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Arjen Robben traf mit einem Freistoß zum entscheidenden 3:2 © getty

Der Niederländer entscheidet eine hochspannende Begegnung zu Gunsten der Bayern. Für Bremen sieht's nun schlecht aus.

Bremen - Dank Geburtstagskind Arjen Robben ist Rekordmeister Bayern München an die Tabellenspitze der Bundesliga gestürmt.

Der Niederländer erzielte beim 3:2 (2:1) im Nord-Süd-Schlager bei Werder Bremen den Siegtreffer und sorgte so für den achten Pflichtspielerfolg der Bayern in Serie.

Die Münchener schoben sich zumindest für gut 24 Stunden auf den ersten Rang des Klassements vor. Am Sonntag kann Bayer Leverkusen durch einen Erfolg bei 1899 Hoffenheim jedoch wieder die Spitze der Tabelle übernehmen.

Die seit sechs Punktspielen sieglosen Bremer geraten durch die Niederlage gegen die Bayern derweil immer weiter in die Krise und verlieren die angestrebte Qualifikation für das internationale Geschäft zunehmend aus den Augen.

In der Bundesliga gab es für die Hanseaten nun schon vier Niederlagen nacheinander. Vor 39.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gingen die Platzherren durch das sechste Saisontor von Aaron Hunt in Führung (10.).

Doch Thomas Müller (25.) und Ivica Olic (36.) drehten die Partie noch vor der Pause zu Gunsten der Gäste. Nach dem 2:2 durch Hugo Almeida (75.), konnten die Münchener durch Robben noch einmal antworten (77.).

"Für die Bayern-Fans war es ein tolles Spiel", ärgerte sich Werders Trainer Thomas Schaaf. "Wir haben den Münchnern so viele Chancen erlaubt, das habe ich noch nie gesehen."

Bayern-Coach Louis van Gaal bezeichnete sich dagegen als "sehr glücklichen Trainer. Werder spielt mit viel Risiko. Das haben wir dieses Mal ausgenutzt."

Guter Bayern-Start

Die Bayern, die in der Startformation erwartungsgemäß auf den nach monatelanger Verletzungspause wiedergenesenen Franck Ribery verzichteten, erspielten sich schon in der Anfangsphase ein Chancenplus.

Bereits nach drei Minuten marschierte Robben nach schönem Pass von Mark van Bommel allein auf Werder Bremens Keeper Tim Wiese zu. Der Niederländer scheiterte aber am Außenpfosten.

Nur zwei Minuten später grätschte Bremens Außenverteidiger Clemens Fritz den Ball unfreiwillig in den Lauf von Bayen-Stürmer Ivica Olic. Doch auch Kroatiens Fußballer des Jahres traf nicht ins Tor.

Hunt trifft zum 1:0

Stattdessen nutzten die Gastgeber, die kurzfristig auf ihren grippekranken Stürmerstar Claudio Pizarro verzichten mussten, ihre erste gute Möglichkeiten zur Führung.

Nach einer schönen Kombination durchs Mittelfeld setzte Marko Marin seinen Nationalmannschaftskollegen Hunt in Szene und der Offensivallrounder traf mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel.

Die Bayern konnten den Druck der Anfangsminuten nach dem Rückstand vorerst nicht aufrechterhalten, fingen sich aber schnell wieder und übernahmen erneut das Kommando. In der 25. Minute brachte eine gelungene Ballstaffete über den linken Flügel den Ausgleich.

Olic legt nach

Müller verwertete eine Hereingabe von Bastian Schweinsteiger zum 1:1. Beflügelt vom sechsten Saisontor des Youngsters drängten die Münchener im Anschluss auf die Führung. Nachdem Mario Gomez (27. und 32.) und Robben (31.) gute Chancen nicht verwerteten, machte es Olic besser und besorgte Bayerns 2:1 (36.).

Die Bremer Hintermannschaft machte beim siebten Saisontreffer des Stürmers alles andere als einen souveränen Eindruck. Nach dem Seitenwechsel musste Bayern-Schlussmann Jörg Butt mit Magen-Darm-Problemen in der Kabine bleiben.

Wirklich geprüft wurde der eingewechselte Michael Rensing aber zunächst nicht. Die Münchener hätten durch Robben (52.) und Gomez (54.) hingegen früh für klare Verhältnisse sorgen können. Stattdessen schaffte Almeida mit einem sehenswerten Treffer nochmal für den Ausgleich.

Bei den Platzherren waren Torschütze Hunt und mit Abstrichen Marin die Besten. Im Bayern-Trikot wussten vor allem Robben und Nationalspieler Bastian Schweinsteiger zu überzeugen.

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