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Serdar Tasci (l.) machte gegen Nürnberg sein 16. Saisonspiel für den VfB © imago

Der VfB siegt in Nürnberg zum fünften Mal in Folge und setzt sich in der oberen Tabellenhälfte fest. Der Club enttäuscht nicht.

Nürnberg - Der VfB Stuttgart hat seine Siegesserie fortgesetzt und die Abstiegssorgen des 1. FC Nürnberg weiter verschlimmert 200406(die Bilder).

Dank eines späten Tores von Roberto Hilbert (87.) gewannen die Schwaben beim Club mit 2:1 (1:0) und feierten damit ihren fünften Sieg in Serie (DATENCENTER: Die Tabelle).

Im Gegensatz zum FCN, der die sechste Heimniederlage kassierte und Vorletzter bleibt, dürfte der VfB mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Die Schwaben blieben im siebten Spiel in Folge ungeschlagen. Nürnberg wäre nach dem jüngsten 3:1 in Hannover mit einem Sieg gegen Stuttgart erstmals seit dem 14. Spieltag wieder auf den 15. Rang vorgerückt.

Gross lobt die "Clubberer"

"Die Mannschaft hat Moral gezeigt und alles in die Waagschale geworfen", sagte Nürnbergs Bayern-Leihgabe Andreas Ottl: "Wir haben gut gespielt und unglücklich verloren, Wir machen eben nicht die nötigen Tore."

VfB-Coach Christian Gross lobte den tapfer kämpfenden Aufsteiger: "Sie haben mit großer Leidenschaft gespielt."

"Aber wir haben aber gut verteidigt", fand der Schweizer auch für sein Team positive Worte.

Bunjaku mit zehntem Saisontor

Vor 40.384 Zuschauern brachte Timo Gebhart den VfB, der unter Trainer Christian Gross noch kein Pflichtspiel verloren hat, in der 22. Minute in Führung.

Mit einem strammen Flachschuss von der Strafraumgrenze nach klugem Zuspiel von Sami Khedira ließ er FCN-Keeper Raphael Schäfer keine Abwehrmöglichkeit.

In der 60. Minute glich Albert Bunjaku aus. Beim 10. Saisontor des Schweizers gab VfB-Torwart Jens Lehmann nicht gerade die beste Figur ab.

"Der Ball fällt auf einmal herunter. Normalerweise halte ich den locker", wies der Keeper jegliche Schuld von sich. Kurz vor dem Abpfiff schlug dann Hilbert zu.

VfB agiert abgeklärter

Die Schwaben wirkten trotz und einer glanzlosen Leistung insgesamt abgeklärter. Der Club hatte dagegen erneut Probleme beim Spielaufbau und in der Offensive.

Kämpferisch war den Franken aber kein Vorwurf zu machen. Zudem stimmte erneut weitgehend die Ordnung. Zunächst konnten die Nürnberger gegen die gut gestaffelte Abwehr des VfB kaum Druck entwickeln.

Ein Kopfball von Angelos Charisteas nach Eckball von Bunjaku war in der Anfangsphase deshalb die einzige Möglichkeit der Gastgeber.

Wolf zurück in der Startelf

Stuttgart begann abwartend. Erst nach gut 15 Minuten verstärkten die Schwaben ihre Offensivbemühungen.

Nach Flanke von Cristian Molinaro konnte FCN-Innenverteidiger Breno aber in höchster Not vor dem anstürmenden Pavel Pogrebnyak klären, ehe Gebhart das 1:0 erzielte.

Begünstigt wurde das zweite Saisontor des 20-Jährigen von einem Fehler von FCN-Kapitän Andreas Wolf, der nach einer Gelbsperre wieder im Team stand.

Stuttgart lauert auf Konter

Der VfB überließ dem FCN in der Folgezeit wieder das Mittelfeld. Doch mehr als ein Kopfball von Wolf, mit dem Lehmann keine Probleme hatte, und ein Schuss von Marek Mintal über das Tor sprangen für Nürnberg nicht heraus.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum. Nürnberg drängte einigermaßen planlos, Stuttgart lauerte auf Konter.

Einer davon hätte in der 46. Minute beinahe das 2:0 gebracht. Ciprian Marica scheiterte freistehend aber an Schäfer. Der Nürnberger Keeper verhinderte zudem gegen Gebhart eine Vorentscheidung (55.), was sich prompt rächen sollte.

Hecking: "Tolles Bundesligaspiel"

Nach dem überraschenden Ausgleich von Bunjaku drängte der FCN auf den Sieg.

"Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Es war ein tolles Bundesligaspiel. Meine Mannschaft hat ein hervorragendes Spiel abgeliefert", sagte Club-Coach Dieter Hecking.

Die beste Chance in einer hektischen Schlussphase hatte aber der VfB durch Pogrebnyak, dessen Kopfball erneut Schäfer parierte (72.). Bunjaku für Nürnberg und Gebhart auf der Gegenseite hatten vor dem 1:2 ebenfalls noch Gelegenheiten.

"Ich hätte noch ein Tor mehr machen müssen und jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Das ist ärgerlich", sagte Bunjaku, drittbester Torschütze der Bundesliga.

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