vergrößernverkleinern
Auch Schweinsteiger (l.) geht der Wirbel um Ribery langsam auf die Nerven © getty

Riberys Berater heizt die Spekulationen um einen Abgang aus München erneut an. Beim FC Bayern reagiert man zunehmend genervt.

Von Martin Volkmar und Mathias Frohnapfel

München - Kein Tag vergeht derzeit ohne neue Meldungen über Franck Riberys ungeklärte Zukunft.

Zwar schien alles gesagt, nachdem Franck Ribery am Mittwoch im DSF gesprochen hatte.

Eine Entscheidung werde im März fallen, hatte der Franzose da erklärt. Und: "Für mich ist das Geld nicht das Wichtigste."

Von Alain Migliaccio dürfte so eine Aussage nicht kommen. Denn Riberys Berater will nur das Beste für seinen Klienten - und für sich.

Daher fühlte er sich nun genötigt, die scheinbare Ruhe zwischen Ribery und dem FCB zu beenden und mit einem Interview neue Spekulationen über einen Abgang am Saisonende anzuheizen.

Berater: Barca, Real und ManUnited interessiert

"Franck würde gerne an der Seite von Messi spielen, das wäre phänomenal", sagte Migliaccio dem spanischen Rundfunksender "RAC1".

Und ergänzte: "Es ist noch keine Tür geschlossen, weder die zu Real Madrid, noch die zu Barca oder zu Manchester. Mit dem FC Bayern werden wir uns Anfang März zusammensetzen. Dann sehen wir weiter."

Sollte das stimmen, sind also alle drei Top-Klubs weiterhin an einem Transfer von Ribery interessiert und auch bereit, dafür die vom FCB avisierte Ablöse von mehr als 50 Millionen Euro zu zahlen.

Die Hängepartie um den noch bis 2011 gebundenen Mittelfeldspieler nervt offenbar nicht nur die Bayern-Fans, sondern auch die Teamkollegen wie aus Aussagen von Bastian Schweinsteiger deutlich wird.

Schweinsteiger genervt

"Ich weiß nicht, ob wir nächstes Jahr zusammen spielen. Das liegt an ihm. Vielleicht denkt er nochmal ein bisschen darüber nach, wo er noch vor zwei, drei Jahren gespielt hat", sagte der deutsche Nationalspieler dem DSF mit Blick auf Riberys Probleme bei seinen vorherigen Vereinen.

"Und hoffentlich wird ihm auch bewusst, dass er hier den großen Sprung geschafft hat. Es wäre schön, wenn er hier verlängern würde, aber das liegt allein in seiner Hand."

Weiter nur zweite Wahl unter van Gaal

Nicht in Riberys Hand liegt hingegen die Rückkehr in die Startelf. Denn trotz überstandener Knieprobleme setzt Trainer Louis van Gaal den 26-Jährigen auch beim VfL Wolfsburg (Sa., ab 15 Uhr LIVE) auf die Bank.

"Ribery wird immer fitter, weil er immer eine Woche mehr in seinen Beinen hat. Aber ich muss ihn auch in eine funktionierende Mannschaft integrieren", erklärte der Niederländer.

"Das ist schwierig, weil ich das in einem Ligaspiel tun muss und nicht in der Vorbereitung tun konnte."

Nach neun Pflichtspielsiegen in Folge sei es aktuell für jeden Reservisten schwer, in die Stammformation zu rutschen. Grundsätzlich sei der FC Bayern zwar mit Ribery stärker, so van Gaal:

"Aber mein Ziel ist es, die momentan beste Mannschaft aufzustellen. Und dazu gehört Ribery derzeit nicht."

Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel