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Christian Nerlinger hat in seiner aktiven Zeit von 1992 bis 1998 für den FCB gespielt © getty

Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger rückt im DSF-Doppelpass vom Schalker Keeper ab und stützt Mittelfeldstar Franck Ribery.

Von Mathias Frohnapfel

München - Ein Gespräch von Mann zu Mann und das Kapitel Manuel Neuer war beim FC Bayern offiziell beendet.

So schilderte es Sportdirektor Christian Nerlinger jetzt im DSF-Doppelpass: "Ich habe mit Felix Magath gesprochen, und er hat mir gesagt, dass Manuel Neuer unverkäuflich ist. Damit ist das Thema vom Tisch."

Bereits zuvor hatte der S04-Trainer deutlich gemacht, dass Schalke im Moment bereit sei, jeden Spieler zu verkaufen - nur eben Neuer nicht.

Bayern vertraut auf Butt

Nerlinger beunruhigte diese Entscheidung nicht. "Ich sehe kein Torwart-Problem. Mit einem Jörg Butt würde ich mich auch im nächsten Jahr ganz ruhig auf die Bank setzen", sagte er stattdessen.

Neuer selbst machte seine Zukunft vom sportlichen Erfolg abhängig.

"Wenn wir einen Europapokalplatz erreichen, stehe ich auch nächste Saison im Schalker Tor", erklärte der 23-Jährige der "Bild am Sonntag".

Neuer bleibt gelassen

Über die Avancen der Bayern und des englischen Meisters Manchester United sagte Neuer: "Auch wenn Sie es mir nicht glauben: Ich beschäftige mich nicht mit Bayern oder ManU, beobachte nicht, was dort geschieht."

Für die Torwart-Position soll der Rekordmeister laut "Bild" zudem den slowenischen Nationaltorwart Samir Handanovic beobachtet haben. 110436(DIASHOW: Die Wechselbörse).

Wie geht es mit Ribery weiter?

Drängender erscheint im Moment jedoch die Frage, wie es mit Franck Ribery weitergeht. Top-Klubs aus ganz Europa umwerben den Mittelfeldstar.

Auf den ersten Einsatz in der Rückrunde musste Ribery gegen Hoffenheim verzichten. Eine Nagelbettentzündung plagte den Mittelfeld-Trickser.

Dass die Verletzungen für Ribery eine Methode sein könnten, um den FCB baldmöglichst verlassen zu können, glaubt Nerlinger nicht.

"Ribery hat sich immer sauber verhalten"

"Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir ihn bald wieder auf dem Platz sehen werden. Er hat sich immer sauber verhalten und es gab eindeutige Befunde."

Auf den Charakter von Franck Ribery lasse er "nichts kommen". Zudem zeigte sich Nerlinger überzeugt von Riberys Einsatzbereitschaft überzeugt: "Wenn er das gepackt hat, werden wir eine sehr interessante Rückrunde sehen.?

Gespräche im März

Gespräche über die Zukunft des Franzosen, der bei Bayern noch bis Sommer 2011 unter Vertrag steht, kündigte Nerlinger für Anfang März an. "Wir werden den Spieler nicht unter Druck setzen. Wir werden uns in Ruhe zusammensetzen und dann sehen, ob wir zusammenfinden."

Letztlich komme es darauf an zu erfahren, was der Spieler wolle. "Natürlich muss am Ende der Verein auch mal hart entscheiden, aber der gegenseitige Respekt ist wichtig."

Laut Nerlinger ist Ribery nur einmal im Sommer 2009 zu den Bayern-Bossen gekommen, um darüber zu informieren, dass er sich in München wohl fühle, es aber "andere Angebote" gebe.

Sport1.de hat weitere Aussagen von Christian Nerlinger aus dem DSF-Doppelpass zusammengefasst.

Der Bayern-Sportdirektor über:

...die Nachfolge von Uli Hoeneß als Manager:

"Ich will den FC Bayern weiter an der Spitze halten - mit welchen Mitteln, da muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich habe sicher insgesamt einen anderen Umgang nach außen, auch mit den Spielern. Ich werde nicht auftreten und den großen Zampano machen. Aber ich traue mir zu, die Verantwortung zu übernehmen und freue mich, für diesen Verein arbeiten zu dürfen."

...eine mögliche Rückkehr von Toni Kroos zum FC Bayern im Sommer:

"Er hat lange Zeit bei uns gespielt und hat jetzt eine herausragende Entwicklung genommen. Aber es muss ein Konzept geben, wie man ihn in die Mannschaft einbaut. Das besprechen wir in aller Ruhe mit allen Beteiligten. Die Zeit dafür ist noch nicht gekommen."

...die Spekulationen um die Verpflichtung von Sami Khedira:

"Sami Khedira ist reine Spekulation. Es hat keinen Kontakt gegeben. Er ist ein guter Spieler, wie all die anderen auch, über die spekuliert wird. Und wir können nicht zu allem Stellung beziehen."

...die Äußerungen von Jupp Heynckes über den FC Bayern:

"Jupp Heynckes kann sagen, was er will - ich werde mich nie ärgern. Ich durfte fünf Wochen mit ihm zusammen arbeiten und das war eine tolle Zeit. Im Großen und Ganzen sehe ich Leverkusen mit Jupp Heynckes als Konkurrent Nummer eins."

...über die Reduzierung des Bayern-Kaders im Winter:

"Wenn ein Spieler die Perspektive nicht sieht und nur auf der Tribüne sitzt, dann ist das nicht förderlich. Deshalb haben wir auch so von Dubai geschwärmt, weil die Stimmung gut war und jeder wieder eine Perspektive sieht zu spielen. Wenn mal die ersten Rückschläge kommen, kann eine große Bank auch zu atmosphärischen Störungen führen."

...den Weggang von Luca Toni:

"Es gab kein Problem zwischen Luca Toni und Louis van Gaal. Wir sind mit Mario Gomez und Miroslav Klose gut aufgestellt und trotzdem hat Luca seine Chancen bekommen. Entstanden ist das Problem erst durch die öffentliche Kritik von Luca am Trainer. Die kann sich ein Trainer nicht gefallen lassen. Luca hat eine tolle Zeit hier gehabt. Wir wünschen ihm alles Gute in Rom und dass er auf den WM-Zug noch aufspringen kann."

... Miroslav Klose:

"Miro drängt gewaltig in die Mannschaft. Er muss konstant trainieren, dann kriegt er Vertrauen in seine Physis und dann ist er ein absoluter Top-Stürmer. Er hat sich in der Phase, in der er nicht gespielt hat, außergewöhnlich verhalten. Er ist ein absoluter Team-Player und ein erfahrener Mann mit außergewöhnlichen sportlichen und vor allem menschlichen Qualitäten."

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