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Der Mann der Stunde: Mladen Petric möchte den HSV wieder ganz nach vorne schießen © getty

Mit einem Sieg gegen Cottbus möchte der HSV die Tabellenführung zurückerobern. Schalke und der BVB sind in Lauerstellung.

München - Die Sonntagsspiele des 7. Bundesliga-Spieltags (ab 16.30 Uhr LIVE) ist für vier der sechs beteiligten Teams eine Rückkehr in den Alltag.

Während Borussia Dortmund, Schalke 04, der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg unter der Woche im UEFA-Cup ran mussten und kaum Zeit zum Durchschnaufen hatten, konnten sich Hannover 96 und Energie Cottbus in aller Ruhe auf ihre Gegner vorbereiten.

"Bundesliga und Uefa-Cup - das ist wie Werk- und Feiertag", charakterisiert VfL-Coach Felix Magath die Umstellung.

Positiverlebnisse nach UEFA-Cup-Auftritten

Der positive Nebeneffekt: Außer Dortmund hatten alle deutschen Teams Grund zum Jubeln und erreichten die nächste Runde. Aufgrund der couragierten Leistung in Udine überwiegt aber auch bei der Borussia die Zuversicht. "Wir wollen in der Liga da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Spannend wird es allemal, denn gleich drei Mannschaften haben die Chancen, die Tabellenspitze zu erobern.

Die besten Aussichten besitzt der HSV. Das Team von Trainer Martin Jol hat 13 Punkte auf dem Konto, genauso viele wie die am Samstag nach oben gerückten Hoffenheimer.

Auch Schalke und Dortmund, beide elf Punkte, dürfen mit einem Sieg auf den Platz an der Sonne hoffen. Dafür wäre allerdings ein Ausrutscher der Hamburger vonnöten.

Sport1.de hat die Fakten zu den Sonntagsspielen:

Borussia Dortmund - Hannover 96

Personal:

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp wird die Anfangsformation des starken UEFA-Cup-Auftritts von Udine wohl nicht verändern.

Hannover muss auf die verletzten Arnold Bruggink (Fußsohlen-Entzündung), Valerien Ismael (Knochenödem im Knie) und Jan Rosenthal (Muskelfaserriss) verzichten.

Statistik:

Der BVB ist seit vier Heimspielen gegen Hannover sieglos. Überhaupt konnte die Borussia nur zwei der letzten neun Spiele gegen die Niedersachen gewinnen. Der letzte Heimsieg am 18. Oktober 2003 (6:2) war gleichzeitig auch die torreichste Begegnung.

Das sagen die Trainer:

Jürgen Klopp (Dortmund): "Die Spieler sind jung, gesund und hoch motiviert. Sie werden in 90 Minuten alles raus hauen, was drin ist. Da heißt es: wieder Vollgas geben!"

Dieter Hecking (Hannover): "Wir konzentrieren uns nur auf unser Spiel. Nach dem bemerkenswerten Auftritt gegen Bayern müssen wir nun nachlegen und auch auswärts mal den Bock umstoßen."

Vorraussichtliche Aufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Lee, Subotic, Kovac, Schmelzer - Kehl - Kringe, Tinga - Hajnal - Blaszczykowski, Frei. Hannover: Enke - Cherundolo, Vinicius, Fahrenhorst, Rausch - Balitsch, Schulz - Stajner, Schlaudraff, Huszti - Forssell. Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg

Personal:

Bei Schalke kehren Jefferson Farfan und Jermaine Jones, die beim UEFA-Cup unter der Woche nicht im Kader standen, zurück ins Team. Einziger Ausfall ist Fabian Ernst, der nach seiner Roten Karte in Dortmund zum letzten Mal pausieren muss.

Wolfsburg muss auf den gesperrten Torjäger Grafite verzichten. "Das darf aber keine Ausrede sein", stellt Trainer Magath klar. Als Ersatz steht Edin Dzeko bereit.

Statistik:

Im Vorjahr gewann der VfL mit 2:1-Sieg auf Schalke. Besonders häufig kommt es zwischen beiden Teams zu einem Remis: Jedes zweite Spiel in Gelsenkirchen endete unentschieden, dabei fielen nie mehr als vier Tore. Sowohl Schalke als auch Wolfsburg kassierten am vergangenen Spieltag die erste Saisonpleite.

Das sagen die Trainer:

Fred Rutten (Schalke): "Wir haben aus unserem Spiel gegen APOEL Nikosia kleinere Blessuren, aber keine größeren Probleme mitgenommen. Von daher gehen wir optimistisch in das Spiel gegen Wolfsburg."

Felix Magath (Wolfsburg): "Die Schalker werden sich nach der Niederlage letzte Woche gegen Köln voll reinhängen und können es sich nicht erlauben, ein zweites Mal zu verlieren. Insofern wird es ein schwerer Gang für uns."

Vorraussichtliche Aufstellungen:

Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Krstajic, Pander - Westermann, Jones, Engelaar - Farfan, Kuranyi, Rakitic (Altintop).Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Barzagli, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic - Dejagah, Dzeko. Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Energie Cottbus - Hamburger SV

Personal:

Trainer Prasnikar wird wohl die Elf aufbieten, die am vergangenen Spieltag für den ersten Saisonsieg in Berlin sorgte. Eventuell rückt Dimitar Rangelov nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder in die Mannschaft.

Auch beim HSV wird es voraussichtlich kaum Umstellungen zum UEFA-Cup-Spiel in Unirea geben. Marcell Jansen könnte eine Pause erhalten, Ivica Olic in die erste Elf zurückkehren.

Statistik:

Der HSV hat in fünf Duellen nie in Cottbus gewonnen. Dreimal verließen die Hanseaten den Platz als Verlierer, zweimal gab es eine Punkteteilung. Cottbus will diese positive Serie ausbauen. Klappt es mit einem Sieg, wäre es der 50. der Bundesligageschichte.

Das sagen die Trainer:

Bojan Prasnikar (Cottbus): "Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken, haben zuletzt sehr viel richtig gemacht. Der nächste Schritt soll gegen den HSV folgen."

Martin Jol (Hamburg): "Wir wollen in Cottbus gewinnen und unsere Tabellenführung verteidigen."

Vorraussichtliche Aufstellungen:

Cottbus: Tremmel - Pavicevic, Kukielka, Cvitanovic, Cagdas - Angelow, Rost - Sörensen, Skela, Iliev - Jelic. Hamburg: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Atouba - Jarolim, de Jong - Trochowski - Petric, Guerrero, Olic. Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

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