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Die Werder-Spieler bejubeln das 3:0, an dem Pasanen (M.) beteiligt war © getty

Bremen führt 96 in Hälfte eins vor und nutzt schlimme Abwehrfehler. Die desolate Slomka-Truppe taumelt dem Abstieg entgegen.

Hannover - Fast widerstandslos taumelt Hannover 96 weiter dem Abstieg entgegen.

Im Nordduell gegen Werder Bremen unterlag die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka auch in der Höhe verdient mit 1:5 (0:4) und kassierte die siebte Niederlage in Folge. Damit ist der letzte 96-Sieg vor dreieinhalb Monaten (1:0 in Köln) mittlerweile zwölf Ligaspiele her.

Die Bremer haben nach dem zweiten Liga-Sieg in Folge die Europacup-Plätze fest im Blick.

Spiel nach 45 Minuten gelaufen

Peter Niemeyer (11.), Naldo (18.), Eigentorschütze Leon Andreasen (26.) und Aaron Hunt (44.) machten den Werder-Erfolg dabei bereits vor der Pause klar.

Vor 44.379 Zuschauern kam Hannover nach der Pause zum Ehrentreffer durch den Ex-Bremer Christian Schulz (59.), ehe Claudio Pizarro (68.) den alten Abstand wiederherstellte.

Eklatante Abstimmungsprobleme

Aufgrund von Verletzungen hatte Slomka sein Team erneut umbauen und vor allem die Abwehrreihe neu formieren müssen, was bei den ohnehin verunsicherten Niedersachsen zu weiteren eklatanten Abstimmungsschwierigkeiten führte.

Werder wurde von den Gastgebern geradezu zum Toreschießen eingeladen.

Gleich mit dem ersten guten Bremer Angriff eröffnete Niemeyer den Torreigen, als er nach einem Einwurf von Clemens Fritz im Strafraum aus spitzem Winkel Florian Fromlowitz im 96-Tor zu seinem ersten Saisontreffer überwand.

Pechvogel Andreasen

Auch in der Folgezeit befreite sich die Defensive der Gastgeber nur selten aus der Bremer Umklammerung und kassierte folgerichtig weitere Treffer.

Beim 0:2 kam Abwehrspieler Naldo nach Vorarbeit von Mesut Özil sträflich frei zum Kopfball und ließ Fromlowitz aus kurzer Distanz keine Chance.

Beim 0:3 war Hannovers Pechvogel Andreasen zwar vor Werders Petri Pasanen am Ball, beförderte die Kugel allerdings ins eigene Tor. Kurz vor der Pause erzielte Hunt nach einem Freistoß von Marko Marin sogar das 0:4.

Schulz gelingt Ehrentreffer

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Platzherren zumindest ein wenig fangen und den Bremer Angriffsfluss vorübergehend unterbinden.

Dennoch hatte Pizarro in der 55. Minute sogar das 0:5 auf dem Fuß, wobei der Peruaner jedoch aus guter Schussposition an Fromlowitz scheiterte.

Kurz darauf nutzte Schulz eine der wenigen Unaufmerksamkeiten in der Gäste-Abwehr zum 1:4, ehe sich auch Pizarro in die Torschützenliste eintragen konnte.

In einer völlig desolaten 96-Mannschaft konnten noch am ehesten Schulz und Fromlowitz gefallen. Werder zeigte eine geschlossene Mannschaftleistung.

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