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Lorenz-Günther Köstner übernahm am 1.1.2009 als Trainer die Amateure des VfL © imago

Im Interview mit Sport1.de spricht Interimstrainer Köstner über die Lage in Wolfsburg und eine Weiterbeschäftigung als Chefcoach.

Von Christian Ortlepp

München/Peschiara - Achteinhalb Jahre nach dem Abstieg mit der Spvgg Unterhaching kehr Lorenz-Günther Köstner in die Bundesliga zurück.

Der 57-Jährige soll nach der 2:3-Heimniederlage gegen Köln die sportliche Talfahrt des VfL Wolfsburg in der Bundesliga stoppen. (DATENCENTER: Die Tabelle)

"Das Wichtigste ist jetzt, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren. Damit meine ich, dass wir wieder Erfolgserlebnisse feiern", sagte Köstner zu Sport1.de.

Nach einem Telefonat mit VfL-Manager Dieter Hoeneß reiste der Trainer der Wolfsburger U 23 am Montagabend vom Trainingslager der Reserve in Peschiara am Gardasee zurück nach Deutschland.

Jetzt muss er die Profis auf das wichige Auswärtsspiel am Freitag beim beim Hamburger SV einstellen und könnte auch danach noch als Interimscoach im Amt bleiben.

"Es ist denkbar, dass er länger bleibt", sagte Hoeneß, der in aller Ruhe nach einem neuen Chefcoach suchen will.

Bei Sport1.de spricht Köstner über die Lage in Wolfsburg, seine Rückkehr auf die Bundesliga-Trainerbank und eine eventuelle Weiterbeschäftigung als Chefoach.

Sport1.de Herr Köstner, Gratulation zur Rückkehr auf die Bundesliga-Trainerbank! Wann haben Sie von Ihrem Comeback erfahren?

Lorenz-Günther Köstner: Ich habe es kurz vor dem Nachmittags-Training mit meinem Team erfahren. Ich saß mit meinem Assistenten Alexander Strehmel zusammen, wir sind die Einheit durchgegangen. Dann war der Dieter (Hoeneß, Anm.d.Red.) am anderen Ende der Leitung.

Sport1.de Und Ihnen ist das Handy aus der Hand gefallen?

Köstner: Nein, das hatte ich sicher in der Hand. Er hat mich nur von den Ereignissen in Wolfsburg unterrichtet und mir mitgeteilt, dass man sich für eine interne Lösung ausgesprochen hat. Dann ich bin auf den Trainingsplatz zu meiner Mannschaft.

Sport1.de Haben Sie sofort alles stehen und liegen lassen?

Köstner: Ja, natürlich. Nach dem Training habe ich mich von meinen Jungs verabschiedet, bin ins Hotel gerannt. Kurz Duschen, schnell packen und ab zum Flughafen. Am Sonntag bin ich von Berlin nach Mailand geflogen, einen Tag später die selbe Strecke zurück.

Sport1.de: Freuen Sie sich über Ihr Comeback auf der Bundesliga-Bühne?

Köstner: Die Frage ist eigentlich überflüssig. Denn jetzt geht es nicht um mich, sondern um den VfL Wolfsburg und die Mannschaft. Wir haben sieben Spiele nicht gewonnen. Eine Verunsicherung ist da, aus welchen Gründen auch immer.

Sport1.de Haben Sie eine Erklärung für die teils desolaten Leistungen?

Köstner: Warum und wieso die Mannschaft die gewünschten Leistungen nicht abrufen konnte, ist jetzt nicht das Thema. Das Wichtigste ist, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren. Damit meine ich, dass wir wieder Erfolgserlebnisse feiern!

Sport1.de Sollten Sie Erfolge feiern, verlängert sich dann Ihre Comeback-Dauer?

Köstner: Ich habe mit dem Dieter noch kein längeres Gespräch geführt. Dazu hat die Zeit noch nicht gereicht. Er hat mir nur gesagt, ich soll jetzt so schnell wie möglich zurückfliegen. Und ab Dienstag werde ich die Mannschaft auf das Spiel gegen den Hamburger SV vorbereiten.

Sport1.de Zum Einstand ein Sieg ? das ideale Geburtstagsgeschenk für Ihren 58. Geburtstag am Samstag?

Köstner: Nicht nur für mich. Sondern viel mehr für meinen Verein.

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