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Nuri Sahin (r.) führte Dortmund in Stuttgart als Kapitän aufs Feld © imago

Der BVB-Coach hadert vor allem mit der schwachen ersten Halbzeit seiner Mannen. Der VfB will wieder zu einer "Heimmacht" werden.

Stuttgart - Als die beeindruckende Siegesserie gerissen war, reagierte Jürgen Klopp relativ gelassen:

"Eine Niederlage fühlt sich immer gleich an und tut immer gleich weh. Ansonsten hat das aber keine Auswirkungen", sagte der Trainer von Borussia Dortmund nach dem 1:4 (0:1) beim VfB Stuttgart.

Der 42-Jährige ärgerte sich in erster Linie über die schwache erste Halbzeit seiner Mannen. "Zu Beginn waren wir überhaupt nicht im Spiel. Wir haben uns die Niederlage selbst eingebrockt", so der Coach.

Während die Schwaben somit ihre Serie auf vier Siege ausbauten, kassierte der BVB nach zuvor sechs Erfolgen die erste Niederlage seit mehr als vier Monaten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Unter Gross noch immer unbesiegt

Klopp hielt sich mit Kritik an seiner Mannschaft, die in der Schlussphase einbrach, allerdings zurück.

"Man hat gesehen, dass wir nur dann erfolgreich sein können, wenn wir von Anfang an die ganze Kraft auf den Platz bringen", meinte er.

Derweil ist der VfB unter dem neuen Trainer Christian Gross noch immer unbesiegt - und wirkt inzwischen keineswegs mehr wie ein Team, das um den Klassenerhalt bangen muss.

"Wir haben heute von Anfang an gezeigt, dass wir der Herr im Hause sind", resümierte Kapitän Sami Khedira, und ergänzte. "Wir wollen zuhause wieder eine Macht werden."

Imponierender Endspurt

Mit einem imponierenden Endspurt setzte sich der VfB verdient auch gegen Dortmund durch und verbesserte sich auf den zehnten Tabellenplatz.

Nachdem es nach 76 Minuten noch 1:1 gestanden hatte, trafen Zdravko Kuzmanovic (77.) sowie Ciprian Marica (86.), der in der 48. Minute einen Foulelfmeter an die Latte geschossen hatte.

Christian Träsch (89.) in der Schlussphas setzte dann noch das i-Tüpfelchen drauf.

"Das war ein gebrauchter Tag"

Ein Eigentor von Felipe Santana in der 14. Minute hatte die erste Niederlage des BVB seit dem 0:1 gegen den Erzrivalen Schalke 04 am 26. September eingeleitet.

Dortmunds zwischenzeitlicher Ausgleich ging auf das Konto von Lucas Barrios (58.). 198232(DIASHOW: Die Bilder des Spieltags)

"Das war heute ein gebrauchter Tag", sagte Abwehrspieler Patrick Owomoyela nach Abpfiff. "Wir hatten nach dem Elfmeter das Momentum auf unserer Seite, machen den Ausgleich und dann sowas. Das darf nicht passieren."

Torwartfehler von Ziegler

Für Klopp dagegen war der 1:2-Freistoßtreffer durch Kuzmanovic die spielentscheidende Szene - dabei sah Keeper Marc Ziegler nicht wirklich gut aus.

"Der Ball geht klar in die Torwarteck. Das weiß auch Marc. Dennoch war der Freistoß auch gut geschossen", so der Coach.

Am Ende wäre laut klopp dann aber sogar ein Unentschieden verdient gewesen. "Nach der Pause haben wir dann unser wahres Gesicht gezeigt."

Lob für Marica und Progrebnyak

Auf Stuttgarter Seite überzeugte vor allem das Sturmduo Marica/Progrebnyak.

"Die beiden harmonieren immer besser. Sie treten langsam aus dem Schatten von Mario Gomez", stellte VfB-Coach Gross fest.

Leidtragender war einmal mehr Cacau, der in der vergangenen Saison einen Stammplatz innehatte, aktuell aber kaum mehr zum Zug kommt.

Der eingewechselte Kuzmanovic dagegen sorgte für reichlich frischen Wind und darf sich fortan Hoffnungen auf die Startelf machen.

"Vielleicht darf er bald von Beginn an ran. Er ist ein sehr intelligenter Spieler", lobte Gross den Serben.

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