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Bisher sammelte Jürgen Klinsmann mit Bayern acht Punkte in der Bundesliga © getty

Der Meister hat zwei Top-Stürmer im Blick. Coach Jürgen Klinsmann will keine Namen kommentieren, aber die Scouts sind wachsam.

Von Mathias Frohnapfel

München - Rüsten die Bayern noch in der Winterpause ihren Sturm auf?

Zwei hochkarätige Namen werden derzeit in den Medien gehandelt wie knusprige Mandeln auf dem Oktoberfest: Goran Pandev von Lazio Rom und Pawel Pogrebnijak, der bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag steht.

Der eine hat in der aktuellen Saison in fünf Serie A-Spielen viermal getroffen. Fantastico.

Genau im Beuteschema

Der andere passt als Bayern-Schreck aus dem UEFA-Cup-Aus perfekt ins Beuteschema des Meisters. Pogrebnijak schenkte den Münchner beim 0:4 in St. Petersburg einen Doppelpack ein.

Solche Spieler - siehe Roy Makaay, der gegen Bayern 2002 mit La Coruna gar einen Hattrick erzielte - haben es den Roten schon immer angetan.

Sport1.de hat Jürgen Klinsmann direkt gefragt, ob der FCB Offensiv-Verstärkungen für eine ebenso lange und unberechenbare Saison suche. "Im Moment sind wir sehr gut besetzt und sehr zufrieden im Sturm", sagte der Bayern-Coach.

"Aber unsere Scouting-Abteilung ist natürlich ständig unterwegs. Das ist ihr Beruf. Ob das die Gegnerbeobachtung betrifft oder die Spielerbeoachtung bei 17-, 18-Jährigen oder von gestandenen Profis."

Schon 2007 Flirt mit Pandev

Ein solcher gestandener Profi ist der Mazedonier Goran Pandev. Laut "Tuttosport" waren die Bayern im Dezember 2007 an dem Römer dran, wollten den 25-Jährigen als Ersatz für Lukas Podolski holen.

Jetzt haben sie den Laziali (geschätzte Ablöse: 22 Millionen Euro) erneut beobachten lassen. "Klinsi" sagte beim Gespräch mit Reportern an der Säbener Straße nur ausweichend: "Davon weiß ich nichts."

Dass Pawel Pogrebnijak sich selbst bei den Münchnern ins Gespräch gebracht hat, lässt der frühere Nationalstürmer ebenfalls ohne längere Ausführung stehen. Kurz: Er habe davon keine Kenntnis.

Wie reagiert "Poldi"?

Für Pogrebnijak müsste der deutsche Renommierklub angeblich eine Ablösesumme von 13 Millionen Euro aufbringen.

Klar ist: kommt einer der beiden im Winter, dürfte Lukas Podolski schnellstmöglich bei Manager Uli Hoeneß um eine Freigabe aus seinem Vertrag vorsprechen.

Klinsmann warnt vor Bochums Kontern

Jürgen Klinsmann analysierte am Freitag lieber die nächste Drei-Punkte-Aufgabe in der Bundesliga gegen den VfL Bochum (Sa., ab 15 Uhr LIVE). Das Ruhrpott-Team, derzeit Tabellen-15., nennt er eine "gute Kontermannschaft", die mit Freier, Sestak und Azaouagh Leute habe, die mitspielen können.

"Wir müssen einen hohen Rhythmus fahren." Am besten im Tempo der Champions-League-Partie gegen Lyon. Eine solche Leidenschaft und Laufbereitschaft müssten die Roten stets zeigen - "egal ob Champions League, Pokal oder Bundesliga. Es wird keine zwei Gesichter dieser Mannschaft geben."

Kritik von Klose

Auch Stürmer Miroslav Klose fordert von sich und seinem Team gegen Bochum ganzen Einsatz. Zuletzt sei man den Zuschauern einiges schuldig geblieben.

"Es muss der Wille da sein, auch mal einen Weg umsonst zu machen. Jeder muss für den anderen da sein und eine Schippe drauflegen."

Aber egal, ob gegen Bochum ein berauschender Sieg gelingt oder der Underdog Punkte aus der Allianz Arena mitnimmt, der traditionelle Wiesn-Besuch am Sonntag steht.

Eine Wiesn-Rotation drohte "Klinsi" nicht an: "Das hat jeder in seinem Kalender drin. Und hoffentlich wird auch die Stimmung bestens sein".

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