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Das Hinspiel gewann Stuttgart mit Pogrebnyak (l., mit Krmas) im 4:2 © getty

VfB-Trainer Gross spricht vor dem Derby in Freiburg von "Abstiegskampf pur". Doch die Stuttgarter wollen ihre Serie beim Aufsteiger ausbauen.

Freiburg - Das Prestige-Derby als Abstiegsduell:

Der VfB Stuttgart setzt beim angeschlagenen Aufsteiger SC Freiburg auf den "Gross-Effekt" und will einen weiteren Schritt aus der Gefahrenzone der Bundesliga machen.

"Das ist ein sehr delikates Spiel. Das ist Abstiegskampf pur. Ich hoffe, dass wir weitere Fortschritte machen", sagte VfB-Trainer Christian Gross und unterstrich die Bedeutung der Partie am Freitag (ab 20 Uhr LIVE).

Nach sieben von neun möglichen Punkten unter ihrem Schweizer Coach wollen die Schwaben ihre Erfolgsserie in Freiburg ausbauen, doch Gross sieht weiter höchste Alarmbereitschaft.

Gross lässt keine Euphorie aufkommen

"Wir stehen in der Tabelle nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Wir dürfen jetzt nicht denken, dass schon wieder alles in Ordnung ist", warnte der 55-Jährige.

Nach dem 3:1 zum Rückrundenstart gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg lässt Gross erst gar keine Euphorie aufkommen: "Diese Leistung müssen wir jetzt auch auswärts umsetzen."

Ulreich und Delpierre sind fit

Personell hat Gross vor der Partie gute Nachrichten erhalten.

Sven Ulreich hat seine Gehirnerschütterung aus dem Spiel gegen Wolfsburg nach einem Zusammenprall mit dem Brasilianer Grafite überwunden und kann trotz seines "Blackouts" den rot-gesperrten Jens Lehmann erneut zwischen den Pfosten vertreten.

Zudem steht Kapitän Mathieu Delpierre nach ausgeheiltem Zehenbruch wieder zur Verfügung.

Auch Nationalspieler Thomas Hitzlsperger und Sebastian Rudy haben sich fit zurückgemeldet.

Fraglich ist beim VfB lediglich der Einsatz von Stürmer Cacau, der über Leistenprobleme klagt.

"Das Team ist eine verschworene Einheit"

Sportdirektor Horst Heldt lobte die Entwicklung des VfB unter Gross, der am 7. Dezember 2009 Markus Babbel abgelöst hatte.

"Das Team ist eine verschworene Einheit", sagte Heldt.

Dutt trotz Platz 15 gelassen

In Freiburg bleibt Trainer Robin Dutt trotz vier Spielen in Folge ohne Sieg und der prekären Situation auf Platz 15 gelassen.

"Wir halten uns nun seit Monaten konstant über dem Strich, weil wir immer wieder wichtige Punkte erspielen. Für unsere Gegner ist es auch nicht immer einfach, gegen uns zu spielen", sagte Dutt.

Allerdings haben die Breisgauer vor allem zu Hause bislang große Schwächen gezeigt und als schlechteste Heimmannschaft der Liga erst einmal gewonnen.

Toprak vor Heimdebüt

Zudem fehlen Stürmer Mohamadou Idrissou, der mit Kamerun beim Afrika-Cup im Einsatz ist, sowie die verletzten Pavel Krmas und Neuzugang Hamed Namouchi.

Hoffnungsträger ist U-19-Europameister Ömer Toprak.

Sieben Monate nach seinem schweren Kart-Unfall läuft der Innenverteidiger, der am vergangenen Wochenende beim 0:2 beim Hamburger SV nach seiner Einwechslung in der 65. Minute sein Erstligadebüt feierte, erstmals vor heimischen Fans auf

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

SC Freiburg: Pouplin - Mendy, Toprak, Butscher, Bastians - Banovic, Makiadi - Abdessadki, Caligiuri - Reisinger, Jäger

VfB Stuttgart: Ulreich - Celozzi, Tasci, Niedermeier (Delpierre), Molinaro - Khedira - Hilbert, Hleb, Träsch - Marica, Pogrebnjak

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