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Robin Dutts Vertrag in Freiburg läuft noch bis ins Jahr 2012 © imago

Freiburg empfängt Stuttgart, die Ausgangslage des Derbys war selten so spannend. Dem Verlierer droht der Relegationsplatz.

Von Christian Stüwe

München/Freiburg - Im Breisgau ist Derbyzeit.

Der SC Freiburg empfängt den VfB Stuttgart (ab 20 Uhr LIVE). Und zur normalen lokalen Rivalität kommt diesmal noch eine besondere Brisanz hinzu.

Denn auch der VfB steckt im Abstiegskampf, mit einem Sieg könnten die Freiburger die Schwaben sogar überholen (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

"Es ist ein besonderes Spiel aus verschiedenen Gründen", sagt Freiburgs Trainer Robin Dutt im Gespräch mit Sport1.de: "Der wichtigste Grund ist die Tabellensituation."

Freiburg steht mit 18 Zählern auf Rang 15, der VfB hat einen Punkt mehr und belegt damit den zwölften Rang. "Und dann ist es auch noch ein Lokalderby am Freitagabend unter Flutlicht. Das ist schon etwas Besonderes", sagt Dutt.

Keine Frage, das Derby in Freiburg hatte selten eine so spannende Ausgangslage.

"Der VfB gehört zwar nicht in die Tabellenregion, in der er im Moment steht", sagt Dutt: "Aber es ist nun mal so, dass wir vorbeiziehen, wenn wir gewinnen."

VfB mit sieben von neun Punkten unter Gross

Gegen einen Erfolg der Freiburger spricht allerdings, dass der VfB unter dem neuen Trainer Christian Gross in die Erfolgsspur zurück gefunden hat.

Die Stuttgarter haben sieben von neun möglichen Punkten unter dem Schweizer geholt. Zuletzt wurden Wolfsburg und Hoffenheim besiegt.

Dennoch nimmt der Stuttgarter Trainer weder die Situation, noch das Spiel in Freiburg auf die leichte Schulter.

"Das ist Abstiegskampf pur"

"Das ist Abstiegskampf pur", sagt Gross: "Wir dürfen jetzt nicht denken, dass schon wieder alles in Ordnung ist."

Den Schwaben stehen Jens-Lehmann-Vertreter Sven Ulreich (Gehirnerschütterung) und Innenverteidiger Mathieu Delpierre (Zehenbruch) nach überstandenen Verletzungen wieder zur Verfügung.

Dafür ist der Einsatz von Cacau fraglich.

Bei den Freiburgern fehlen Stürmer Mohamadou Idrissou (Afrika-Cup), sowie die verletzten Pavel Krmas und Neuzugang Hamed Namouchi.

Toprak kehrt in Startelf zurück

Dafür kehrt Ömer Toprak nach seinen bei einem schweren Kartunfall erlittenen Verletzungen erstmals wieder in die Startelf zurück.

Trotz der Ausfälle hat Dutt Vertrauen in seine Mannschaft, die er als "charakterstark und entwicklungsfähig" beschreibt.

Seine Mannschaft sei immer für Spannung gut, nach oben wie nach unten, erklärt Dutt und verweist etwa auf den Auswärtssieg auf Schalke, aber auch auf die teilweise deutlichen Niederlagen.

Dutt: "Die Mannschaft hat großes Potenzial"

"Wir werden gegen Stuttgart vermutlich mit einem Alterschnitt von 23,5 Jahren spielen. Wir werden vier bis fünf Spieler auf dem Platz haben, die aus der eigenen Fußballschule stammen", sagt Dutt.

Die Mannschaft habe "viel Potenzial", so Dutt, er glaube auch, dass es "unangenehm, gegen sie zu spielen" sei.

In Freiburg wurde schon immer eher auf langfristige Entwicklung, denn auf kurzfristigen Erfolg gesetzt. Auch in der aktuellen Situation bewahren die Breisgauer die Ruhe

"Wir haben ein wahnsinnig schweres Programm. Die ersten Spiele sind gegen den HSV, den VfB, Leverkusen und Schalke", führt Dutt aus:

"Da muss man die notwendige Geduld haben. Aber da bin ich ja beim richtigen Klub."

Trotzdem und bei aller Geduld, dem Verlierer des Spiels droht theoretisch der Relegationsplatz.

VfB braucht den Sieg

"Ich glaube, da ist eher eine Belastung für den VfB Stuttgart", vermutet Dutt: "Wir waren vom ersten Spieltag an darauf eingestellt, dass es ein pendeln über und unter dem Strich sein wird."

Denn VfB verortet er normalerweise in anderen Regionen, weshalb der Druck auch bei den Schwaben liege.

"Ich denke, der VfB müsste normalerweise um die internationalen Plätze spielen, anstatt sich mit uns darum zu streiten, wer über dem Strich sein darf", stichelte der 44-Jährige:

Doch genau darum geht es am Freitagabend im Derby.

Und die Freiburger werden alles dafür tun, dem großen Nachbarn ein Bein zu stellen.

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