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Sami Hyypiä (M.) erzielte gegen Freiburg sein zweites Bundesligator © imago

Der Tabellenführer gibt sich nach dem Freiburg-Sieg weiter kleinlaut. Derweil könnte ein Ersatzspieler zum Problemfall werden.

Leverkusen - Die Kampfansagen und Parolen aus München lassen Bayer Leverkusen kalt:

Der Herbstmeister hat den nächsten Angriff des Rekordmeisters FC Bayern locker gekontert und dank eines Dreierpacks innerhalb von fünf Minuten mit Bravour seine Tabellenführung verteidigt.

Die Elf von Trainer Jupp Heynckes bezwang den SC Freiburg 3:1 (3:0) und liegt damit weiter zwei Punkte vor den Bayern (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dennoch bleiben vollmundige Ansagen an die Konkurrenz weiter aus.

"Zu früh, vom Titel zu sprechen"

"Für uns ist es noch zu früh, vom Titel zu sprechen. Wir holen unsere Punkte, das klappt schon ganz gut", sagte die Bayern-Leihgabe Toni Kroos. "Wir verfolgen weiter unsere Ziele und werden davon auch nicht abweichen."

Auch für Heynckes ist das Thema Titel weiter tabu: "Über die Meisterschaft reden wir nicht, das überlassen wir den Medien und den Fans."

Die Leverkusener traten erneut imponierend ruhig auf und sind in dieser Saison weiter ungeschlagen. Freiburg wartet dagegen seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg und hat als 15. nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang.

35 starke Freiburger Minuten

Dabei hatte der Sport-Club 35 Minuten lang dagegengehalten.

"Ich würde gerne die folgenden fünf Minuten aus dem Spiel schneiden, dann würde ich meiner Mannschaft eine ziemlich gute taktische Leistung bescheinigen", sagte Trainer Robin Dutt. Auch in der zweiten Halbzeit habe sein Team weiter dagegengehalten und so das Ergebnis im Rahmen gehalten.

Heynckes überraschte das forsche Auftreten der Gäste keineswegs.

"Freiburg ist eine sehr lauf- und kampfstarke Mannschaft und genau das haben sie auch heute gezeigt", zollte der Trainer dem Gegner Respekt.

Kießling beendet Torflaute

Vor 26.000 Zuschauern fiel die Vorentscheidung gegen Ende der ersten Halbzeit.

Stefan Kießling mit seinem 13. Saisontor (36.), Eren Derdiyok (37.) und Sami Hyypiä (40.) beseitigten alle Zweifel am dritten Bayer-Sieg im dritten Rückrundenspiel.

Kießling beendete mit dem Führungstreffer zugleich seine 486 Minuten andauernde Torflaute. Für Freiburg traf Felix Bastians (66.) 198232(die Bilder).

Friedrich: "Das war ein Drecksspiel"

"Das war ein Drecksspiel, das man gewinnen muss. Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben. Zum Schluss sind wir unnötig in Schwulitäten gekommen", sagte Bayer-Abwehrspieler Manuel Friedrich.

Denn nicht glanzvoll, aber als Meister der Effizienz präsentierten sich die Rheinländer. Wie schon beim 5:0-Sieg im Hinspiel war die Werkself bei ihrer Chancenverwertung eiskalt.

"Wenn wir das Tempo erhöhen, erzielen wir immer unsere Tore. Unser Spiel hat eine besondere Qualität", sagte ein selbstbewusster Heynckes.

Helmes schmort auf der Bank

Der Ex-Bayern-Coach, der nur noch ein Spiel benötigt, um seinen persönlichen Rekord von 27 Pflichtspielen ohne Niederlage einzustellen, schickte zum dritten Mal die gleiche Startelf auf das Feld.

Das bedeutete, dass Torjäger Patrick Helmes und Mittelfeldstar Renato Augusto erneut auf der Bank Platz nehmen mussten.

Während der Brasilianer wenigstens ein paar Minuten mitwirken durfte, lief sich der deutsche Nationalspieler fast die komplette zweite Hälfte im Leverkusener Schneetreiben warm - auf eine Einwechslung wartete er vergeblich.

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