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Bleibt er, geht er? Mark van Bommel (r.) mag bei Franck Ribery nichts ausschließen © getty

Van Bommel wünscht sich die Rückkehr des Franzosen in Bayerns Startelf - zugleich schürt er Gerüchte um Riberys Abgang.

Von Christian Paschwitz

München - Es ist das alte Spiel: Dafür, dass er wieder mal nicht spielt, spielt Franck Ribery trotzdem eine ungemein große Rolle.

Zum einen als Gesprächsthema für die erwartungsfrohen Fans des FC Bayern.

Weil der Franzose nämlich auch am Samstag gegen den FSV Mainz (15 Uhr LIVE) nach knapp vier Monaten Verletzungspause mit einem Einsatz von Beginn an auf sich warten lässt.

Zum anderen aber auch für Riberys Teamkollegen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Van Bommel befeuert Wechsel-Thema

Denn nun hat Mark van Bommel die Diskussion um einen Abgang des Mittelfeld-Dribblers im Sommer abermals angestoßen.

Der Bayern-Kapitän mag den Wechsel zu Real Madrid im Sommer keineswegs ausschließen, "Franck hat die Qualität, dort zu spielen."

Van Bommel hofft zwar, "dass er in München bleibt. Ich habe ihn lieber hier". 110436(DIASHOW: Wechselbörse)

Ribery aktuell verzichtbar

Zwischen den Zeilen ist aber zu erahnen, dass sich die Bayern vorbereiten auf den Tag X - und Ribery bisweilen auch für verzichtbar erachtet wird.

"Er gibt 100 Prozent und drängt in die Mannschaft. Aber man hat in Bremen gesehen, dass er mit dem Wahnsinnstempo in diesem Spiel noch nicht so mithalten konnte", sagt van Bommel.

Mehr noch: "Der Trainer hat derzeit keinen Grund, etwas an der Startelf zu ändern." Wenngleich Ribery einen "sehr positiven" Eindruck mache und "ein gesunder Ribery in die erste Mannschaft gehört".

Robben sieht's anders

Im Titel-Fernduell mit Bayer Leverkusen geht's indes auch so, zumindest für van Bommel.

Ganz anders sieht das Arjen Robben und dessen Vater sowie Berater Hans in der "Bild": "Für Arjen ist es sehr wichtig, dass Franck Ribery wieder von Beginn an spielt. Dadurch wird das Bayern-Spiel noch variabler."

Die Einschätzung ist durchaus eigennützig: "Wenn ein ähnlicher Spielertyp wie Arjen auch auf der anderen Seite agiert, muss der Gegner sich mehr verschieben, kann sich nicht nur auf Arjen konzentrieren. Dadurch öffnen sich noch mehr Räume für ihn. Daher denke ich, dass es für Arjen mit Ribery besser ist."

Bei van Gaal trotzdem nur Joker

Bayern Coach Louis van Gaal hatte zuvor dennoch erklärt, Ribery gegen Mainz allenfalls die Jokerrolle zukommen zu lassen. Ungeachtet dessen 20 Minuten Einsatzzeit in Bremen (3:2) sowie 61 Minuten im Test am Dienstag gegen Ingolstadt (2:0).

"Ich denke, dass er nicht fit ist. Das dauert noch", meinte der Niederländer und ergänzte bei Sport1.de:

"Für die Bundesliga wäre es nicht gut, wenn ein Spieler zwei Monate nicht trainieren kann, dann wieder spielt und es ist kein Problem für ihn."

Da mag Ribery noch so häufig betonen, dass er zwar noch nicht bei 100 Prozent sei, nun aber Wettkampfrhythmus brauche und mindestens eine Halbzeit lang gegen Mainz ran möchte.

Mainz-Pleite wurmt noch immer

Einen Tag vor der Aufgabe gegen die Rheinhessen, die die Münchner im Hinspiel mit einem 1:2 in die Krise stürzten, stößt das auf taube Ohren.

"Wenn ich Mainz höre, denke ich sofort an die Niederlage im Hinspiel. Sie ärgert mich noch immer", so van Gaal.

Und weiter: "Es war das erste Spiel, das ich mit Bayern verloren habe. Und es war das einzige Spiel, bei dem meine Spieler nicht mit 100 Prozent bei der Sache waren. Das hat mich damals sehr enttäuscht."

Unklare Vertragssituationen

Umso mehr bemühen sich die Bayern deshalb öffentlich, den Fokus aufs Wesentliche zu richten. "Wir konzentrieren uns nur auf unsere Spiele. Das hat in den letzten Wochen gut funktioniert", sagt van Bommel.

Dass die Situation von Einzelnen wie Ribery das Kollektiv belasten könnte, wird an der Säbener Straße ausgeschlossen:

"Da habe ich überhaupt keine Sorgen", zerstreut Sportdirektor Christian Nerlinger auf der Bayern-Homepage auch Bedenken hinsichtlich der im Sommer auslaufenden Verträge von Jörg Butt, Daniel van Buyten und van Bommel.

Nerlinger bleibt gelassen

"Unsere Spieler sind nicht so sensibel, dass sie mit dieser Situation nicht umgehen könnten. Alle wissen, dass große sportliche Herausforderungen auf uns warten."

Ob nun mit oder ohne Ribery.

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