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Franck Ribery spielt seit 2007 für den FC Bayern München © getty

Franck Ribery erklärt bei Sport1.de, worauf es ihm in München wirklich ankommt. Dabei entscheiden nicht nur sportliche Fragen.

Von Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München - Ein Handschlag unter Männern und ein Vertrag war verlängert.

So einfach war das früher. Und so einfach würden es gewiss gerne auch Franck Ribery und Bayern-Sportchef Christian Nerlinger handhaben.

Klar ist allerdings bisher nur, dass sich im März entscheiden soll, ob der Edeltechniker in München bleibt - oder nicht.

Das bestätigte Franck Ribery jetzt im Gespräch mit dem DSF.

"Wie die Entscheidung aussehen wird, weiß ich noch nicht", sagte der Franzose.

Bayern haben keine Eile

"Ich hoffe, dass es eine Entscheidung im März gibt. Dann werde ich wissen, ob ich bleibe oder ob ich gehe."

Auch die Bayern wollen sich nicht zur Eile drängen lassen. "Wir haben einen ganz engen Draht zu Franck und ich glaube, beide Seite wissen, was sie aneinander haben", sagte Nerlinger Sport1.de.

Dennoch: Für beide Seiten geht es um sehr viel. Riberys Vertrag in München läuft noch bis Sommer 2011, danach kann er ablösefrei gehen.

Große Ablöse möglich

Sollte der Dribbelkünstler also den FCB verlassen wollen, müsste das in den nächsten Monaten geschehen. Ansonsten ist eine mögliche Ablösesumme im Bereich von 50 Millionen Euro aufwärts perdu.

Nicht nur Real Madrid leckt sich die Finger nach Ribery.

Und der Franzose braucht seinerseits Planungssicherheit für seine Karriere, die am besten irgendwann mit großen Titeln wie der Champions League gekrönt sein soll.

Ribery drückt das so aus: "Die sportliche Zukunft ist entscheidend. Und man wird sehen, wie sich diese mit meinen Ambitionen deckt."

Lob für Fans und Verantwortliche

Immerhin: In München fühlt sich der Spaßvogel wohl, der immer wieder seinen Teamkollegen kleine Streiche spielt.

Mit Verantwortlichen, Mitspielern und den Fans komme er bestens aus, lässt Ribery wissen: "Ich werde von den Fans unterstützt und mag die Anhänger des FC Bayern sehr."

Von der Höhe des künftigen Gehaltsschecks werde die Entscheidung jedenfalls nicht abhängen.

"Für mich ist das Geld nicht das Wichtigste. Egal wie: Wenn ich bleibe beziehungsweise verlängere oder ob ich gehen werde: Woanders werde ich ähnlich gut verdienen."

"Wichtiger ist, dass es meiner Familie gut geht"

Aus diesem Grund nennt Ribery als entscheidende Motivation: "Viel wichtiger ist für mich, Spaß zu haben und mich wohl zu fühlen, und dass es meiner Familie gut geht."

Auf die Spekulationen, seine Familie fühle sich in München nicht wohl, antwortete Ribery:

"Es stimmt, dass es ein bisschen schwierig für meine Frau ist. Auch für die Kleinen. Es ist ja auch klar. Schließlich ist das Wetter hier anders, als sie es gewohnt sind."

Aber er betont auch: "Zurzeit ist es nicht so, dass es meiner Frau hier schlecht geht. Auch sie will, dass ich schnell wieder auf dem Platz stehe und es mir gut geht. Und dann werden wir gemeinsam besprechen, welche Entscheidung wir treffen werden.?

Teamkollege wirbt um Ribery

Ein Faktor spricht derweil dafür, dass der Dribbler weiterhin im Bayern-Dress die gegnerischen Abwehrreihen unsicher macht.

Über Teamkollegen Daniel van Buyten sagt er: "Wir machen viel zusammen und er will natürlich, dass ich bleibe."

Der Vertrag des Belgiers endet bereits im Sommer, auch hier ist die Frage eine Verlängerung noch offen. "Er will am liebsten, dass wir beide gemeinsam in München bleiben", berichtet Ribery.

Doch zunächst zählt für ihn nur die Rückkehr zu alter Form. Nach einem 20-minütigen Einsatz in Bremen folgten im Spiel gegen Mainz bereits mehr als 30 Minuten auf dem Feld.

"Physisch fühle ich mich bereit, und ich freue mich darauf, so schnell wie möglich wieder voll durchspielen zu können", sagt der 26-Jährige.

Am liebsten schon am Samstag in Wolfsburg. Das Dauerthema einer möglichen Vertragsverlängerung wird den Franzosen derweil auch in Zukunft begleiten.

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