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Nachdenkliche Borussen: Die Innenverteidiger Neven Subotic (l.) und Mats Hummels © imago

Der BVB kassiert in München seine dritte Niederlage in Folge. Als Krise will keiner der Beteiligten den Negativ-Lauf bewerten.

München - Viele Chancen, gut gespielt, aber trotzdem zum dritten Mal in Folge verloren: Bei Borussia Dortmund prallten nach dem 1:3 (1:1) beim deutschen Rekordmeister Bayern München Gefühlswelten aufeinander (Sport-1-Interview mit Philipp Lahm).

"Wollen wir über das Spiel reden oder die Serie?", fragte BVB-Sportdirektor Michael Zorc und machte deutlich, dass es sich dabei um zwei unterschiedliche Dinge handelte (DATENCENTER: Telegramm des Spiels).

Klopp zieht positives Fazit

Denn während die Negativ-Serie - die längste, seit Jürgen Klopp Trainer der Schwarz-Gelben ist - alle Beteiligten schmerzte, fiel das Spielfazit eindeutig positiv aus.

"Ich bin mit dem Spiel und Auftreten der Mannschaft sehr zufrieden. Ich kann ihr eigentlich keinen Vorwurf machen", sagte Klopp, "wir haben verloren, weil wir aus elf Chancen nur ein Tor gemacht haben." (202540DIASHOW: Der 22. Spieltag)

Gut nicht gut genug

Zwar hatten Lucas Barrios, Sven Bender und Kevin Großkreutz Möglichkeiten am Fließband erarbeitet, doch nur Mohamed Zidans Schuss aus der fünften Minute war im Tor der Bayern gelandet.

Mats Hummels sprach deshalb zwar von einem "guten Spiel" gegen seinen Ex-Klub, "aber gegen die individuelle Klasse der Bayern reicht eben nur ein sehr gutes". (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lob von van Gaal

Der sichtlich geknickte BVB-Ersatzkapitän Nuri Sahin sah in der Partie nach dem 1:4 in Stuttgart und dem schwachen Heimauftritt gegen Frankfurt (2:3) immerhin "einen kleinen Schritt nach vorne".

Selbst Bayern-Trainer Louis van Gaal zollte der Leistung der Gäste Respekt: "Es war heute sehr schwierig für uns, Dortmund war taktisch hervorragend eingestellt."

Nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Bremen

Doch lobende Worte allein helfen dem BVB im Kampf um einen Platz in der Europa League nicht weiter. Der vor drei Wochen noch komfortable Vorsprung von acht Punkten auf Platz sechs ist mittlerweile auf zwei Zähler auf Werder Bremen zusammengeschrumpft.

"Und natürlich ärgert es uns, dass wir seit Wochen keine Punkte geholt haben", sagte Zorc.

Hummels kündigt Punkte an

Hummels verwehrte sich allerdings entschieden dagegen, aus den drei Niederlagen einen Abwärtstrend abzuleiten. "Richtig negativ war doch nur das Spiel gegen Frankfurt", stellte er klar, "Niederlagen in Stuttgart und München sind nichts, wofür man sich schämen müsste."

Für das nächste Heimspiel gegen den Krisen-Klub Hannover 96 kündigte Hummels zudem wieder Punkte an: "Wenn wir dann so auftreten wie heute, gehen wir sicher nicht als Verlierer vom Platz.

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