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Gruß ans Baby: Jefferson Farfan feiert sein Tor mit (v.l.) Kevin Kuranyi und Ivan Rakitic © imago

Der imposante Geduldsieg über Köln ist auch ein Fingerzeig für Bayern und Leverkusen, auch wenn Magath den Leisetreter gibt.

Gelsenkirchen - Karnevalsstimmung auf Schalke, Aschermittwochs-Feeling beim 1. FC Köln:

Während die Fans der Königsblauen nach dem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die Gäste aus der Narrenhochburg am Rhein ausgelassen feierten, herrschte beim FC einen Tag vor Rosenmontag Katerstimmung.

"Es kann nicht sein, dass wir immer wieder Tore durch Standardsituationen bekommen. Wir besprechen immer alles, bekommen Videos und kassieren dann solche Tore", sagte Christopher Schorch.

Und ehe Kölns Abwehrspieler ebenso wie seine Kollegen missmutig in die Kabine stapfte, ergänzte er: "Das müssen wir ganz schnell abstellen." 202540(DIASHOW: Der 22. Spieltag)

Magath zufrieden - trotz Magerkost

Dagegen war Schalke-Trainer Felix Magath äußerst zufrieden, auch wenn seine Mannschaft nur Magerkost abgeliefert hatte: "Wir brauchen gerade in solchen Spielen gegen defensiv gut organisierte Gegner Geduld. Die Spieler wissen, dass irgendwann die Chance kommt."

Vom Titel für Schalke will der Wolfsburger Meistertrainer aber nach wie vor nichts wissen: "Wir wissen aber, dass wir uns nicht mit den Bayern vergleichen können, dafür ist meine Mannschaft viel zu jung."

Dass sein Team im Titelrennen bleibt, freut ihn aber: "Wir haben uns durch den Sieg oben festgesetzt."

Leverkusen und Bayern im Nacken

Vier Tage nach dem Einzug in das DFB-Pokal-Halbfinale festigte Schalke mit 45 Punkten Platz drei und bleibt in Schlagdistanz zu Tabellenführer Bayer Leverkusen und Bayern München (beide 48).

Mit dem Spitzenduo duelliert sich Schalke im März, Bayern ist zudem der Gegner im DFB-Pokal.

Die Königsblauen sind zudem sechs Heimspiele in Folge und damit 586 Minuten ohne Gegentor. Youngster Joel Matip brachte mit einem Kopfball-Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) die Hausherren in Front, ehe Jefferson Farfan in der 81. Minute alles klar machte.

Rafinha gegen Wolfsburg gesperrt

Im nächsten Spiel beim deutschen Meister VfL Wolfsburg fehlt Rafinha allerdings nach der fünften Gelben Karte. (DATENCENTER: Ergebniss und Tabelle)

Die Kölner erlebten nach dem Pokal-Desaster beim Zweitligisten FC Augsburg eine weitere Enttäuschung, der FC war zuvor in acht Auswärtsspielen in Folge ungeschlagen.

Magath hatte sein Team gegenüber dem 1:0 im DFB-Pokal-Viertelfinale beim VfL Osnabrück auf einer Position verändert. Für Neuzugang Alexander Baumjohann spielte im Mittelfeld Christoph Moritz.

Soldo vertraut allen Pokal-Rot-Sündern

Kölns Trainer Zvonimir Soldo setzte nach dem Pokal-Desaster in Augsburg auf alle Sünder. Neben Adil Chihi, der die Rote Karte gesehen hatte, spielten Petit und auch Lukas Podolski (beide Gelb-Rote Karte) von Beginn an.

Der Nationalstürmer agierte in einer offensiven Mittelfeldreihe auf der linken Außenbahn und war nach seinem unrühmlichen Acht-Minuten-Auftritt besonders motiviert.

Gegen die beste Defensive der Bundesliga war allerdings kein Durchkommen. Podolski machte nur mit einem Freistoß auf sich aufmerksam, der aus 20 Metern aber in den Armen von Schalkes Keeper Manuel Neuer landete (11.).

Maniche ans Außennetz

Gefährlicher war da schon die Aktion von Maniche, dessen Schuss nach einem Angriff über vier Stationen am Außennetz landete (9.).

Die Gastgeber hätten in der Anfangsphase durch Benedikt Höwedes durchaus in Führung gehen können. Der Kopfball des Innenverteidigers strich aber knapp am Tor vorbei (6.).

Der Tabellendritte tat sich vor 61.673 Zuschauern aber sichtlich schwer gegen die defensiv geschickten Kölner. Aus dem Nichts fiel dann das 1:0. Nach einer Freistoß-Flanke von Lukas Schmitz traf Matip per Kopf.

Farfan macht alles klar

Die Führung gab den Gastgebern mehr Sicherheit, das Magath-Team war deutlich aktiver. Dennoch sprangen kaum klare Möglichkeiten heraus.

Farfan nutzte dann eine der wenigen Chancen, als er nach einem Zuspiel von Kevin Kuranyi für die Entscheidung sorgte.

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