abgegeben. In der "tz" sagte er: "Toni Kroos wird im Sommer zu 100 Prozent zurück zum FC Bayern kommen."

Es gebe es überhaupt keine Diskussion. Aha.

Auch Kroos' Umfeld ist skeptisch beim Thema Rückkehr. "Da müssen alle äußeren Umstände passen", meint Vater Roland.

Es geht um viele Personen

Er ergänzt: "Da hängen ja auch viele Personalentscheidungen dran, es geht ja nicht nur um Toni."

Vater Kroos fürchtet, dass sein Sohn bei den Bayern in der Masse der Offensivkräfte im Mittelfeld untergehen könnte, wenn beispielsweise ein Franck Ribery weiter in München bleibt.

Oder wenn zum Beispiel auch noch ein direkter Spielmacher-Konkurrent wie Bremens Mesut Özil verpflichtet wird.

Zu dem Thema sagt Rummenigge nur: "Kein Kommentar."

Perspektiv-Gespräch folgt

Kroos will er dagegen demnächst in einem Gespräch mit Trainer Louis van Gaal und Manager Christian Nerlinger "seine Perspektiven aufzeigen".

In Leverkusen sind die Bosse offiziell gelassen.

"Die Bayern haben einen Vertrag mit Toni und daher das letzte Wort. Aber ich habe weiter ein Fünkchen Hoffnung, dass wir ihn noch ein Jahr halten können", wird Sportdirektor Rudi Völler in der "Bild" zitiert.

Er wolle mit Bayern zu einem geeigneten Zeitpunkt wieder reden.

Berater hält sich zurück

Beckenbauer sieht das ähnlich: "Ob Kroos bei van Gaal eine Stammplatz-Chance bekommt, hängt auch von der Zukunft von Ribery und Robben ab."

Die Kroos-Berateragentur "Sportstotal" hält sich zurück.

"Ich gehe davon aus, dass die Bayern demnächst das Gespräch mit Toni suchen. Denn das hat es bisher nicht gegeben", sagt Geschäftsführer Volker Struth.

Eines ist klar: Entschieden ist noch nichts.

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