Huub Stevens lobt in seiner Koumne die Konstanz von Spitzenreiter Bayer und sieht bei Bayern ein Problem in der Ribery-Rückkehr.

Hallo Fußball-Freunde,

die Liga hat wieder losgelegt und eine Erkenntnis gebracht, die Spannung verspricht: Leverkusen lässt sich von den Scharmützeln aus München nicht beeindrucken.

Bayer bleibt ganz ruhig, schaut nur auf die eigene Leistung und hat jede Menge Spaß daran.

Was Leverkusen in dieser Saison leistet, ist einmalig. Es gibt keinen Grund, Druck von außen an sich heran zu lassen.

Zumal ich die Bayern gegen Hoffenheim in der ersten Halbzeit auch nicht sonderlich stark gesehen habe. Da hatten sie viele unnötige Ballverluste.

In der zweiten Hälfte war das besser, auch weil Hoffenheim dem Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zahlen musste.

Da hat Arjen Robben dann gezeigt, was ihn ausmacht: Seine enorme Schnelligkeit mit dem Ball, dadurch ist er immer gefährlich.

In der Rückkehr von Franck Ribery in der nächsten Woche in Bremen sehe ich übrigens ein Problem. Denn eine Mannschaft, die gewinnt, verändert man nicht so einfach.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass Louis van Gaal wechseln wird.

Ribery wird von der Bank kommen, das ist das Beste für alle Beteiligten. Denn so kann er sich langsam wieder an das Wettkampftempo gewöhnen. Schließlich war er eine ganze Weile außen vor.

Bei Werder läuft es zwar im Moment nicht. Aber für Bremen gibt es in dieser Situation nichts Besseres, als als klarer Außenseiter in die Partie gegen Bayern zu gehen. Da kann Werder nichts verlieren.

Ein Ausrutscher von Bayern käme Schalke gelegen. Felix Magath hat wieder eine clevere Aussage gemacht, indem er Bayern schon zur Schale gratuliert und allen Druck auf van Gaal abgewälzt hat.

Natürlich weiß Magath genau, dass seine jungen Spieler ihre Topleistung kaum über eine ganze Saison bringen können. Nach den Winterverpflichtungen hat Schalke aber jetzt einen Kader, der bis zum Ende ganz oben mitmischen kann.

Themawechsel: Der Tabellenkeller. Bei Herthas 3:0 in Hannover hat mich nur die Höhe des Erfolgs überrascht, nicht der Umstand, dass die Mannschaft noch gewinnen kann. Hannover war ein dankbarer Gegner.

Aber da kommen noch ganz andere Kaliber, gegen die Berlin auch punkten muss. Hannover war nur der erste Schritt.

Mit Levan Kobiashvili, Florian Kringe und Theofanis Gekas ist eine ganze Achse aus Abwehr-, Mittelfeldspieler und Stürmer neu reingekommen. Das sind erfahrene Leute, die wissen, was gefragt ist.

Und um die herum kann man eine Mannschaft bauen. Der Weg für Hertha ist noch weit, aber die Hoffnung ist wieder da.

Hannover steckt nun selbst ganz tief drin im Schlamassel. Die Jungs haben das eine oder andere erlebt in den vergangenen Wochen, was sich vielleicht erst jetzt auswirkt.

Die Enke-Tragödie steckt natürlich bei einigen Spielern noch in den Köpfen, das ist doch völlig normal.

Ich bin sicher, dass die Spieler alles dafür tun, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Es ist keine Frage des Wollens. Fraglich ist, ob sie es unter den gegebenen Umständen können.

Abschließend noch ein Wort zu Lukas Podolski. Für ihn ist es nicht einfach, weil alle Kölner Hoffnung auf ihn projiziert wird. Jeder hat erwartet, dass er zu Hause sofort wieder funktioniert.

Aber Lukas sollte sich erinnern, wie er nach oben gekommen ist: Er muss hart an sich arbeiten, um wieder zur alten Stärke zu finden.

Bis dahin!Euer Huub

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