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Hoffenheims Vedad Ibisevic (l.) im Kopfballduell mit Frankfurts Christoph Spycher © getty

Mit einem Doppelpack sichert Demba Ba dem Aufsteiger Platz eins. Für Eintracht-Coach Funkel wird die Luft immer dünner.

Mannheim - Angeführt vom überragenden Demba Ba hat Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim die Krise beim "Kellerkind" Eintracht Frankfurt drastisch verschärft.

Die Hessen unterlagen am siebten Spieltag 1:2 (0:0) beim starken Neuling und bleiben damit die einzige sieglose Mannschaft der Eliteklasse.

Der Senegalese Ba erzielte beide Treffer (47. und 71.) für die zu Hause noch unbesiegten Hoffenheimer, die die Tabellenführung übernahmen. Dagegen blieb die Eintracht, für die Markus Steinhöfer (66.) erfolgreich war, auswärts zum siebten Mal in Folge ohne Sieg.

Funkel: "Auftritt macht Mut"

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: "Es war das von mir erwartet schwere Spiel. Wir hatten mehr Probleme, zu unserem Spiel zu finden, als gegen die anderen Gegner zu Hause. Sicher war der Sieg am Ende ein wenig wacklig und auch glücklich."

Frankfurts Coach Friedhelm Funkel zieht trotz der Niederlage positive Ansätze: "Ich glaube, dass wir Hoffenheim mehr Probleme bereitet haben als Dortmund vor 14 Tagen, aber leider haben auch wir verloren. Die Mannschaft hat 90 Minuten alles versucht, aber am Ende hat auch das Quäntchen Glück gefehlt. Trotzdem macht mir der Auftritt der Mannschaft Mut."

Frankfurt besser als erwartet

Die 26.300 Zuschauer im zum vierten Mal in Folge ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion sahen in der Anfangsphase eine temporeiche und ausgeglichene Partie.

Vor allem die Gäste, die auf Chris (gesperrt), Zlatan Bajramovic (Zehenoperation), Ümit Korkmaz (Fußbruch), Alexander Meier (Sehnenreizung), Christoph Preuß (Knieopertaion) und Aleksandar Vasoski (Trainingsrückstand) verzichten mussten, agierten wesentlich besser, als es ihr Tabellenplatz im Vorfeld vermuten ließ.

DFB-Ermittlungen gegen Eintracht möglich

Während sich die Frankfurter, deren zuletzt nicht mehr unumstrittener Trainer Friedhelm Funkel alle vier bisherigen Duelle mit seinem Gegenüber Ralf Rangnick verloren hatte, auf dem Platz ordentlich verkauften, fielen die rund 10.000 mitgereisten Fans der Eintracht aus der Rolle und beleidigten Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp mit Sprechchören.

Da der DFB zuletzt angekündigt hatte, die sich häufenden Beleidigungen gegen Hopp zukünftig verfolgen zu wollen, dürften den Hessen Ermittlungen des Kontrollausschusses ins Haus stehen.

Ibisevic und Ba scheitern

Unbeeindruckt vom Geschehen auf den Tribünen übernahmen die Gastgeber, die ohne Stammtorwart Ramazan Özcan (Kapselverletzung) und den Brasilianer Wellington (Außenbandanriss) auskommen mussten, nach rund 20 Minuten das Kommando auf dem Rasen.

Torjäger Vedad Ibisevic vergab die erste hochkarätige Chance der immer stärker werdenden Hoffenheimer (21.), kurz vor der Pause scheitertete Ba an Eintracht-Keeper Oka Nikolov (41.).

Steinhöfer trifft

Besser machte es Ba bei seinem dritten Saisontor kurz nach dem Seitenwechsel. Nur elf Minuten später hätte der Nigerianer Chinedu Obasi für die Vorentscheidung sorgen, der Silbermedaillengewinner von Peking scheiterte aber freistehend an Nikolov.

Die Nachlässigkeit der Hoffenheimer wurde kurz darauf durch Steinhöfer bestraft. Ba brachte die Gastgeber zurück auf die Siegerstraße.

Nikolov stark

Beste Spieler auf Seiten der Platzherren, bei denen Ersatzkeeper Daniel Haas für Özcan das Tor hütete, waren Ba und der Brasilianer Luiz Gustavo.

Bei den Gästen konnten vor allem Patrick Ochs und Nikolov überzeugen.

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