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Diskussion beim Training (v.l.): Mark van Bommel, Arjen Robben und Franck Ribery © imago

Der Niederländer spricht sich für den Verbleib des Franzosen in München aus. Sein Ausraster m Training gegen Lahm ist abgehakt.

Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Am Mittwoch saß er da - mit Schirmmütze und Kapuzenpullover.

Und der Flügelflitzer des FC Bayern lachte herzhaft.

Beim Pressetalk an der Säbener Straße blickte Arjen Robben auf den "Ausraster" gegen Philipp Lahm am Montag im Training (das Video) zurück 144931(DIASHOW: Robbens Karriere).

"Das war gar nichts, nichts war das!", sagte der Niederländer zu Sport1.de, angesprochen auf den Schubser.

"Beim Fünf gegen Fünf geht es aggressiv zur Sache, da passiert das mal. Ich habe ihm die Hand gegeben und umarmt - fertig. Philip ist ein Kollege und Freund."

Auch Lahm betrachtet die Geschichte als abgehakt.

"Wir haben nach dem Training kurz gesprochen, danach war alles erledigt. Das darf man ohnehin nicht überbewerten", bemerkte er auf Nachfrage von Sport1.de.

Alle Augen auf Ribery

Die beiden richteten ihren den Blick stattdessen auf das Spiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) bei Werder Bremen und die bevorstehende Rückkehr von Franck Ribery (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

"Das ist wichtig für die Mannschaft, dass er zurückkommt. Ich bin froh darüber. Franck ist ein Weltklassespieler", betonte Robben.

Auch Lahm erwartet sich vom ersten Auftritt des Franzosen seit knapp vier Monaten einiges.

"Er hebt die Mannschaft auf ein anderes Level, durch ihn haben wir noch mehr Qualität auf dem Platz. Er zieht mehrere Spieler auf sich, dadurch entstehen für die anderen Spieler Freiräume."

"König Franck" hat seit dem 3. Oktober (0:0 gegen Köln) zunächst wegen einer Verletzung an der Patellasehne und zum Rückrundenstart wegen einer Entzündung an beiden großen Zehen nicht mehr gespielt.

Ob Ribery in Bremen von Beginn an auflaufen wird, ließ Coach Louis van Gaal zuletzt noch offen. Im Training versprüht er aber schon wieder Lust und Spaß wie zu besten Zeiten.

Weiterhin unklar ist jedoch, ob der 26-Jährige über die Saison hinaus bleibt oder zu Real Madrid wechselt.

Es gibt nur zwei Optionen: Sein Vertrag in München läuft bis 2011. Entweder er verlängert noch in diesem Frühjahr oder er wird im Sommer verkauft.

Treffen mit Rummenigge

Laut "Sport Bild" fand in der vergangenen Woche ein Treffen zwischen Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Ribery statt, um das weitere Vorgehen zu planen.

So wolle sich der Dribbel-Filou mit den Verantwortlichen zusammensetzen, sobald er zwei, drei Spiele gemacht habe.

Von diesen Gesprächen hinge für die Bayern dann auch ab, so heißt es weiter, wie intensiv sie sich um Bremens Mesut Özil bemühen werden.

Bei Real "nur einer von vielen"

Robben macht sich für den Verbleib von Ribery in München stark. Er rät ihm von einem Wechsel zu Real ab.

"Es ist seine Wahl, aber ich hoffe, dass er hier bleibt. Hier ist er der große Star, da ist er einer von vielen", stellte er klar.

Robben kennt mittlerweile beide Seiten bestens. Im Sommer war er für 25 Millionen Euro von den "Königlichen" zu den Bayern transferiert worden.

Robben fühlt sich pudelwohl

"So unterschiedlich sind die beiden Vereine nicht. Sie sind beide große Klubs", merkte er an.

Ihn selbst zieht so schnell nichts mehr weg aus München. Mit Wohlwollen nahm er zur Kenntnis wie das Selbstvertrauen in der Mannschaft nach dem Champions-League-Coup gegen Juventus stetig wuchs.

Auch er selbst sieht sich auf dem Weg zu alter Stärke. "Ich kann noch besser werden, wenn ich noch mehr Rhythmus habe", betonte der verletzungsanfällige Offensivakteur 158088(DIASHOW: Die Leiden des Glasmannes).

"Die Automatismen sind da"

Das aktuelle Spiel gefällt ihm schon. "Die Automatismen sind da, wir müssen nun unseren Fokus behalten und weiter arbeiten", forderte Robben.

Das sieht übrigens auch Lahm so, der seit seinem kritischen Interview im November innerhalb der Mannschaft enorm an Ansehen gewonnen hat.

"Wir sind auf dem richtigen Weg. Wenn wir weiter unsere Leistung bringen, werden wir am Ende der Saison ganz oben stehen", prophezeite er optimistisch.

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