Huub Stevens bricht in seiner Kolumne eine Lanze für Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf. Den Leverkusenern zollt er Respekt.

Hallo Fußball-Freunde,

Respekt: Leverkusen hat das Spiel gegen Freiburg in wenigen Minuten entschieden und bleibt ein gefährlicher Gegner für den FC Bayern. Jede Woche schaffen sie es wieder, die Münchner zu überraschen.

Udo Lattek hat gesagt, Robben sei der bessere Ribery, weil er mannschaftsdienlicher spielt. Das hat damit zu tun, dass Robben in den Niederlanden aufgewachsen ist. Dort muss man auch im taktischen Bereich mitdenken. In Frankreich oder Spanien wird doch etwas mehr auf den Einzelnen geguckt.

Man merkt, wie Louis van Gaal immer lockerer wird. Wenn er Erfolg hat, ist er auch richtig lustig. Aber wenn er spürt, dass sein Verein oder seine Mannschaft gestört werden, dann kann er ganz stur werden.

Thomas Schaaf macht mit Bremen eine sehr schwierige Phase durch. Er ist aber schon so viele Jahre bei Werder, und ich glaube nicht, dass in Bremen über einen Trainerwechsel nachgedacht wird. Ich bin sicher, dass es Schaaf zusammen mit Klaus Allofs wieder hinbekommt.

Sollte man in Bremen etwas ändern wollen, dann würde man sich nach der Saison zusammensetzen. Es passt nicht zu Werder Bremen, den Trainer in der Saison zu wechseln.

Als Außenstehender kann man die Situation kaum beurteilen. Ich finde es ganz schwierig von außen zu sagen "die Mannschaft funktioniert nicht" oder "es gibt keinen Zusammenhalt". Natürlich muss man versuchen, den Spielern in der Trainingsarbeit Spaß zu vermitteln oder das Vertrauen zu geben, damit der Erfolg, wenn er dann wieder kommt, für längere Zeit bleibt.

Es ist ja auch nicht immer so, dass ein Trainerwechsel sofort Erfolg bringt. Das sieht man jetzt in Hannover. Es sind immer noch die gleichen Spieler mit der gleichen Qualität und den gleichen Gedankengängen. Das zu ändern ist nicht so einfach.

Auch Transfers sind nicht immer die Lösung. Es gibt Vereine, die einige gute Spieler dazugeholt haben, wie Hertha oder Nürnberg. Aber es muss passen. Und man muss die finanziellen Möglichkeiten haben. Wenn man die nicht hat, dann hat man ein Problem.

In Wolfsburg kann man nicht sagen, dass die Spieler keine Qualität haben. Sie haben Qualität, und die hatten sie auch bei Armin Veh. Nur das Quäntchen Glück haben sie nicht gehabt. Und das hatten sie wieder nicht bei Trochowskis Flatterball-Freistoß.

Bis dahin!Euer Huub

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