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Bayer Leverkusen ist mittlerweile seit 19 Bundesliga-Spielen ungeschlagen © imago

Der Bayer-Coach liest dem Youngster zur Pause die Leviten. Kroos antwortet mit einer starken zweiten Hälfte. 1899 ist frustriert.

Sinsheim - Ausgerechnet Toni Kroos hat Bayern München wieder von der Tabellenspitze der Bundesliga gestoßen (DATENCENTER: Die Tabelle).

Die Leihgabe des Rekordmeisters führte Bayer Leverkusen mit einer weiteren Gala nach nur einem Tag zurück auf Platz eins.

Mit einem Tor und zwei Vorlagen war der 20-Jährige beim souveränen 3:0-Sieg bei 1899 Hoffenheim der überragende Spieler.

Dabei musste Trainer Jupp Heynckes den U-21-Nationalspieler, der im Sommer nach München zurückkehren soll, in der Pause erst auf den richtigen Weg bringen.

Kabinenpredigt von Heynckes

"Ich habe Toni ein paar Worte sagen müssen", berichtete der Bayer-Coach: "Ich habe ihm gesagt, dass er laufstärker sein, mehr am Spiel partizipieren und auch Abwehraufgaben übernehmen muss. Das hat er in der zweiten Hälfte besser gemacht."

Teamkollege Manuel Friedrich war begeistert von der Leistung des Youngsters:

"Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schwach gespielt. Toni hat uns den Sieg gerettet", sagte der Innenverteidiger.

Erstes Bundesliga-Tor von Hyypiä

Mit Kroos, der nun in den letzten vier Bayer-Spielen an neun Toren beteiligt war, steigerte sich das gesamte Team.

Obwohl schon vor der Pause durch das erste Bundesliga-Tor von Sami Hyypiä (11.) mit 1:0 in Führung, dominierten die Leverkusener erst richtig im zweiten Durchgang 195964(die Bilder).

WM-Aspirant Kroos sorgte mit seinem achten Saisontreffer (51.) unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw für die Entscheidung, zudem leitete er das 3:0 durch Tranquillo Barnetta ein (72.).

"Mannschaft steht zu Recht da oben"

Mit der zweiten Hälfte war auch Heynckes zufrieden. "Ich habe in der Pause gesagt, dass wir mehr Initiative übernehmen müssen. Das hat die Mannschafft sehr gut umgesetzt, dann haben wir unsere Klasse ausspielen können."

"In der zweiten Halbzeit war zu sehen, dass die Mannschaft zu Recht da oben steht."

Der Bayer-Coach erwartet aber nicht nur einen Zweikampf mit Bayern München: "Es sind vier, fünf Mannschaften, die oben mitspielen."

Hoffenheim droht der Absturz

Für Hoffenheim sind dagegen nach der sechsten Partie in Folge ohne Sieg die oberen Tabellenregionen in weite Ferne gerückt.

"Langsam wird es schon eng. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht runterrutschen", sagte Nationalspieler Andreas Beck: "Wir müssen den Blick nach unten richten. Denn das internationale Geschäft ist weit, weit weg."

Carlos Eduardo in der Krise

Das Team von Ralf Rangnick brach nach einer flotten ersten Halbzeit nach dem Wechsel förmlich ein.

Sinnbild für die Krise ist Carlos Eduardo. Der Brasilianer befindet sich in einem Leistungsloch und tauchte auch gegen Leverkusen über weite Strecken ab.

Folglich wechselte Rangnick den Nationalspieler, der allerdings auch angeschlagen in die Partie ging, nach 75 Minuten aus und ersetzte ihn durch den erst 18-jährigen Manuel Gulde.

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