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Der FC Bayern hat die letzten sieben Bundesligaspiele gewonnen © getty

In Wolfsburg peilen die Münchner im Fernduell mit Leverkusen die Spitze an. Womöglich debütiert van Nistelrooy für den HSV.

München - Rekordmeister Bayern München will das erste "direkte" Fernduell mit Spitzenreiter Bayer Leverkusen in der Rückrunde gewinnen und erstmals seit 629 Tagen zurück auf Rang eins.

Während Superstar Frank Ribery am 21. Spieltag wohl wieder auf der Bank Platz nehmen muss, könnte ein anderer Superstar erstmals die Bühne der Bundesliga betreten.

Ruud van Nistelrooy steht vor dem Gastspiel des Hamburger SV in Köln (ab 15 Uhr LIVE) erstmals im Kader.

Währenddessen hofft der FC Bayern auf einen Rollentausch.

"Wir sind immer noch der Jäger und nicht der Gejagte. Aber das soll sich so schnell wie möglich ändern", sagt der Münchner Sportdirektor Christian Nerlinger vor dem Auswärtsspiel beim Meister VfL Wolfsburg.

Ausrutschen verboten

Weil Bayer erstmals in der Rückrunde zeitgleich spielt - beim Abstiegskandidaten VfL Bochum - steht der Tabellenführer bereits am Samstag gegen 17.20 Uhr fest.

"Ausrutschen dürfen wir nicht", meint Nerlinger deshalb. Dass es bei der Neuauflage des denkwürdigen 1:5 der Vorsaison zu einer erneuten Pleite kommt, glaubt er gleichwohl nicht. (Zur Meldung: Keine Angst vor der Hacke)

"Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg. Man spürt den Zug im Team und, dass sie Großes erreichen will - und auch kann."

Äußerst forsche Töne schlägt auch Nationalspieler Philipp Lahm an.

"Wenn wir unsere Leistung bringen, kann uns keine Mannschaft in der Bundesliga schlagen", behauptet er. Dennoch ist der Respekt vor den seit acht Ligaspielen sieglosen Wölfen groß, Trainer Louis van Gaal warnt vor einer "starken Mannschaft mit sehr guten Spielern".

Van Gaal verzichtet auf Ribery

Trotzdem wird er in der Startelf vermutlich auf Ribery verzichten. "Mein Ziel ist es, die momentan beste Mannschaft aufzustellen." Und dazu gehöre Ribery derzeit (noch) nicht.

Aus der Bayern-Mannschaft, die am 4. April 2009 in Wolfsburg 1:5 unterging, werden demnach nur Lahm, Bastian Schweinsteiger und Kapitän Mark van Bommel übrig bleiben. Auch deshalb glaubt van Gaal nicht, dass die Pleite noch in den Köpfen der Profis ist.

Bayer ohne Sorgen

Kontrahent Bayer reist ohne Sorgen nach Bochum, wenngleich Trainer Jupp Heynckes warnt:

"Bochum ist in der Rückrunde genauso ungeschlagen wie wir. Das ist eine Mannschaft, die mit Leidenschaft kämpft und hohe Moral hat. Das wird für uns wieder ein Prüfstein, und da müssen wir wieder eine Leistung abrufen, die überdurchschnittlich ist."

Anders als Heynckes nimmt VfL-Coach Heiko Herrlich das Wort Meisterschaft in Verbindung mit Bayer in den Mund, für Leverkusen sei der Titel "in dieser Saison möglich", sagt er.

Dennoch hält er einen Punkt für realistisch. "Aber es muss bei Leverkusen einiges nicht passen, damit wir erfolgreich sein können."

Im späten Spiel will der VfB Stuttgart in Nürnberg seine Siegesserie ausbauen (ab 18.15 Uhr LIVE).

Sport1.de hat die Fakten zu den Samstagspielen:

VfL Wolfsburg - Bayern München

Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner gibt gegen die Bayern sein Heimdebüt. Personell muss der 58-Jährige dabei nur auf Torwart Diego Benaglio (Knie-OP) und Neuzugang Rever (Handbruch) verzichten.

Bayerns Coach Louis van Gaal hat alle Mann an Bord.

1. FC Köln - Hamburger SV

Nachdem die Stürmer Mladen Petric und Tunay Torun beim Abschlusstraining über Knieprobleme klagten rückt HSV-Neuzugang Ruud van Nistelrooy ins Aufgebot von Trainer Bruno Labbadia.

Weiterhin muss der HSV-Coach verletzungsbedingt auf fünf Leistungsträger verzichten.

Bei den Kölnern steht Leihgabe Zoran Tosic vor seinem Debüt in der Startelf. Lukas Podolski muss hingegen wegen einer Fußprellung erneut aussetzen. Zudem fehlt Maniche aufgrund eines Trauerfalls.

SC Freiburg - Schalke 04

Die seit sechs Partien sieglosen Freiburger müssen weiter ohne Pavel Krmas, Daniel Caliguri und Hamed Namouchi auskommen.

Dafür kehrt Mittelfeldspieler Ivica Banovic nach auskurierter Oberschenkelverletzung zurück ins Team.

Die Breisgauer gewannen zuletzt am 28. November 2009 (1:0 beim 1. FC Nürnberg).

Die Schalker haben groß eingekauft, doch Trainer Felix Magath vertraut den bewährten Kräften. Keiner der insgesamt acht Neuzugänge steht in der Startformation. Neuling Besart Ibraimi ist erstmals im Kader.

VfL Bochum - Bayer Leverkusen

Beim VfL steht Neuzugang Lewis Holtby vor seinem Debüt. Der Mittelfeldmann ist vom Ruhrpottrivalen Schalke 04 ausgeliehen.

Der Algerier Anthar Yahia ist zurück vom Afrika-Cup, wird aber wohl noch nicht eingesetzt.

Auch bei den Leverkusenern wird Hans Sarpei nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup noch eine Pause erhalten.

Trainer Jupp Heynckes wird seine zuletzt siegreiche Mannschaft nicht ändern. Lukas Sinkiewicz fällt mit Grippe aus.

1899 Hoffenheim - Hannover 96 (alle Samstag, 15.30 Uhr)

Die Hoffenheimer sind seit sieben Spielen sieglos und nach zuletzt drei Niederlagen in Serie (0:7 Tore) die derzeit schwächste Rückrundenmannschaft.

Nach seiner Sperre soll Innenverteidiger Josip Simunic wieder in die Startelf zurückkehren.

Zudem stehen die Stürmer Chinedu Obasi (Afrika-Cup) und Maicosuel (Bänderriss) vor einem Comeback.

Hannovers Trainer Mirko Slomka hofft im dritten Spiel unter seiner Regie auf die ersten Punkte der seit neun Partien sieglosen 96er.

Dabei muss der Coach verletzungsbedingt auf nicht weniger als neun Leistungsträger verzichten. Seine Hoffnungen ruhen auf den Neuzugängen Elson und Arouna Kone. Beide werden von Anfang spielen.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr)

Der 1. FCN kann personell aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Andreas Wolf kehrt nach abgesessener Gelbsperre für Dominic Maroh in die Startelf zurück.

Zudem ist Mike Frantz nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder eine Alternative.

Zdravko Kuzmanovic wird wohl erstmals unter VfB-Trainer Christian Gross in die Startelf rücken.

Bei Stuttgart sind die angeschlagenen Matthieu Delpierre und Cacau noch fraglich. Arthur Boka, der zuletzt mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup im Einsatz war, wird wieder in den Kader rücken.

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