Für DSF-Experte Udo Lattek ist beim Rekordmeister nicht alles eitel Sonnenschein. Auf Wolfsburg sieht er Probleme zukommen.

Hallo Fußball-Freunde,

am Samstag bin ich 75 geworden, den Tag habe ich mit meiner Familie verbracht.

Wir sind Essen gegangen und ich habe selbst bezahlt.

Und natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut, dass am Sonntag im DSF meine Weggefährten Uli Hoeneß, Paul Breitner, Bernd Schuster und Matthias Sammer zu Gast waren.

Als Überraschungsgast kam dann mein Freund Erich Ribbeck, mit dem ja rund sieben Jahre Funkstille geherrscht hat.

Dazu kann ich im Rückblick nur sagen, dass wir bescheuert waren.

Zum aktuellen Geschehen: Aus meiner Sicht birgt die sehr gute Bank bei Bayern auch Gefahren. Die Ersatzleute fangen an zu kratzen, wenn sie nicht spielen.

Wir sind damals in zwei Jahren hintereinander mit 13 Spielern ausgekommen. Ich habe nicht rotiert. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, mit 35 Spielern zu trainieren.

Zur Verletzungsserie von Franck Ribery will ich nichts unterstellen, aber es soll schon vorgekommen sein, dass ein Spieler keinen Bock mehr hat, bei einem Verein zu spielen und dass er dann Widerstand zeigt.

Ich denke, Christian Nerlinger wird als Bayern-Sportdirektor seinen Weg finden. Uli Hoeneß kann man aber nicht kopieren, er ist einmalig.

Im Moment wird auch viel darüber gesprochen, ob Toni Kroos zum FC Bayern zurückkehren soll. Früher war das ja öfter so: Da hat Bayern Spieler gekauft, die man nicht braucht, aber womit man den Gegner schwächen konnte.

Leverkusens Vorteil im Meisterrennen könnte sein, dass die Spieler frischer sind, weil sie nicht international spielen.

Beim noch amtierenden Meister Wolfsburg lauert indes ein Risiko.

Wenn die Mannschaft feststellt, dass durch den Einkauf von Dieter Hoeneß der Einfluss von Armin Veh geschwächt wird, dann wird es gefährlich.

Veh muss sehen, dass sich der Eindruck jetzt nicht festigt. Irgendwas stimmt da in der Truppe nicht. Es geht das Gerücht, dass ihnen die Fitness fehlt und sie nicht alles geben können.

Man muss die Situation jetzt analysieren und eine Lösung finden.

Euer Udo Lattek

Zum Forum - hier mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel