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Felix Magath steht bis zum 30.6.2013 bei Schalke unter Vertrag © getty

Nach dem torlosen Remis in Freiburg ärgert sich Schalke-Trainer Felix Magath über den nicht gegebenen Treffer von Marcelo Bordon.

Freiburg - Der Tor-Raub von Freiburg brachte Felix Magath auf die Palme.

"So lange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir uns wohl jede Woche ärgern", schimpfte der Trainer von Schalke 04, nachdem ein regulärer Treffer seiner Mannschaft beim SC Freiburg nicht anerkannt worden war. (DATENCENTER: Der 21. Spieltag)

Die Königsblauen kamen deshalb am 21. Spieltag der Bundesliga nur zu einem 0:0 beim Aufsteiger und verloren wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

"Das können ja nur Amateure sein"

Magath hatte nach dem Schlusspfiff sichtlich Mühe, sich zu beherrschen. "Es gibt eben weiterhin Amateure, die nichts davon halten, technische Hilfsmittel im Profibereich anzuwenden", sagte der Coach und legte noch nach: "Das können ja nur Amateure sein.

Im Profigeschäft wäre es schließlich sinnvoll, wenn man so wenig Fehler wie möglich hinnehmen müsste."

Drees lässt weiterspielen

Grund für die Aufregung war eine Szene in der 47. Minute. Schalkes Kapitän Marcelo Bordon hatte per Kopf die Unterkante der Latte getroffen. Von dort sprang der Ball knapp hinter die Torlinie, Schiedsrichter Jochen Drees (Münster) aber ließ weiterlaufen.

Auch der zuständige Assisten Torsten Bauer (Seesbach) hatte nicht erkannt, dass der Ball wenige Zentimeter hinter der Linie war.

Kein Vorwurf an Drees und Assistenten

"Dem Assistenten und dem Schiedsrichter mache ich keinen Vorwurf", sagte Magath, der sich zum wiederholten Mal für die technische "Aufrüstung" der Unparteiischen aussprach: "Auch ein Torrichter ist doch nur etwas Halbfertiges. Ich bin schon immer für eine technische Lösung. Sinnvoll wäre eine Lösung, die solche Szenen sofort auflöst. Dann hätten wir die eine oder andere Ungerechtigkeit weniger - und das wäre doch ganz schön."

Magath hat kaum Hoffnung

Magath hat allerdings kaum Hoffung auf rasche Abhilfe bei dieser Problematik. "Das ist doch die alte Nummer. So lange der DFB, die UEFA oder irgendein Verband glaubt, dass wir ohne diese technische Hilfsmittel auskommen, müssen wir damit leben", sagte der Vize-Weltmeister von 1986.

Fürsprecher Dutt

Selbst Freiburgs Trainer Robin Dutt unterstützte Magath. "Ich werde den Teufel tun und einem erfahrenen Trainer widersprechen", sagte der 45-Jährige: "Es wäre ganz einfach, technische Hilfsmittel zu installieren. Es heißt immer, ohne die technischen Hilfsmittel würde der Fußball menschlich bleiben. Stattdessen wird er aber unmenschlicher."

Randnotiz Negativrekord

Der Wirbel um den nicht gegebenen Treffer drängte alle anderen Themen rund um das Spiel vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion in den Hintergrund.

Selbst die Einstellung eines Negativrekords durch die Freiburger war kein Thema. Dabei wartet die schlechteste Heimmannschaft der Liga, die in der laufenden Saison erst einen Sieg zu Hause feierte, seit nun fünf Heimspielen auf ein Tor.

Die magische Sieben

Außerdem hielten die gegensätzlichen Serien beider Teams. Die Schalker, die drei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze (Der Tabellenrechner)haben, sind seit sieben Spielen ungeschlagen. Die abstiegsgefährdeten Freiburger dagegen warten seit sieben Partien auf einen Erfolg.

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