vergrößernverkleinern
Thomas Hitzlsperger wechselte 2005 von Aston Villa zum VfB Stuttgart © getty

Der frühere Kapitän verlässt den VfB Stuttgart, um seine WM-Chance zu wahren. In Rom erwartet Hitzlsperger Abstiegskampf.

München - Nationalspieler Thomas Hitzlsperger will seine WM-Chance retten und wechselt daher vom VfB Stuttgart zu Lazio Rom.

"Es ist ein Privileg, in einer Top-Liga im Ausland zu spielen. Und ich möchte die gute Tradition der Deutschen, die in Italien erfolgreich gespielt haben, fortsetzen", sagte Hitzlsperger am Sonntag nach seiner Rückkehr aus Rom.

Der frühere VfB-Kapitän, der in der Planung des neuen Trainers Christian Gross keine Rolle spielte, unterschrieb beim abstiegsbedrohten zweimaligen italienischen Meister einen Vertrag bis zum Saisonende.

Bundestrainer Joachim Löw persönlich hatte dem 28-Jährigen zum Last-Minute-Wechsel geraten.

"Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ich hatte eine sehr schöne Zeit beim VfB, die mir immer in guter Erinnerung bleiben wird", sagte Hitzlsperger am Sonntag der "Welt".

Erstes Training in Rom am Dienstag

Der Mittelfeldspieler verbrachte das Wochenende in Rom, kehrte am Sonntag noch einmal nach Stuttgart zurück und soll am Dienstag erstmals mit seiner neuen Mannschaft trainieren.

Der VfB erhält vom früheren Europapokalsieger Lazio angeblich eine Ablöse in Höhe von rund einer Million Euro.

"Es fiel uns nicht leicht, Thomas gehen zu lassen, da er ein Spieler ist, der sich mit dem Verein sehr identifiziert hat", sagte VfB-Manager Horst Heldt auf der Homepage des Bundesligisten.

Abstiegskampf in Rom wartet

In Rom erwartet Hitzlsperger eine äußerst ungemütliche Atmosphäre. Lazio kämpft als Tabellen-15. derzeit gegen den Abstieg aus der Serie A, die Fans gehen auf die Barrikaden.

Beim 1:1 gegen Chievo Verona am vergangenen Wochenende straften die Tifosi die Mannschaft mit 15 Minuten Schweigen ab.

Anschließend beschimpften sie Trainer Davide Ballardini und die Vereinsführung und forderten personelle Konsequenzen.

Löw hatte zu Wechsel geraten

Bundestrainer Löw hatte Hitzlsperger verdeutlicht, dass seine Chancen auf eine Nominierung für den deutschen WM-Kader schwinden würden, falls er in der Rückrunde nicht regelmäßig zum Einsatz komme.

Für den VfB absolvierte der 51-malige Nationalspieler seit seiner Verpflichtung 2005 125 Bundesligaspiele (20 Tore).

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel