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Halil Altintop (r., mit Kölns Mohamad) erzielte 2005/06 20 Tore für Kaiserslautern © imago

Vorm Spiel in Dortmund ruhen Frankfurts Hoffnungen auf Stürmer Halil Altintop. Er erklärt, wie die Hessen den BVB packen wollen.

Von Christian Stüwe

München - Eintracht Frankfurt spielt bisher eine passable Saison, keine Frage.

Der achte Platz mit 28 Punkten bedeutet die beste Platzierung der Hessen seit Mitte der neunziger Jahre.

Allerdings ließ die Eintracht einige Punkte liegen, weil den Frankfurtern nach den langfristigen Ausfällen der Stürmer Ioannis Amanatidis und Martin Fenin in der Offensive die Durchschlagskraft fehlte.

Trainer Michael Skibbe forderte vehement Verstärkungen und riskierte damit sogar Unstimmigkeiten mit dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen.

Kurz vor Ende der Transferperiode bekam Skibbe, der mit der Eintracht einen weiteren Schritt nach vorne machen will, dann aber doch noch seinen neuen Stürmer.

Torloses Debüt gegen Köln

Halil Altintop wechselte von Schalke 04 zu den Frankfurtern und kam in der vergangenen Woche im Heimspiel gegen Köln bereits zum Einsatz.

Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen fand der als einzige Spitze eingesetzte 27-Jährige gegen Ende der Partie immer besser ins Spiel. Ein Tor blieb ihm aber verwehrt.

Nun soll im Auswärtsspiel der Eintracht bei Borussia Dortmund (ab 18.15 Uhr LIVE) der erste Treffer gelingen.

Im Sport1.de-Interview spricht der türkische Nationalspieler über seinen neuen Verein, seine Ziele in Frankfurt und das Spiel beim BVB.

Sport1: Herr Altintop, Sie trainieren nun seit fast einer Woche mit Ihrer neuen Mannschaft und haben auch schon ein Spiel absolviert. Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Mannschaft, Trainer und Umfeld?

Halil Altintop: Gut. Ich wurde von Beginn an sehr gut aufgenommen und habe mich auf Anhieb wohlgefühlt. Trainer, Umfeld, Fans, Stadion, Kollegen im Team und um das Team herum ? alles ist so, wie ich es mir vorgestellt habe.

Sport1: Sie sind von einem Topklub der Liga ins Mittelfeld gewechselt. Empfinden Sie das als Rückschritt?

Altintop: Nein. Die Eintracht ist ein Traditionsklub wie Schalke. Natürlich hat man hier noch andere sportliche Ziele, doch man arbeitet in Frankfurt ehrgeizig daran, sich zu verbessern. Dabei möchte ich mithelfen.

Sport1: Die Eintracht ist in der Tabelle gut platziert, dennoch fehlt ein gutes Stück zu den internationalen Plätzen. Was denken Sie, ist in dieser Saison drin?

Altintop: Wir wollen am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz landen und in etwa 46 Punkte erreichen. Im Moment sind wir dabei im Rennen um Platz sechs ? und das wollen wir auch möglichst lange bleiben.

Sport1: Denken Sie, dass Sie an Ihre Trefferquote aus den Zeiten in Kaiserslautern anschließen können?

Altintop: So weit denke ich jetzt noch nicht. Für mich ist die Eintracht ein sportlicher Neuanfang. Ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn es so käme.

Sport1: Die haben nur einen Vertrag bis zum Sommer unterschrieben. Können Sie sich vorstellen, länger in Frankfurt zu bleiben?

Altintop: Klar, kann ich es mir vorstellen. Sonst wäre ich nicht gar nicht erst nach Frankfurt gekommen. Jetzt spiele ich erst mal die Rückrunde und dann werden beide Seiten sehen, ob es passt.

Sport1: Am Sonntag steht das Auswärtsspiel in Dortmund an. Die Borussia hatte einen guten Lauf, hat aber zuletzt verloren. Was ist möglich für die Eintracht?

Altintop: Dortmund spielt eine sehr starke Saison und wird mächtig Gas geben. Sie sind in dieser Saison eine Macht im eigenen Stadion. Wir haben in den letzten Auswärtsspielen in der Defensive sehr gut gearbeitet und wenige Torchancen zugelassen. Deshalb rechnen wir uns auch beim BVB etwas aus. Wir werden alles geben, um mindestens einen Zähler mitzunehmen.

Sport1: Kommt da auch noch einmal der Schalker durch, wenn es darum geht, den BVB zu ärgern?

Altintop: Jetzt bin ich Frankfurter und spiele für meinen neuen Klub. Da ist es völlig egal, wie der Gegner heißt.

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