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Jupp Heynckes wurde 1989 und 1990 mit Bayern München Meister © imago

Leverkusen kontert auch den nächsten Angriff der Bayern. Die Jagd auf Rekorde geht weiter. Die Freiburger hoffen auf die Wende.

Leverkusen - Jupp Heynckes hatte gut lachen.

"Ich kann mich daran gewöhnen, Tabellenführer zu sein. Das belastet uns überhaupt nicht", sagte Leverkusens Trainer nach dem 3:1 (3:0 gegen den SC Freiburg. 198232(DIASHOW: Bilder des Spiels)

Bayer setzte seine Rekordjagd fort und nahm zum 13. Mal in Folge die Spitzenposition ein.

Dass Rekordmeister Bayern München der Werkself weiter hinterhechelt, scheint dem 64-Jährigen zu gefallen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Bayern haben doch größten Respekt vor uns. Das höre ich aus den Kommentaren heraus", sagte Heynckes.

Dreimal souverän gekontert

Über die Meisterschaft wollte er freilich nicht groß sprechen:

"Das wird für keine Mannschaft ein Selbstläufer. Ich habe in meiner Laufbahn schon viel erlebt. Es liegen noch viele, viele Spieltage vor uns, da kann man noch gar nicht über Konkretes reden."

Die eigenen Nerven haben die Leverkusener aber bislang gut im Griff. Dreimal haben die Bayern vorgelegt, dreimal hat Bayer souverän gekontert.

"Wir können doch nichts dafür, dass wir immer einen Tag später spielen. Wir schauen ohnehin nur auf unser Spiel und nicht auf das der Bayern", sagte Youngster Toni Kroos.

Weiter auf Rekordjagd

Alle Chancen haben auch die Leverkusener, die nach 20 Spielen immer noch ungeschlagen sind. Ein Kunststück, das in 47 Jahren Bundesliga nur dem Rivalen aus München gelang.

1988/89 waren die Bayern sogar 23 Spiele ohne Niederlage geblieben. Der Trainer hieß damals Jupp Heynckes.

Aus der Zeit stammt auch Heynckes' persönlicher Rekord von 27 Ligaspielen in Folge ohne Niederlage.

Den könnte der Trainerfuchs, der am Ende der Vorsaison mit dem FC Bayern sehcs Mal in Serie ungeschlagen geblieben war, am Samstag im Spiel beim VfL Bochum einstellen.

Kurzer Prozess vor der Pause

Dass die Serie auch gegen den SC Freiburg hielt, hatten die Rheinländer in nur fünf Minuten sichergestellt.

Zwischen der 36. und 40. Minute erzielten Stefan Kießling, Eren Derdiyok und Sami Hyypiä vor 26.000 Zuschauern die drei Treffer.

Der Rest war für die Galerie, wenngleich Bayer nach dem 1:3 von Felix Bastians (66.) kurzzeitig Probleme hatte.

Schwächephase als Schönheitsfehler

Heynckes ließ die kleine Schwächephase als Schönheitsfehler durchgehen.

"Wir haben junge Spieler. Die dürfen auch Fehler machen. Als ich oder Karl-Heinz Rummenigge 20 waren, haben wir mehr Fehler gemacht", sagte der Trainer.

"Es ist beeindruckend, auf welchem Niveau junge Spieler wie Toni Kroos, Stefan Reinartz, Eren Derdiyok oder Arturo Vidal spielen. So weit waren wir damals noch nicht."

Offensiv-Asse weiter auf der Bank

Der Ausfall von Kapitän Simon Rolfes (Knorpelschaden) fällt momentan kaum ins Gewicht. Ohnehin wäre der Nationalspieler derzeit nur Ersatz.

Solange Bayer so weiterspielt, will Heynckes seine Formation nicht ändern.

Das bedeutet, dass sich Torjäger Patrick Helmes und der Brasilianer Renato Augusto weiter mit dem Reservistendasein begnügen müssen.

Freiburg hofft auf die Wende

Probleme anderer Art hat Freiburg. Nach sechs Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz noch einen Punkt, und am Wochenende wartet in Schalke 04 der nächste Titelanwärter.

"Wir gehen mit der gleichen Ausgangsposition wie vor einem halben Jahr in das Spiel", sagt Trainer Robin Dutt.

Damals gewann Freiburg 1:0 und legte den Grundstein für eine gute Hinrunde.

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