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2007 holte Breno mit Sao Paulo den Meistertitel in Brasilien © getty

In Kürze wird der Bayern-Verteidiger Vater. Er ist überglücklich, auch weil es für den Brasilianer derzeit beim FCB prima läuft.

Von Mathias Frohnapfel

München - Manche Dinge im Leben eines Mannes sind wichtiger als ein Debüt in der Champions League.

Für Bayerns Innenverteidiger Breno ist es die baldige Geburt seines Sohnes.

Anfang Oktober soll der Filius auf die Welt kommen. "Ich freue mich absolut riesig", erzählte am Freitag der 18-Jährige. Dazu ein breites Lächeln.

Jungspund im Glück

Und der Jungspund im Team des deutschen Rekordmeisters kann derzeit noch über andere Dinge strahlen.

Gegen Lyon spielte er am Dienstag zum ersten Mal in der Champions League - und das ohne größere Fehler. Am Samstag (ab 15 Uhr, LIVE) hat er beste Chancen, erneut in der Startelf zu stehen.

Ein Spiel auch für den Trainer

Zwar beging der Brasilianer gegen Lyon einige unnötige Fouls im Mittelfeld und antizipierte nicht jede Situation optimal, spielte ansonsten aber ordentlich mit.

Dabei schauten alle dem jungen Mann, der 2007 mit dem FC Sao Paulo Meister in Brasilien wurde, auf die Füße. Hätte er gepatzt, wie leicht wäre dann sein Trainer Jürgen Klinsmann angreifbar gewesen.

Duell mit van Buyten

Routinier Daniel van Buyten durfte nur zuschauen. Martin Demichelis, sonst neben Lucio Platzhirsch auf der Innenverteidiger-Position, sollte im defensiven Mittelfeld aushelfen.

Breno bestand die Prüfung.

Gegenüber Sport1.de sagte er über den Druck: "Wir sind eine Mannschaft mit sehr guten Verteidigern. Da ist immer Anspannung da, auch im Training."

Außerdem sei ja auch der Belgier van Buyten ein beachtlicher Abwehrspezialist, mit dem er in Konkurrenz stehe.

Die blaue Trainingsjacke trug Breno am Freitagnachmittag wegen der herbstlichen Kälte in Bayern hochgeschlossen. Die Rastalocken lassen ihn noch ein wenig jungenhafter wirken als der Teenager ohnehin ist.

Jetzt mit Idealgewicht

Außerdem fällt auf: Breno Vinicius Borges, wie der Südamerikaner mit vollem Namen heißt, hat abgenommen.

"Stimmt", bestätigte er. Mit Hilfe der FCB-Fitnesstrainer liege er jetzt bei einem Idealgewicht von 86 Kilo.

Die "Entdeckung der Saison" war er für brasilianische Sportjournalisten im Vorjahr. Jetzt beginnt Breno, der im Winter 2008 für zirka 14 Millionen Euro an die Isar gewechselt war, sich in Deutschland einen Namen zu machen.

Nach der 0:1-Niederlage in Hannover sagte Manager Uli Hoeneß: "Unser bester Spieler heute war Breno."

Auch Coach Jürgen Klinsmann attestierte "eine tadellose Leistung."

Breno hofft am Samstag erneut auf solche Komplimente - aber bitte nach einem Sieg über Bochum.

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