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Marica (M.) und Pogrebnyak (r.) gehörten die den Sieggaranten gegen Dortmund © imago

Nach dem Kantersieg gegen Dortmund bremsen die VfB-Verantwortlichen die Euphorie. Sonderlob vom Trainer bekommen die Stürmer.

Stuttgart - Auch nach vier Siegen in Folge ist beim VfB Stuttgart das Träumen verboten.

"Unsere Priorität ist, da unten rauszukommen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es wäre fatal, wenn wir von etwas anderem sprechen würden", sagte Sportdirektor Horst Heldt nach dem 4:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund.

Zwar setzten die Schwaben ihre beeindruckende Serie fort und holten gleichzeitig die zuletzt in sechs Spielen siegreichen Dortmunder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Doch nach wie vor sieht sich der VfB im Abstiegskampf der Bundesliga.

"Wir haben etwas mehr Luft. Aber solange der Klassenerhalt nicht mathematisch gesichert ist, gibt es keinen Grund, die Ziele zu ändern", stellte Trainer Christian Gross klar.

Europapokal kein Thema

Als Zehnter hat Stuttgart nach einer völlig verkorksten Hinrunde inzwischen aber schon acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

In der vergangenen Saison hatte der VfB mit einer fulminanten Rückrunde sogar noch den Sprung in die Champions League geschafft.

Doch bei zehn Zählern Rückstand auf die Europapokalplätze ist dies für Heldt (noch) überhaupt kein Thema. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zumal der VfB in seinem Spiel immer noch Phasen habe, "in denen wir zittern müssen".

Gross sieht noch Defizite

Auch Erfolgscoach Gross, in dessen Amtszeit die Stuttgarter fünf von sechs Pflichtspielen (bei einem Remis) gewannen, sah trotz des klaren Erfolgs noch einige Defizite:

"Wir hatten zu viele Abspielfehler. Über außen fehlt zudem die Balance."

Dennoch reichte es zu einem deutlichen Erfolg, da die Borussia nicht an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen konnte. 198232(DIASHOW: Die Bilder des Spieltags)

Dabei freute sich Gross besonders über die starke Leistung seiner beiden Angreifer Marica und Pawel Pogrebnjak, "die beide so langsam aus dem Schatten von Mario Gomez heraustreten".

In der Hinrunde war der zu Bayern München abgewanderte Torjäger bei den Schwaben noch schmerzlich vermisst worden.

Klopp bleibt gelassen

Derweil reagierte Dortmunds Coach Jürgen Klopp gelassen auf die erste Pleite seit dem 0:1 gegen Schalke 04 am 26. September 2009 und nach zuvor sechs Siegen in Folge.

"Eine Niederlage tut immer gleich weh. Ansonsten hat das aber keine Auswirkungen", sagte Klopp, dessen Team zuvor zwölfmal nicht verloren hatte.

"Man hat gesehen, dass wir nur dann erfolgreich sein können, wenn wir von Anfang an die ganze Kraft auf den Platz bringen."

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