vergrößernverkleinern
Mainz-Neuzugang Malik Fathi spielte von 2001 bis 2007 für Hertha BSC Berlin © getty

Mit Malik Fathi und Radoslav Zabavnik stoßen zum Tuchel-Team nach Ivanschitz und Simak weitere namhafte Profis hinzu.

Mainz - Nach sieben Stunden geheimen Verhandlungsmarathon in Düsseldorf vermeldete FSV Mainz 05 den letzten Transfercoup als perfekt:

Mit der Verpflichtung von Malik Fathi ist der "Karnevalsverein" kurz vor Beginn der närrischen Zeit für seine Verhältnisse in neue Dimensionen vorgedrungen.

Insgesamt haben die Rheinhessen sechs neue Spieler geholt und liegen damit bei den Wintertransfers hinter Ligakonkurrent Schalke 04 auf Platz zwei.

Vor allem das abgeschlossene Leihgeschäft mit Spartak Moskau und die damit verbundene Bundesliga-Rückkehr des zweimaligen Nationalspielers Fatih macht die Mainzer stolz.

"Das war geheime Kommandosache"

"Das war geheime Kommandosache", erklärte Manager Christian Heidel und sprach von einer "1a-Lösung" auf der linken Abwehrseite:

"An dieser Geschichte haben wir seit Tagen intensiv gearbeitet. Wenn andere Vereine davon erfahren hätten, hätten wir den Jungen wohl nie bekommen."

Entgegen kam dem FSV, dass Fatih wegen des frühen Saisonendes in der Bundesliga (8. Mai) nicht viele Spiele in Russland verpasst und somit laut Heidel auch "relativ günstig" zu haben war.

Fatih, der im Frühjahr 2008 für vier Millionen Euro von seinem Heimatklub Hertha BSC Berlin nach Moskau gewechselt war, freut sich auf die Rückkehr nach Deutschland.

"Das ist eine ganz tolle Sache, noch dazu bei einem so sympathischen Verein", sagte der 26-Jährige.

Ob Fathi möglicherweise sogar über die Saison hinaus in Mainz bleibt, ist noch unklar. Bei Spartak ist er bis 2012 unter Vertrag. "Wir werden in Ruhe abwarten, was möglich ist", sagte Heidel.

Tuchel begeistert von Transfer

Trainer Thomas Tuchel zeigte sich von Heidels goldenem Händchen sichtlich angetan. "Malik ist ein super Typ, der ganz hervorragend zu uns passt", meinte Tuchel. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Allerdings muss der Coach nun zeigen, dass er die Winterneuzugänge so integrieren kann, ohne dass das harmonische Mannschaftsgefüge beim Aufsteiger Schaden nimmt.

Das gilt insbesondere für das Zusammenspiel im Mittelfeld zwischen Andreas Ivanschitz und für Jan Simak, den der FSV vom VfB Stuttgart loseiste.

"Ich bin gerne bereit, von meiner Position etwas abzuweichen, aber wir müssen uns noch finden", erklärte Ivanschitz, der als Spielmacher und Torschütze in der Hinrunde groß aufgetrumpft hatte, zuletzt aber auf die rechte Seite ausweichen musste.

Zudem hat Aristide Bance im Sturm interne Konkurrenz durch Adam Szalai von Real Madrid und US-Boy Jared Jeffrey vom FC Brügge bekommen.

Ebenso wichtig ist dem FSV die Stabilität in der Abwehr, die durch den Ausfall von Florian Heller (Bruch des Augenhöhlenbodens) gebeutelt war.

"Wir haben an Qualität gewonnen"

Neben Fatih setzen die Mainzer auf den 41-maligen Nationalspieler Radoslav Zabavnik von WM-Teilnehmer Slowakei, der von Heidel ebenfalls auf den letzten Drücker ablösefrei vom FC Terek Grosny aus Russland verpflichtet wurde.

Heidel ist überzeugt: "Wir haben an Qualität gewonnen."

Und Tuchel braucht wie vor dem 0:3 bei Bayern München vielleicht nicht mehr darauf hoffen, dass er als Defensivtaktik den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor parken muss.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel