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Kevin Kuranyi erzielte gegen Nürnberg sein neuntes Saisontor © getty

Dem Schalker Stürmer gelingt das Siegtor gegen Nürnberg. Er liefert damit Trainer Felix Magath Argumente, ihn länger zu halten.

Gelsenkirchen - Vom Verkaufsobjekt zum Matchwinner: Der geplatzte Winter-Deal mit Kevin Kuranyi entpuppte sich für Schalke 04 zum Rückrunden-Auftakt gleich als Glücksfall.

Der Ex-Nationalspieler führte die Mannschaft von Trainer Felix Magath gegen den 1. FC Nürnberg mit seinem 1:0-Siegtreffer zurück auf den zweiten Platz.

Dabei wollte Felix Magath den Stürmer eigentlich zum FC Sunderland transferieren.

"Ich beurteile solche Entscheidungen nicht nach 90 Minuten. Aber wenn er jedes Spiel ein Tor schießt, bin ich froh, ihn behalten zu haben", sagte Magath. (DATENCENTER: Bundesliga)

Kuranyi legte Veto ein

Der Trainer und Manager war sich in der Winterpause bereits mit Sunderland über einen Transfer für 3,4 Millionen Euro einig gewesen.

Einzig das Veto von Kuranyi verhinderte den Wechsel in die Premier League. Der Torjäger will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag erfüllen.

"Es war zu keinem Zeitpunkt ein Thema für mich, den Verein zu verlassen. Deshalb war es auch nicht schwierig, mich auf dieses Spiel zu konzentrieren", sagte Kuranyi nach seinem neunten Saisontor.

"Es war kein gutes Spiel von uns"

Und er ergänzte: "Ich habe als Stürmer da gestanden, wo ich stehen musste. Trotzdem war es kein gutes Spiel von uns. Wir müssen uns steigern, wenn wir weiter oben bleiben wollen."

Felix Magath hatte vor kurzem offen zugegeben: "Ich kann Kuranyi kein Angebot machen, weil ich kein Geld habe."

Kuranyi dürfte deshalb wohl nur gehalten werden, wenn Schalke einen Champions-League-Startplatz erreicht.

Zwei Neuzugänge spielen

Die Schalker Winter-Einkäufe zeigten noch nicht die erhoffte sofortige Wirkung. Zwei seiner sieben Neuen oder Rückkehrer ließ Magath zu Beginn auflaufen.

Der Ex-Nürnberger Peer Kluge gab im defensiven Mittelfeld ebenso sein Debüt für die Königsblauen wie der Brasilianer Edu im Sturm. Rückkehrer Alexander Baumjohann fehlte wegen eines Fingerbruchs.

Knochenabsplitterung bei Kluge

Kluge musste allerdings schon in der 35. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Eine erste Diagnose ergab eine Knochenabsplitterung im Sprunggelenk, womit der Mittelfeldspieler erst einmal ausfallen wird. Den Sieg hatte Schalke vor allem Schlussmann Manuel Neuer zu verdanken.

Zweimal lenkte Schalkes Nationaltorwart den Ball mit Weltklasseparaden noch an den Posten.

Großes Lob für Neuer

"Er war in einer herausragenden Verfassung. Ich bin froh, ihn zwischen den Pfosten zu haben und möchte ihn noch viel, viel länger behalten", sagte Magath. Der Trainer war nur mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit der Art und Weise, wie es erreicht wurde.

"Wir hatten unsere Probleme, auch durch den Gegner. Der Club hat uns nicht gut ins Spiel kommen lassen. Deshalb war es ein glücklicher Arbeitssieg", erklärte Magath. So sorgten Kuranyi und Neuer für ein missglücktes Trainerdebüt von Dieter Hecking beim Club.

Der Nachfolger von Michael Oenning konnte die Negativserie der Franken, die ihr fünftes Spiel in Folge verloren, nicht stoppen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist auf fünf Punkte angewachsen.

Hecking: "Wir haben richtig gut gespielt"

Trotzdem keimt bei den Franken Hoffnung.

"Wir haben richtig gut gespielt, hatten aber auch einen guten Torwart gegen uns. Wir müssen nun die Tabelle ausblenden und ein Erfolgserlebnis reinholen", sagte Hecking.

Torwart Raphael Schäfer fügte an: "Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Darauf können wir aufbauen. Es gab eine Menge positive Sachen. Die Mannschaft lebt. Das hat man gesehen. Wir versuchen das Unmögliche möglich zu machen."

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