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Christoph Preuß (l., gegen Breno) bestritt 131 Bundesligaspiele und erzielte 8 Tore © imago

Während Frankfurts neue Sturm-Hoffnung präsentiert wird und es "kaum erwarten" kann, muss Preuß seine Karriere beenden.

Frankfurt/Main - Bei Eintracht Frankfurt lagen am Donnerstag Freude und Trauer nah bei einander.

Während der neue Stürmer Halil Altintop vorgestellt wurde, musste Christoph Preuß sein Karriereende verkünden.Und auch Torwart Oka Nikolov möchte Frankfurt verlassen.

Bei den Hessen überschlagen sich kurz vor dem Heimspiel am Samstag (Sa., 15 Uhr LIVE) gegen den 1. FC Köln die Ereignisse - einer guten Nachricht stehen somit zwei schlechte gegenüber.

Für große Erleichterung bei Trainer Michael Skibbe sorgte die Verpflichtung von Halil Altintop als Schnäppchen im Winterschlussverkauf.

Der zuletzt bei Schalke 04 nur im zweiten Glied stehende türkische Nationalspieler trainierte am Donnerstag bereits mit und steht am Samstag im Kader des Tabellensiebten.

Vertag bis zum Sommer

"Ich kann es kaum erwarten. Für mich ist es wichtig, dass ich wieder spiele. Es ist so etwas wie ein neuer Anfang, weil ich in den letzten sechs Monaten kaum gespielt habe", sagte der 27-Jährige, dessen Vertrag allerdings zunächst nur bis zum Saisonende läuft.

Optionen auf eine Verlängerung gibt es nicht.110436(DIASHOW: Wechselbörse)

Altintop soll länger bleiben

Trotzdem plant der Frankfurter Vorstands-Vorsitzende Heribert Bruchhagen offenbar langfristig mit dem 32-maligen Nationalspieler, der seinen Kontrakt mit Schalke am Mittwoch aufgelöst hatte.

"Wir haben das Ziel, über den 30. Juni hinaus mit Halil zusammenzuarbeiten. Alle drei Seiten sind mit der Lösung sehr zufrieden", meinte Bruchhagen.

Skibbe bekommt geforderte Verstärkung

Damit bekam Skibbe kurz vor dem Ablauf der Wechselperiode am 31. Januar doch noch die von ihm vehement geforderte Verstärkung im Angriff.

Der ehemalige DFB-Trainer hatte zuletzt wegen ausbleibender Verpflichtungen - der umworbene Theofanis Gekas ging zu Hertha BSC Berlin - Kritik am Eintracht-Vorstand geübt und wegen Perspektivlosigkeit sogar mit Rücktritt gedroht.

Ersatz für Amanatidis und Fenin

Der frühere Kaiserslauterer Altintop, der in 187 Bundesligapartien 44 Tore erzielte, soll nach dem Ausfall der Langzeitverletzten Ioannis Amanatidis (Knie-OP) und Martin Fenin (Hüft-OP) als Torjäger in die Bresche springen.

Skibbe: "Halil hat schon in der Bundesliga gezeigt, dass er ein gefährlicher Stürmer sein kann."

Preuß muss aufhören

Trotz des Transfers konnte sich Skibbe am Donnerstag nicht so recht freuen. Zu tief traf den Coach das vorzeitige Karriereende von Preuß.

Der frühere U-21-Nationalspieler warf das Handtuch, weil nach einem Meniskusanriss die insgesamt fünfte Operation an seinem rechten Knie wohl unausweichlich ist.

"Ich bin enttäuscht, aber nicht traurig. Mir war klar, dass ich das Ganze beenden werde, wenn nochmal eine OP droht. Unter den gegebenen Umständen ist es mit Blick auf die Zukunft das Beste für das Knie und meine Gesundheit", sagte der 28-jährige Preuß.

Nur drei kurze Einsätze nach Comeback

Preuß hatte erst Ende 2009 nach einer rund zweijährigen Pause sein Bundesliga-Comeback gefeiert. Der Mittelfeldspieler war seitdem zu drei kurzen Einsätzen gekommen.

Zuletzt wurde er am vergangenen Samstag im Spiel beim 1. FC Nürnberg (1:1) eingewechselt. Bruchhagen will mit dem Vorstand beraten, inwieweit man Preuß in Zukunft in die Arbeit des Klubs einbinden kann.

Keine Vertragsauflösung für Nikolov

Dagegen liegt die Zukunft von Nikolov nicht mehr in "Mainhattan". Was für reichlich Brisanz sorgt, denn die Frankfurter lehnten die vom Stammkeeper erbetene sofortige Vertragsauflösung bislang ab.

Dem 35-Jährigen, der seit 1991 bei der Eintracht spielt und dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, liegt ein lukratives Dreijahresangebot des US-amerikanischen MLS-Klubs Red Bull New York vor.

"Hat mir die Entscheidung für Amerika leichter gemacht"

Allerdings beginnt die Saison in Übersee bereits Ende März.

Nikolov hat eine Vertragsverlängerung bei den Hessen bereits abgelehnt, da der Vorstand dem "ewigen Oka" nach dessen Karriereende keinen Job im Umfeld des Klubs zusichern wollte.

"Eintrachts Angebot hat mir die Entscheidung für Amerika leichter gemacht", sagte Nikolov.

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