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Sein Geld verdient Müller (l.) beim FC Bayern. Bereits im zarten Alter von elf Jahren wechselt er vom TSV Pähl zu den Münchnern, seit 2009 ist er Profi. Sein Bundesliga-Debüt gibt der inzwischen 25-Jährige aber bereits am 15. August 2008 beim 2:2 gegen den Hamburger SV - damals noch unter Trainer Jürgen Klinsmann
Holger Badstuber (r.) und Thomas Müller spielten im Vorjahr noch im Drittliga-Team © getty

Die Münchner verlängern mit Holger Badstuber, Thomas Müller und Daniel van Buyten. Franck Ribery ist gegen Wolfsburg nur Joker.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern plant weit voraus und verlängert die Verträge mit den Shootingsstars Thomas Müller bis 2013 und Holger Badstuber bis 2014.

Auch Innenverteidiger Daniel van Buyten erhält einen neuen Zwei-Jahres-Kontrakt bis 2012.

"Wir sind glücklich, dass wir uns mit diesen drei wichtigen Spielern jeweils über eine Vertragsverlängerung verständigen konnten", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Zudem kündigte er an: "In nächster Zeit werden wir nun auch mit den anderen Spielern, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, Gespräche führen, um frühzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen."

"Zufriedenstellende Entwicklung"

Den Jungstars Badstuber und Müller bescheinigte Rummenigge "eine zufriedenstellende Entwicklung".

Für ihren rasanten Aufstieg aus der zweiten Mannschaft in die Stammelf werden sie nun auch finanziell belohnt.

"Der FC Bayern ist ja bekannt dafür, dass er Leistungen honoriert", erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger der "tz".

Van Gaal sieht Fortschritte

Louis van Gaal gefällt diese Zukunftsplanung. Immer wieder spricht er schließlich vom Prozess, den sein Team durchlaufen müsse.

Selbst der überzeugende 3:0-Sieg in der Hinserie gegen Wolfsburg dient dem Bayern-Trainer vor dem Wiedersehen am Samstag als Anhaltspunkt.

"Ich habe der Mannschaft die Bilder davon gezeigt. Man sieht den Unterschied zu heute sehr gut", berichtete er vor der wichtigen Partie beim Meister (Sa., ab 15 Uhr LIVE).

Dabei imponierten die Münchner Ende August bereits mit den Glanztaten der Flügelzange Rib und Rob, sprich Franck Ribery und Arjen Robben.

Ribery braucht weiter Geduld

Der Franzose wird allerdings auch diesmal wie bereits gegen Bremen und Mainz nur als Joker agieren.

"Wir sind mit Ribery stärker", räumt van Gaal zwar ein, "aber mein Ziel ist es, die momentan beste Mannschaft aufzustellen."

Immerhin: Ribery verbessere die Fitness ständig, "weil er immer eine Woche mehr in seinen Beinen hat", argumentiert van Gaal.

"Aber ich muss ihn auch in eine funktionierende Mannschaft integrieren. Das ist schwierig, weil ich das in einem Ligaspiel tun muss."

Respekt vor Wolfsburg

Hinzu kommt, dass van Gaal die Aufgabe gegen den Meister als delikat einstuft.

"Wolfsburg hat die gleichen Spieler wie damals, aber einen anderen Trainer. Da muss man erstmal abwarten", sagte er zu Sport1.de.

"Für Wolfsburg ist es das richtige Spiel, um was zu ändern. Die Motivation ist gegen Bayern München immer größer."

Zugleich räumte der Niederländer ein: "Wir sind guter Verfassung, die Wolfsburger etwas weniger."

Selbstbewusste Ankündigung

Die Tatsache, dass Ribery weiter Ersatz bleibt, darf auch als ein Kompliment an die aktuelle Mannschaft gewertet werden, die seit Ende November Sieg an Sieg reiht.

Angesichts von neun Pflichtspielerfolgen in Folge kommen auch von Nerlinger sehr selbstbewusste Ansagen.

"Ribery über links und Robben über rechts - da gibt es nichts Besseres in der Welt", erklärte der FCB-Sportdirektor.

Nerlinger preist Schweinsteiger

Und adelte außerdem Bastian Schweinsteiger: "In Europa gibt es keinen Besseren im zentralen Mittelfeld."

Die Stimmung bei den Roten ist ähnlich strahlend wie das Winterwetter an diesem sonnigen Morgen in München.

Selbst die Frage nach dem Beinkleid von Ausnahmekönner Arjen Robben nahm van Gaal eher mäßig interessiert als aufgeregt zur Kenntnis.

Van Gaal stimmt DFB zu

Der DFB will dem Mittelfeldmann das Tragen der langen, grauen Unterhose verbieten.

Nach drei Spielen des Niederländers in der grauen Hose will der Deutsche Fußball-Bund diese lange Unterhose verbieten. Grund ist ein Passus im Regelwerk, nach dem Unterziehhosen mit der Hauptfarbe der Hosen übereinstimmen muss.

Und der FCB-Trainer ist ganz auf der Linie des DFB ? aus ästhetischen Gründen: Eine rote Unterhose zum roten Trikot, das passe eben besser.

Trainer als Fußball-Traditionalist

Und wenn der 58-Jährige schon mal beim Thema ist, zeigt er sich als überzeugter Fußball-Traditionalist.

Dass Franck Ribery in gelben und Arjen Robben in grünen Schuhen ihre Arbeit verrichten, belustigt den Trainer.

"Das ist wie die Mode der Frauen. Es muss zusammenpassen."

Vorschriften will van Gaal seinen Superstars keine machen. Er gibt aber zu: "Ich mache Scherze darüber."

Die Atmosphäre stimmt einfach im Moment, zumal die Münchner im Spiel gegen Wolfsburg nur auf Ersatzmann Andreas Görlitz (Magen-Darm-Virus) verzichten müssen.

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