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Markus Schuler (r., gegen Freis) spielt seit 2004 für Arminia Bielefeld © imago

Zehn Jahre ohne Sieg und eine bittere Pleite in der Vorsaison. Der KSC hat im Freitagsspiel bei Arminia etwas gutzumachen.

Von Jessica Pulter

München - Für die Bielefelder Fans wird das letzte Duell mit dem Karlsruher SC in der SchücoArena wohl unvergessen bleiben.

Seit der Winterpause hatte der DSC unter dem neuen Coach Michael Frontzeck nicht mehr gewonnen und auch die Achtungserfolge (drei Remis hintereinander gegen Hannover, Werder und Hamburg) brachten die Arminia nicht aus der Gefahrenzone "Abstiegsplätze".

Doch gegen den KSC platzte bei den Ostwestfalen der Knoten, Bielefeld gewann durch einen Treffer von Leonidas in der Nachspielzeit mit 1:0. Es war der erste von drei Heimsiegen in Folge, die letztlich den Klassenerhalt der Arminen sicherten.

Im Freitagsspiel des 7. Spieltags (ab 20 Uhr LIVE) treffen die beiden Teams nun wieder aufeinander und für die Gäste gilt es, eine zehn Jahre lange Negativserie auszumerzen.

Die Faktenvorschau auf die Partie:

Ausgangslage:

Beide Mannschaften stehen punktgleich mit sechs Zählern vor den Abstiegsrängen der Bundesliga (13. und 14.) und könnten mit einem Sieg der Gefahrenzone vorerst enteilen.

Ein Dreier würde beide Mannschaften sogar am FC Bayern vorbei auf einen einstelligen Tabellenplatz katapultieren.

Ein Remis könnte zur Folge haben, dass beide Mannschaften sich nach dem Spieltag auf einem Abstiegsrang wiederfinden.

Formkurve:

Die Bielefelder sind gut in die Saison gestartet und trotzen Werder Bremen und auch Hertha BSC jeweils ein Remis ab. Doch nach zwei Niederlagen in Folge fanden sich die Gastgeber schnell auf einem Abstiegsplatz wieder.

Das sollte sich aber mit einem Schlag ändern. Gegen den 1. FC Köln gewann man mit 2:0 und auch gegen Eintracht Frankfurt sah man lange wie der Sieger aus (1:1).

Karlsruhe startete mit einem Sieg gegen den VfL Bochum, doch dabei blieb es eine ganze Zeit lang. Erst am vergangenen Wochenende gelang den Badenern gegen den VfL Wolfsburg (2:1) der zweite Punktegewinn.

Statistik:

Wenn die Arminia und der KSC in der Bundesliga aufeinander treffen, dann gewinnt fast immer die Heimmannschaft.

In bislang 14 Duellen war dies nur drei Mal nicht der Fall, zuletzt im März 1997 als die Karlsruher unter Trainer Winfried Schäfer mit 2:1 bei den Ostwestfalen siegten.

In der neueren Bilanz der beiden Teams haben allerdings die Bielefelder die Nase vorn. Seit November 1998 hat der DSC kein Pflichtspiel mehr gegen den KSC verloren.

Personal:

Karlsruhe muss den Ausfall von Stammtorhüter Markus Miller verkraften, der gegen Wolfsburg mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt wurde und zwei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus verbrachte.

Dafür ist Stürmer Joshua Kennedy wieder voll ins Training eingestiegen. Sollte der Australier spielen, rückt Sebastain Freis wieder auf die rechte Seite, Christian Timm würde wohl erst auf der Bank Platz nehmen.

Bielefelds Trainer Michael Frontzeck muss auf Oliver Kirch verzichten, der sich gegen Frankfurt einen Unterarmbruch zuzog. Für ihn wird wohl Robert Tesche in die Startelf rücken.

Das sagen die Trainer:

Michael Frontzeck (Bielefeld): "Das wird ein Geduldsspiel, in dem wir gut gegen den Ball arbeiten müssen, um den Karlsruhern nicht in die Karten zu spielen."

Edmund Becker (Karlsruhe): "Die Bielefelder stehen stabil und haben mit Wichniarek einen guten Spieler vorne drin. Wir werden deshalb eine gewisse Zweikampfhärte mitbringen müssen, wenn wir punkten wollen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bielefeld: Eilhoff - Lamey, Herzig, Kucera, Schuler - Kauf - Marx, Tesche - Katongo, Wichniarek, Halfar. Trainer: Frontzeck

Karlsruhe: Kornetzky - Celozzi, Sebastian, Franz, Eichner - Mutzel, Porcello - Timm (Freis), da Silva, Iashvili - Freis (Kennedy). Trainer Becker

Schiedsrichter: Michael Weiner

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