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Neven Subotic absolvierte bisher fünf Länderspiele für Serbien © getty

Dortmunds Neven Subotic mach dem BVB gegenüber Sport1.de Mut. Die Dortmunder Krise soll gegen Hannover 96 ein Ende finden.

Von Guido Huber und Tobias Hlusiak

München - Null Punkte, 4:10 Tore. Die Bilanz der letzten drei Spiele fällt für Borussia Dortmund verheerend aus. Am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) kommt es nun zum Duell mit Hannover 96.

Die Niedersachsen kommen ihrerseits mit sieben Niederlagen im Gepäck in den Signal-Iduna-Park.

Dortmunds Innenverteidiger Neven Subotic zeigt im Gespräch mit Sport1.de trotzdem Respekt für den Gegner.

"Das wird sicher kein leichtes Spiel", meint der Innenverteidiger.

"Bei Hannover wartet man jede Woche auf den Befreiungsschlag. Ich hoffe, dass wir nicht die ersten sind, die unter die Räder kommen."

Und zudem stellt Subotic fest, dass in der Bundesliga jeder gegen jeden bestehen könne. "Bochum hat erst jetzt Hoffenheim geschlagen", nennt der Serbe als jüngstes Beispiel.

"Kein Karatekurs" möglich

Auch Kollege Mats Hummels warnt im DSF vor Hannover: "Sie haben keine gute Phase, aber sie werden natürlich versuchen, einen Überraschungs-Coup zu landen."

Und forsch gibt Hummels vor: "Wenn wir so auftreten wie gegen Bayern, gehen wir sicher nicht als Verlierer vom Platz."

Die faire Spielweise, die Subotic und Hummels zuletzt negativ ausgelegt wurde, will das Defensiv-Duo aber beibehalten:

"Wir werden jetzt bestimmt keinen Karatekurs belegen, um uns in Zweikämpfen zu verbessern", sagt Subotic trotzig.

Interesse von Chelsea?

Der 21-Jährige selbst hat dank einer starken Saison bei internationalen Top-Klubs Interesse geweckt.

Öl-Millardär Roman Abramowitsch will offenbar 80 Millionen Euro in eine Verjüngungskur seines FC Chelsea investieren und hat dabei laut der englischen Tageszeitung "The Express" auch den jungen Borussen im Visier.

Werder und Frankfurt in Lauerstellung

Der BVB hat indes auch ohne Kampfsport einen Sieg gegen 96 fest eingeplant, um den Vorsprung auf das sechstplatzierte Werder Bremen zu halten. (DATENCENTER: Bundesliga)

Noch vor drei Wochen betrug das Polster komfortable acht Punkte. Es folgten drei Dortmunder Niederlagen.

Eine ähnliche Talsohle hatte der Revierklub zuletzt im September 2007 durchschreiten müssen. Damals war Subotic noch Spieler des FSV Mainz 05.

Mittlerweile trennen die Kontrahenten nur noch zwei mickrige Pünktchen und jetzt meldet auch Eintracht Frankfurt erste Ansprüche auf einen Europa-League-Platz an.

"Dann kommen wir aus dem Loch"

Die besten Karten hält aber nach wie vor der BVB.

"Es geht jetzt darum, von der Defensive bis zur Offensive wieder einen Tick schärfer zu spielen", gibt Subotic als Richtlinie aus.

"Dann kommen wir auch raus aus dem Loch."

Gegen Bayern nicht chancenlos

Dieses Selbstvertrauen prägt das junge Team des BVB. Angesichts Tabellenplatz fünf ist dazu - auch angesichts der Krise - aller Anlass gegeben.

Gerade das 1:3 gegen die Bayern hat gezeigt, dass Klopps "Kinderriegel" auch gegen individuell stärkere Teams mithalten kann.

Das sieht Subotic genauso: "Wir haben über weite Strecken guten Fußball gespielt. Gegen einen Gegner, der zurzeit in absoluter Topform ist." 202540(DIASHOW: Der 22. Spieltag)

"Wir hätten einen Sieg oder mindestens einen Punkt verdient gehabt."

Gegen Hannover wäre ein Punkt zu wenig, um das Krisengerede verstummen zu lassen.

Weidenfeller, Hajnal und Dede zurück im Kader

BVB-Trainer Jürgen Klopp kann vor der Partie wieder aus dem Vollen schöpfen: Torhüter Roman Weidenfeller ist nach vier Spielen Pause wegen einer Risswunde im Knie wieder fit.

Routinierte Spieler wie Tamas Hajnal und Dede stehen wieder zur Verfügung, werden aber wohl zuerst auf der Ersatzbank Platz nehmen.

"Ich müsste erstmal jemanden in der Mannschaft haben, der so schlecht spielt, dass ich ihn rausnehmen müsste. Aber das ist nicht der Fall", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp über die Stellvertreter Mohammed Zidan und Marcel Schmelzer.

Ein Subotic-Tor gegen die Krise?

Gegen Hannover könnte ein Tor von Subotic, der seine sieben Bundesligatore durchweg nach Standards erziellte, die Borussia dem "Dreier" näher bringen.

Verfolger Bremen hat am vergangenen Spieltag vorgemacht, wie es geht und erzielte vier seiner fünf Treffer gegen Hannover nach ruhenden Bällen.

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