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Daniel van Buyten hat noch bis Sommer einen Vertrag in München © getty

Im Sport1.de-Interview spricht Daniel van Buyten über das Bayern-Spiel mit Ribery und Robben und den Hit gegen Wolfsburg.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern siegt in Serie - auch dank Daniel van Buyten.

Der Belgier hält nicht nur mit seinem präzisen Stellungsspiel die Abwehr zusammen, sondern erzielt auch wichtige Tore.

Dabei war er in der vorherigen Saison oft nicht mehr als ein Ergänzungsspieler und Dolmetscher für Superstar Franck Ribery.

Doch seit August ist van Buyten der klare Abwehrchef und hat obendrein bislang fünfmal als Torschütze mit weit ausgebreiteten Armen den Jubel der Fans einsaugen können.

Beim 3:0-Sieg über Mainz half er mit seinem erlösenden Führungstreffer, den neunten Münchner Pflichtspielsieg in Folge einzutüten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für seine starken Leistung belohnt der FC Bayern Daniel van Buyten jetzt mit einem neuem Zwei-Jahres-Vertrag bis 2012.

Im Sport1.de-Interview spricht van Buyten über seine Stürmerqualitäten, den Schlager gegen Meister Wolfsburg (Sa., ab 15 Uhr LIVE) sowie das Bayern-Spiel mit Franck Ribery und Arjen Robben.

Sport1.de: Herr van Buyten, am Samstag müssen die Bayern in Wolfsburg antreten. Haben Sie die 1:5-Pleite aus dem Frühjahr 2009 noch im Hinterkopf?

Daniel van Buyten: Ein Jahr zuvor (2008, d. Red.) haben wir aber in Wolfsburg den Titel klar gemacht. Es wird ein heißes Spiel - auch mit den Fans dort. Wir werden versuchen, wieder einen Schritt zu machen, aber es wird ein schwieriges Spiel sein.

Sport1.de: Die Wolfsburger haben den Trainer gewechselt, Lorenz-Günther Köstner hat seit kurzem das Sagen. Wie schätzen Sie den VfL jetzt ein?

Van Buyten: Sie haben in Hamburg 1:1 gespielt, lange geführt. Wenn wir sie spielen lassen, wird es schwierig für uns. Aber wenn wir sie unter Druck setzen, können wir ihnen auch Probleme machen.

Sport1.de: Franck Ribery ist zurück im Team. Kann man auch mit ihm und Arjen Robben weiter in der Defensive gut stehen? Müssen die beiden da mithelfen?

Van Buyten: Das müssen sie. Wir müssen uns anpassen. Wir sind erfolgreich, weil wir als Team auftreten. Die einzelnen Spieler haben die Qualität, um Tore zu machen, aber sie dürfen nicht vergessen, die Defensivarbeit mitzumachen. So lange sie das tun, sieht man, wie erfolgreich wir sind.

Sport1.de: Und für den Gegner ist es schwer die Bayern zu bremsen, wenn links Ribery und rechts Robben Wirbel machen.

Van Buyten: Natürlich. Wir nützen das dann auch aus. Für uns ist es eine schöne Sache, solch gute Spieler im Kader zu haben. Wir hoffen, dass Franck bald wieder topfit ist und 90 Minuten auf dem Platz stehen kann und wir Druck machen.

Sport1.de: Eventuell gelingt Ihnen gegen Wolfsburg wieder der entscheidende Treffer. Was für ein Gefühl ist es, als Abwehrspieler zum Torjäger zu werden?

Van Buyten: Es ist immer etwas Besonderes, als Verteidiger ein Tor zu machen, gegen Mainz war es für den Knack besonders wichtig. Ich war sehr froh und stolz das Tor für die Mannschaft zu machen.

Sport1.de: Ihr Freund Franck Ribery wird es schwer haben, Sie in der Torjägerliste einzuholen. Was sagt er überhaupt zu Ihrer Trefferquote?

Van Buyten: Franck ist sehr zufrieden, dass ich diesen Erfolg habe. Letztes Jahr war es schwieriger. Jedes Mal ist er sehr zufrieden und sagt zum Trainer: "Van Buyten war gut!" Das ist eine gute Phase und ich hoffe, dass es so weiter geht.

Sport1.de: Ist der Erfolg gegen Mainz ein weiteres Zeichen für das neue Selbstvertrauen der Bayern, die sich auch durch vergebene Elfmeter nicht entmutigen lassen?

Van Buyten: Wir wollen Spiele gewinnen, nie aufgeben. In manchen Spielen wird es bis zur letzten Minute schwierig sein. Aber mit unseren Qualitäten können wir immer gefährlich sein und treffen.

Sport1.de: Ist der Respekt vor Bayern gewachsen? Mainz war zum Beispiel viel defensiver eingestellt als im Hinspiel.

Van Buyten: Wenn sie offensiver sind, haben sie eben in der Abwehr mehr Probleme. Mit unseren spielerischen Mitteln haben wir dann noch mehr Räume. Das ist schwierig für den Gegner. Sie versuchen etwas nach vorne zu unternehmen, aber das ist für sie nicht leicht.

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