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Tischtuch zerschnitten: Louis van Gaal (l.) will nicht mehr mit Luca Toni zusammenarbeiten © imago

Der Stürmer soll trotz Vertrags nicht mehr für den FCB spielen. Kahn empfiehlt seinem Ex-Klub stattdessen einen anderen Italiener.

Von Martin Volkmar

München - Der Abschied von Luca Toni aus München ist endgültig.

Der FC Bayern den an den AS Rom bis Saisonende ausgeliehenen Stürmer trotz laufenden Vertrags bis 2011 auf keinen Fall zurück.

"Das ist klar, die Situation ist deutlich und ja auch ausreichend dargestellt worden", bestätigte Sportdirektor Christian Nerlinger der "Süddeutschen Zeitung".

Louis van Gaal lehnt eine weitere Zusammenarbeit mit Toni ab, nachdem der Italiener den FCB-Coach wegen seiner häufigen Nicht-Berücksichtigung in der Hinrunde mehrfach öffentlich kritisiert hatte.

Rom will Stürmer bis 2012 binden

Nun will der AS Rom den 32-jährigen Toni nach seinen beiden Treffern beim 3:0 gegen Genua angeblich bis 2012 fest verpflichten inklusive Option auf ein weiteres Jahr.

An der Ablösesumme werden es die Bayern laut Nerlinger auf keinen Fall scheitern lassen, doch für einen Abschluss sei es noch viel zu früh:

"Rom muss ja erstmal abwarten, wohin der Weg führt." (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Nur bei einer Qualifikation für das internationale Geschäft hätte der hoch verschuldete Tabellendritte der Serie A die finanziellen Mittel, Tonis Jahresgehalt von angeblich 3,5 Millionen Euro zu zahlen.

Allerdings gab sich Karl-Heinz Rummenigge zuversichtlich, dass man eine Einigung erzielen kann.

Rummenigge: "Werden eine Lösung finden"

"Wir haben aber eine optimale Beziehung, sowohl zu ihm als auch zum AS Rom, wir werden eine Lösung finden", sagte der Vorstandsboss dem "Corriere dello Sport".

Der frühere Italien-Legionär ist nach wie vor von Tonis Können überzeugt. "Luca ist ein Spieler von großer Qualität. Es ist normal, dass er wieder trifft", erklärte er.

"Die Beziehung zwischen ihm und Trainer Louis van Gaal war nicht gut. Leider hat Luca öffentlich den Coach kritisiert. Die Beziehung wieder herzustellen, wäre nicht einfach gewesen, und die beste Lösung für alle war, Toni sechs Monate lang auszuleihen."

Kahn empfiehlt Buffon-Verpflichtung

Wenn es nach Oliver Kahn geht, sollte aber auch in der nächsten Saison ein Italiener zum Bayern-Kader gehören.

Der Ex-Kapitän empfiehlt dem FCB die Verpflichtung von Welt-Torhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin als Nachfolger von Jörg Butt.

"Bayern hat die höchsten Ziele. Wenn du die erreichen willst, brauchst du auch einen der besten Torhüter der Welt", sagte Kahn der "Sport Bild".

"Bei einem Jüngeren weißt du nicht, ob er einschlagen wird. Wie bei Michael Rensing."

Ein weiterer Kandidat sei für ihn de rrussische Nationaltorwart Igor Akinfejew von ZSKA Moskau. "Der hält Bälle, das sieht man nur ganz selten", erklärte Kahn.

Allerdings sage ihm sein Bauchgefühl, dass die Münchner einen jungen deutschen Torhüter verpflichten werden.

Beckenbauer rechnet nicht mehr mit Neuer

Doch Manuel Neuer, den der Rekordmeister im Sommer unbedingt von Schalke 04 holen wollte, wird dies nach Überzeugung von Franz Beckenbauer nicht sein.

"Felix Magath wird wohl kaum seinen Torwart dem größten Konkurrenten geben", glaubt Bayerns Ehrenpräsident.

Dank dieser Einschätzung hat Beckenbauer sogar kürzlich eine Wette um eine Kiste Wein mit Günter Jauch gewonnen, da der TV-Moderator vor drei Monaten den feststehenden Wechsel Neuers zum FCB in der Winterpause öffentlich verkündet hatte.

"Aber ich kann mir gut vorstellen, die Wette mit halbjähriger Verspätung noch zu gewinnen", sagte Jauch der "Bild".

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