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Bayerns Arjen Robben setzt sich in dieser Szene gleich gegen drei Gegenspieler durch © getty

Der FC Bayern schlägt Mainz und bleibt in der Erfolgsspur: Er hat zumindest bis Sonntagabend wieder die Tabellenführung inne.

Aus der Allianz Arena berichtet Mathias Frohnapfel

München - Es war ein hartes Stück Arbeit.

Doch am Ende hatte der FC Bayern zumindest bis zum Leverkusen-Spiel am Sonntag die Tabellenspitze in der Bundesliga erobert. Die Münchner besiegten den FSV Mainz mit 3:0 (0:0).

Die Tore erzielten Daniel van Buyten, Mario Gomez und Arjen Robben.

Der Aufsteiger wehrte sich lange tapfer, schaffte es aber anders als beim überraschenden 2:1-Sieg im Hinspiel nicht, dem Rekordmeister die Punkte abzutrotzen.

"Das war unser bestes Heimspiel. Wir haben gegen eine verteidigende Mannschaft sehr viele Chancen kreiert. Wir haben in Ballbesitz sehr gut gespielt und sehr schöne Tore erzielt. Ich habe einen sehr guten FC Bayern gesehen", lobte Bayern-Trainer Louis van Gaal sein Team.

"Bestes Heimspiel"

Sein Mainzer Pendant Thomas Tuchel resümierte: "Es wäre selbst fraglich gewesen, etwas Zählbares mitzunehmen, wenn wir über uns hinausgewachsen wären. Wir waren gegen eine Klassemannschaft chancenlos, das muss man neidlos anerkennen."

Die Münchner starteten furios in die Partie, vor allem Arjen Robben war auf der rechten Seite enorm viel unterwegs. Der Niederländer riss immer wieder tiefe Löcher in die Mainzer Abwehr und marschierte für einige seiner gefährlichen Hereingaben bis zur Grundlinie.

So auch in der fünften Minute. Doch bei dem Pass auf Mario Gomez war Nikolce Noveski zur Stelle und bedrängte den Bayern-Stürmer erfolgreich.

Dominant von Beginn an

Wenig später probierte es Bastian Schweinsteiger (7.) mit einem Hammer aus der Distanz, doch der Mainzer Keeper Heinz Müller war hier ebenso aufmerksam wie bei einem Schuss von Robben (17.).

Die Bayern hatten das Spiel zu dem Zeitpunkt so klar unter Kontrolle, dass Keeper Jörg Butt zwischenzeitlich im Tor bei bitterkalten Temperaturen fast einzufrieren drohte.

Dann durfte sich Butt aber in Bewegung setzen: Noveski hatte Thomas Müller im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Babak Rafati entschied sofort auf Elfmeter.

Butt patzt vom Punkt

Butt trabte in Seelenruhe übers Feld und vergab! Der schwach geschossene Elfmeter (32.) war eine leichte Beute für den Mainzer Keeper. Es blieb bis zur Pause torlos.

Dabei erarbeiteten sich die Münchner 21 Torschüsse und ließen beste Gelegenheiten aus. Gomez setzte etwa einen Ball nach klasse Robben-Zuspiel (30.) nur an den Pfosten.

Und Ivica Olic blieb ein Strafstoß versagt.

Noveski spielte im Strafraum vor dem Kroaten den Ball mit der Hand (42.) und hatte Glück, dass der Referee dies übersah.

Die Mainzer besaßen auf der anderen Seite durch einen Konter die beste Chance, doch Butt machte den vergebenen Strafstoß wieder gut und klärte vor Aristide Bance mit einem Sprint 18 Meter vor dem Bayern-Tor.

Vom Mainzer Neuzugang Jan Simak war wenig zu sehen.

Van Buyten bricht den Bann

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie der erste Durchgang, erneut setzte Robben mit einem Schussversuch von der Strafraumkante den ersten Akzent (47.). Es schien, als ob das Tor der Mainzer vernagelt wäre.

"Den Mannschaftsbus" vors eigene Gehäuse zu stellen, das war ja vor dem Spiel der scherzhafte Plan des Mainzer Trainers Thomas Tuchel.

Die Bayern brauchten daher die pure Willenskraft von Innenverteidiger Daniel van Buyten, um die Führung zu erzielen. Der Belgier erledigte den Job per Kopfball (57.) und hatte das Glück des Tüchtigen, dass der Ball Keeper Müller auf dem schneeglatten Boden durch die Finger und Hosenträger glitt.

Schwung mit Ribery

Und die Bayern-Fans unter den 69.000 Zuschauern jubelten gleich darauf. Der sehnlich erwartete Franck Ribery kam für Ivica Olic aufs Spielfeld.

Mit dem roten Ball, der mit dem einsetzenden Schneetreiben aufs Feld gekommen war, hatten die Münchner allerdings im Abschluss noch immer kein Fortune. Nach van-Bommel-Flanke klatsche so ein Kopfball von Schweinsteiger nur an die Querlatte (67.).

Auch Ribery bekam kurz darauf den Applaus der Fans, als er auf der linken Seite in ICE-Geschwindigkeit seine Mainzer Gegenspieler stehen ließ. Seine Vorlage fand jedoch keinen Abnehmer.

Besser machte es Philipp Lahm mit seinem feinen Querpass auf Gomez, der in der 75. Minute aus kurzer Distanz auf 2:0 erhöhte. Die FCB-Anhänger stimmten da bereits Freudengesänge an, der wenig überraschende Inhalt: der Traum von der nächsten Meisterschale.

Robben steigerte schließlich die Festtagsstimmung noch mit einem Freistoßtor (86.) zum Endstand.

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