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Mladen Petric erzielte in 30 Länderspielen für Kroatien 10 Tore © getty

Mladen Petric kehrt mit den HSV erstmals nach Dortmund zurück. Angst vor Pfiffen der BVB-Fans hat der Stürmer aber nicht.

Von Daniel Rathjen

München - Mladen Petric wechselte 2007 vom FC Basel zu Borussia Dortmund und spielte eine starke Saison für den BVB.

Zu Beginn der Saison 2008/09 verabschiedete er sich dann etwas überraschend im Tausch gegen Mohamed Zidan und rund 4,5 Millionen Euro Ablöse zum Hamburger SV.

Am Samstag tritt nun der HSV bei Borussia Dortmund (ab 18.15 Uhr LIVE) an.

Und erstmals nach dem Transfer wird Mladen Petric in den Signal Iduna Park zurückkehren, da er beim Gastspiel der Hamburger in er letzten Spielzeit verletzt fehlte.

Der kroatische Nationalstürmer wird mit Pfiffen rechnen müssen. Doch Angst vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte hat er nicht, viel mehr freut er sich auf das Wiedersehen mit den Dortmunder Fans und den alten Kollegen.

Im Sport1.de-Interview spricht der 29-Jährige über seine Rückkehr, Erinnerungen an seine Dortmunder Zeit und darüber wie er mit dem HSV den Höhenflug des BVB beenden will. (Datencenter: Ergebnisse und Tabelle).

Sport1.de: Herr Petric, laufen Sie mit Ohrstöpseln auf?

Mladen Petric: Nein. Ohrstöpsel brauche ich nicht, ich freue mich auf das Stadion und das Spiel gegen Dortmund. Es werden bestimmt einige Leute da sein, die sich freuen mich zu sehen.

Sport1.de: Geben Sie Ihren Kollegen, die die Atmosphäre in Dortmund noch nicht kennen, ein paar Tipps?

Petric: Nein im Großen und Ganzen sind die jungen Spieler an eine solche Kulisse durch die anderen Stadien in der Bundesliga gewöhnt, obwohl es in Dortmund nochmals etwas lauter ist. Es bringt aber nichts irgendwelche Tipps zu geben, jeder Spieler muss das selbst erleben und diese Atmosphäre genießen.

Sport1.de: Was würde Ihnen ein Sieg emotional bedeuten?

Petric: In erster Linie ist es für uns wichtig, den Anschluss an die Spitze zu halten und die Teams hinter uns von uns zu distanzieren. Also wollen wir in Dortmund auch gewinnen. In zweiter Linie ist es emotional immer etwas Besonderes gegen den Ex-Verein und die Ex-Kollegen zu gewinnen. Genugtuung oder so spüre ich aber nicht.

Sport1.de: Welche Erinnerungen haben Sie an Dortmund?

Petric: Es war das erste Jahr in Deutschland und ich habe sehr gute Erinnerungen an Dortmund. Ich hatte dort ein gutes Jahr, trotz meiner Verletzung. Wir haben den Einzug in den UEFA-Cup geschafft und dann zur Krönung das DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Bayern bestritten. Vor den Fans und ihrer Aufopferung für den Verein und die Mannschaft empfinde ich den größten Respekt, es ist immer schön dort zu spielen. Ich freue mich auch auf viele andere Gesichter in Dortmund, abseits des Fußballs, die ich in meiner Zeit dort kennengelernt habe.

Sport1.de: Wie stufen Sie die aktuelle Form des BVB ein?

Petric: Nach elf Spielen ohne Niederlage und fünf Siegen in Folge haben die Spieler und der Verein natürlich eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Zusätzlich zu dieser Serie kommt der Heimvorteil, daher wird es für uns sicherlich nicht einfach den Höhenflug zu stoppen, aber wir werden uns nicht verstecken und möchten dort Punkte mitnehmen.

Sport1.de: Mit Marc Ziegler steht ein guter Bekannter von Ihnen zwischen den Pfosten. Ist das für Sie ein besonderer Ansporn?

Petric: Nein, wir sind erwachsene Männer - da gibt es keinen besonderen Ansporn. Ich wünsche Marc vor dem Spiel ein gutes Spiel und wenn er nach 90 Minuten kein Tor zugelassen haben sollte, dann gratuliere ich ihm ganz fair dazu.

Sport1.de: Was muss der HSV tun, um gegen Dortmund bestehen zu können?

Petric: Wir müssen ganz klar da anknüpfen, wo wir gerade stehen und nach dem Heimsieg gegen Freiburg nachlegen. Wenn wir aus einer geordneten Abwehr und insgesamt kompakt auftreten, werden wir uns Chancen herausarbeiten. Allgemein sind wir in guter Verfassung, haben gut trainiert und wollen den Schwung sehr gerne weiter mitnehmen. Wir freuen uns sehr, dass jetzt nach und nach die Verletzen wieder zum Team stoßen, das wird gegen Ende der Saison dann sicherlich noch wichtig und wir können weiter angreifen.

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