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Im Dress von Werder Bremen gelangen dem Peruaner Claudio Pizarro bisher 52 Tore © getty

Werder-Krise, Verletzungsprobleme und am Samstag wartet Bayern München. Trotz allem gibt sich Claudio Pizarro zuversichtlich.

Von Daniel Rathjen

München - Fünf Spiele ohne Sieg. Und zuletzt drei Niederlagen.

Am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) steigt der Schlager gegen den FC Bayern (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Zunächst legte Werder Bremen in der Hinrunde eine beeindruckende Sieges-Serie hin, doch mittlerweile befinden sich die Hanseaten in einer Krise.

Zu den sportlichen Problemen gesellten sich dann auch noch das Hick-Hack um die Vertragsverlängerung von Mesut Özil und der Ärger um die Ausbootung von Torsten Frings beim DFB durch Bundestrainer Joachim Löw 110436(DIASHOW: Die Wechselbörse).

Auch bei Claudio Pizarro verlief lange nicht alles nach Wunsch. Der peruanische Stürmer plagte sich wochenlang mit Verletzungssorgen. Nun verpasst er auch den Hit gegen Bayern wegen einer Grippe.

Dabei war Trainer Thomas Schaaf noch am Donnerstag von einem Comeback des Peruaners nach überstandenen Knieproblemen ausgegangen.

Im Sport1.de-Interview äußert sich der Ex-Münchner zur aktuellen Lage, zu Verletzungsproblemen und pikanten Duellen.

Sport1.de: Herr Pizarro, Werder muss gegen Bayern ran - ohne Sie. Dabei hätten Sie bestimmt gerne gegen Ihren Ex-Verein gespielt. Sie hatten in München erfolgreiche Jahre, verbindet Sie noch etwas mit dem Verein?

Pizarro: Natürlich. Ich habe lange dort gespielt und viele Freunde gefunden. Aber ich denke, das ist auch ganz normal.

Sport1.de: Warum steckt Werder im Formloch?

Pizarro: Das ist schwer zu erklären. Ich nenne ich es mal "psychologische Müdigkeit".

Sport1.de: Was heißt das genau?

Pizarro: Wir haben zunächst viele Spiele in Serie gewonnen, waren oben mit dabei, alles war gut und wir waren auf dem richtigen Weg. Dann war die Mannschaft nicht mehr bereit, die nötigen Meter zu laufen. Es wurde zu umständlich gespielt und auch mal zu schön.

Sport1.de: Das heißt, gegen Bayern ist wieder kratzen und beißen angesagt?

Pizarro: Natürlich auch das. Die bedingungslose Bereitschaft ist das, was uns stark gemacht hat und uns auch wieder stark machen wird. Es ist ein reines Kopfproblem. Fit sind wir sowieso.

Sport1.de: Hat Werder in der aktuellen Situation überhaupt eine Chance?

Pizarro: Immer! Doch am Spielplan können wir nichts ändern. Bayern kommt und wir versuchen, das Spiel zu gewinnen. Dass es schwer wird, ist klar. Bayern ist sehr gut drauf und hat gute Spieler. Wir wollen den Heimvorteil nutzen.

Sport1.de: Im Mittelpunkt des Interesses steht auch Ihr Kollege Mesut Özil. Kommt es auf ihn besonders an?

Pizarro: Er kann sich steigern, keine Frage. Aber Mesut ist auch nicht der einzige, der in den vergangenen Spielen schwach war. Alle waren schwach. Wir haben alle verloren. Und erst, wenn wir alle zusammen gut spielen, können wir wieder Erfolg haben.

Sport1.de: Angenommen, Mesut Özil fragt Sie um Rat. Würden Sie ihm einen Wechsel zu Bayern empfehlen?

Pizarro: Er ist sein eigener Herr. Er wird sich alles gut überlegen und dann eine Entscheidung treffen. Fakt ist: Er ist ein guter Spieler und wir brauchen ihn. Momentan spielt er bei Werder. Was in der nächsten Saison passiert, ist jetzt unwichtig.

Sport1.de: Welche taktische Ausrichtung könnte die beste für Bremen sein?

Pizarro: Wir müssen von Beginn an zeigen, dass wir die drei Punkte wollen. Gleich Druck machen. Es ist ein bisschen alles oder nichts, denn diese Begegnung kann richtungsweisend sein. Und wir wollen unbedingt oben dran bleiben.

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