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Louis van Gaal wechselte 2009 von AZ Alkmaar auf die Bayern-Bank © imago

Der FCB-Coach attackiert den Bundestrainer wegen des viertägigen Leistungstests. Löw versteht die Kritik des Niederländers nicht.

München - Bundestrainer Joachim Löw muss sich wegen des viertägigen Leitungstests der deutschen Nationalmannschaft heftige Kritik von Bayern-Coach Louis van Gaal gefallen lassen.

"Ich denke, dass das Wahnsinn ist. Wir bezahlen die Spieler. Vier Tage ist doch nicht normal. Ich muss auch ein Spiel vorbereiten", sagte der Niederländer vor dem Duell in Bremen am Samstag (Sa., ab 15 Uhr LIVE).

Van Gaal stellte den Sinn der Maßnahme komplett infrage: "Wir können die Werte doch auch liefern. Ich habe so etwas noch nie erlebt - und ich habe schon viele Topteams trainiert."

Der FC Bayern, der Samstag nach dem Test auf Mainz 05 trifft, stellt in Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mario Gomez und Miroslav Klose fünf Spieler ab 195637(DIASHOW: Diese Spieler reisen zum Fitness-Test).

Löw versteht Kritik nicht

Löw reagiert mit Unverstädnis auf van Gaals Anwürfe.

"Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Dieser Termin wurde langfristig mit der DFL und den Bundesliga-Vereinen abgestimmt", verteidigt er sich.

"Bei allem Verständnis für die sportlichen Ambitionen von Louis van Gaal: Wir haben ein WM-Jahr, und es liegt im Interesse des gesamten deutschen Fußballs, dass wir unser Team optimal vorbereiten", so der Bundestrainer.

Van Gaal nicht in Stuttgart

Der Bundestrainer will am Montagvormittag auf einer Trainertagung um Verständnis für den Test und seine weiteren WM-Planungen werben. Der Bayern-Trainer fehlt allerdings.

Der Niederländer betreut am Abend in Portugal eine Weltauswahl bei einem Benefizspiel für die Opfer des Erdbebens in Haiti.

Als Vertreter des FC Bayern wird van Gaals Assistent Hermann Gerland nach Stuttgart reisen.

Ribery auf der Bank

Derweil bestätigte van Gaal offiziell, dass Franck Ribery in Bremen zunächst auf der Bank Platz nehmen muss.

"Ein Spieler kann nicht spielen, wenn er nicht trainiert. Das hat auch mit Respekt vor den anderen Spielern zu tun", sagte der 58-Jährige. Wie viele Minuten sein Mittelfeldstar spielen würde, "hängt vom Spielverlauf ab".

Spielpraxis gegen Drittligisten

Ribery hatte sein letztes Bundesligaspiel am 3. Oktober 2009 beim 0:0 gegen Köln absolviert und war danach zunächst wegen einer Entzündung an der Patellasehne und beim Rückrundenstart wegen einer Zehenverletzung ausgefallen.

Erst in dieser Woche stieg der Franzose wieder ins Mannschaftstraining ein und gehört in Bremen erstmals wieder zum Kader.

Für den 26. Januar hat der FC Bayern nun ein Testspiel gegen Drittligist FC Ingolstadt vereinbart, um den Reservisten Spielpraxis zu geben. "Dies ist auch ein gutes Spiel für Franck Ribery. Da kann er 90 Minuten spielen", sagte van Gaal.

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